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Von sched_error 20 zu Linux-Start in 19 Sekunden
Ein DVD mit Linux Mint 19.2 zeigte wiederholt den Fehler sched_error 20. Nach BIOS-Anpassungen installierte und startete Mint in nur 19 Sekunden, vergleichbar mit Windows 10.
Vom Fehler «sched_error 20» zum Linux-Start in 19 Sekunden
Der erste Feind von Linux war nicht Linux selbst: Es war eine DVD. Eine ISO-Datei von Linux Mint 19.2 Tina MATE (64-Bit), heruntergeladen von der offiziellen Website und auf eine neu gekaufte DVD gebrannt, startete kein einziges Mal. Bei Auswahl der Startoption füllte sich der Bildschirm mit einer Serie von wiederholten «sched_error 20»-Meldungen, bis das Gerät per Knopfdruck ausgeschaltet werden musste. Drei Versuche, drei identische Fehlschläge. Die sofortige Schlussfolgerung war die übliche: schlechte Distribution oder ein System für eine Minderheit von Nerds.
Und doch bootete derselbe Rechner am Ende Mint in 19 Sekunden. Genau so schnell wie Windows 10 auf demselben Laptop. Der Abstand zwischen Desaster und Normalität wurde nicht vom Betriebssystem bestimmt, sondern vom Zustand des BIOS und den Voreinstellungen.
Was bedeutet sched_error 20 beim Start von Linux Mint
Für viele der Antwortenden weist der Fehler nicht auf das Betriebssystem hin, sondern auf das Medium. Eine häufige Diagnose besagt, dass bestimmte ältere Laufwerke die Bootsektoren der Distributionen nicht korrekt lesen und dass es ausreicht, den Startvorgang mehrfach zu wiederholen, bis er erfolgreich durchläuft: Man erkennt dies an der Drehgeschwindigkeit der Scheibe beim Initialisieren. Ein anderer empfohlener Weg besteht darin, die ISO auf einen USB-Stick zu brennen mit Tools wie Rufus oder balenaEtcher, wo das Ersetzen eines Images durch ein anderes nur Minuten dauert.
Es gibt ein unangenehmes Detail, das djun hervorhebt: Mit Windows bereitete dieselbe DVD keine Probleme. Die Erklärung der Befürworter des USB-Sticks ist, dass dieser den optischen Lesekopf und dessen Verschleiß aus der Gleichung eliminiert. Die Gegenreaktion von Periolisto war eindeutig: Das DVD-Laufwerk war das Problem, nicht die Distribution.
Mint, Manjaro, MX oder Ubuntu: Die Distribution, die niemand im ersten Anlauf wählt
Nachdem das Medium gewechselt wurde, stellt sich die Frage, welche der hunderten Distributionen die beste Hardware-Kompatibilität bietet. Die Ratschläge teilen sich in drei Strömungen. Die erste empfiehlt Ubuntu LTS oder seine leichtgewichtige Variante Xubuntu wegen Support und Dokumentation. Die zweite verteidigt Mint Cinnamon gegenüber MATE oder Xfce, mit dem Argument, dass Cinnamon die Hauptdesktop-Umgebung von Mint ist. Die dritte, heterodoxere Richtung zielt auf Manjaro oder MX Linux ab, die stark im Kommen waren, oder auf Ableger wie Peppermint, KDE Neon oder Sabayon, letzteres basiert auf Gentoo und läuft noch auf einem Laptop von 2007 mit einer ATI Mobility x1800xt von 2006.
Mittendrin im Lärm eine wiederkehrende Warnung: Es lohnt sich, das BIOS zu überprüfen. Deaktivieren von Secure Boot oder Ändern des Boot-Modus verhindert halbfertige Installationen. Im Fall, der die Diskussion auslöste, war die Aktivierung des BIOS-Konfigurationsmodus der Schlüssel, der zuerst die Installation von Manjaro und dann von Mint ermöglichte.
Quellen, Codecs und Treiber: Das Kleingedruckte entscheidet
Die Installation ist nur die halbe Arbeit. Die andere Hälfte sind die Interna: Microsoft-Schriften, Audio- und Video-Codecs, Wiedergabe kommerzieller DVDs und proprietäre Nvidia-Treiber. Hier taucht die Liste der Befehle auf, die djun gegeben wurde, von ubuntu-restricted-extras und libavcodec-extra bis hin zu libdvdcss2 und dem Paket der Microsoft-Schriften, abgeschlossen durch ein sudo fc-cache. Das vollständige Detail, einschließlich Abhängigkeiten und exakter Installationsreihenfolge, wird im Thread dokumentiert.
Ein konkretes Ergebnis: LibreOffice, das nach der Installation bereits auf Spanisch vorlag, erkannte die neuen Schriften ohne Eingriff und öffnete Textdokumente und Tabellenkalkulationen, die unter Windows erstellt wurden, problemlos. Für jemanden, der von einer langsamen und falsch konfigurierten virtuellen Maschine kam, war der Kontrast bemerkenswert.
Ist Windows 10 oder Linux schneller beim Hochfahren?
Hier brechen die Zahlen mit dem Klischee. Auf einem i7 von vor drei Jahren, mit sauberer Installation und SSD-Festplatte, brauchte Linux Mint 19 Sekunden und Windows 10 zwischen 19 und 20. Manjaro benötigte 30. Windows 10 fährt allerdings noch einige Sekunden nach Anzeige des Desktops fort, Prozesse zu laden.
Ein anderer Nutzer misst 6 oder 7 Sekunden für Windows 10 auf einem i7 mit SSD (Kingston oder Samsung Evo) und 8 GB RAM und behauptet, dass auch der Ruhezustand bei Windows instantan sei, während Linux dafür einige Sekunden braucht. Laut diesen Nutzern hängt der Vergleich von der Hardware ab: Ein Laptop mit einem Prozessor, der 270 PassMark-Punkte erreicht, und 2 GB RAM führt Windows 10 nicht gut aus, aber ein leichter Desktop funktioniert, während bei mehr als 5.000 PassMark-Punkten jede Distribution überfordert wirkt.
Alter ist keine Tugend, argumentieren einige: Dass Linux veraltete Geräte wiederbelebt, bedeutet nicht, dass man sie auf Elektroschrott aus der Schublade installieren muss. Einen leistungsstarken Rechner aufzubauen und ihn reibungslos surfen, Dateien verschieben oder rendern zu sehen, ist für sie ein Genuss, den der Windows-Nutzer nicht ahnt.
Hat es noch Sinn, ein Betriebssystem danach zu beurteilen, was am ersten Tag schiefgeht?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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