Vox blockiert Filmförderung in Kastilien-León für Filme mit „ideologischer Indoktrination“

Das Kulturministerium von Kastilien-León, geführt von Vox, schließt Filme, die es als politische Propaganda betrachtet, aus seinen Förderungen aus. Wir erklären, was in der Verordnung steht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Regionalregierung von Kastilien-León, mit Vox an der Spitze des Kulturministeriums, hat Förderungen für Filme und Serien gestrichen, die „ideologische Indoktrination“ oder ausdrückliche Unterstützung politischer Optionen beinhalten. Die Verordnung betrifft Produktion und Vertrieb in der spanischen Region.

Die Regionalregierung von Kastilien-León hat die Bedingungen ihrer Förderungen für den Audiovisualsektor mit einer Klausel genehmigt, die Produktionen ausschließt, die nach Auffassung des Ministeriums für Kultur, Tourismus und Sport „ideologische Indoktrination, parteiische Propaganda oder ausdrückliche Unterstützung konkreter politischer Optionen“ beinhalten. Die Verordnung unterzeichnet ein Ministerium unter Leitung von **Alberto Díaz Pico**, seit Juni Minister von **Vox** nach der Vereinbarung mit der **PP** (Spaniens konservative Volkspartei).

## Was die Verordnung ausschließt

Das Verbot umfasst Spielfilme, Dokumentarfilme und Pilotfolgen von Zeichentrickserien. Es handelt sich nicht um eine Kürzung des Budgets, sondern um eine Vorabfilterung: Wer die Förderung beantragen will, muss zuerst das Kriterium des Ministeriums darüber passieren, was als Propaganda gilt. Die Verordnung wurde von **eldiario.es** vorab veröffentlicht.

## Eine Branche, die von Subventionen lebt

Das spanische Kino ist in hohem Maße von öffentlichen Geldern abhängig. Diese Realität kollidiert mit der Vorstellung einer Branche, die allein an der Kinokasse überlebt. In anderen Ländern schafft der Sektor Arbeitsplätze und zahlt Steuern zurück, doch hier ist die Debatte über das Finanzierungsmodell seit Jahren offen. Die Maßnahme fügt einer ohnehin wirtschaftlichen Diskussion eine politische Ebene hinzu.

## Der Präzedenzfall und der Lärm

Es ist nicht das erste Mal, dass eine spanische Regionalregierung kulturelle Subventionen an ideologische Kriterien knüpft. Entscheidend ist, dass die Verordnung nicht präzise definiert, was „Indoktrination“ bedeutet, sodass die Entscheidung im Ermessen des fördergewährenden Ministeriums liegt. Für Produktions- und Vertriebsunternehmen führt das zu Unsicherheit: Ein Projekt kann alle technischen Anforderungen erfüllen und dennoch aufgrund einer subjektiven Bewertung ausgeschlossen werden.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

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