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Von Oliver Stone zu Jordi Wild: der Werdegang von Charlie Sheen
Charlie Sheen drehte einst mit Oliver Stone, heute bewirbt er sein Buch in einem Podcast. Seine Karriere, geprägt von Exzessen, wirkt im Rückblick wie ein Niedergang ohne Umkehr.
Von Oliver Stone zu Jordi Wild: So verlischt eine Hollywood-Karriere
Charlie Sheens Karriere ist dünn geworden. Das sagt kein Filmkritiker: Es ist der Werdegang des Schauspielers selbst, der vom Drehen mit Oliver Stone zum bestbezahlten Gesicht einer Sitcom wurde und schließlich in einem spanischsprachigen Podcast saß, um ein Buch zu bewerben. Diese Abfolge hat etwas von einem beruflichen Epitaph. Ein Jahrzehnt unter der Regie eines renommierten Regisseurs, das nächste mit Millionen pro Folge in Two and a Half Men, und am Ende der Liveauftritt bei Jordi Wild. Der Bogen lässt kaum wohlwollende Deutungen zu.
Vom Autorenkino zur Sitcom und zum Podcast
Der Ausgangspunkt wiegt am schwersten: Wer mit Oliver Stone gearbeitet hat, spielt in einer anderen Liga. Von dort bis zur Rolle des Charlie Harper in der Erfolgsserie war ein Sprung im Prestige, nicht im Gehalt. Der Schauspieler verdiente zeitweise Millionensummen pro Episode, eine Zahl, die ihn damals zu einem der bestbezahlten Darsteller im Fernsehen machte. Dann kam der Absturz: Exzesse, Skandale und eine angegriffene Gesundheit, die er selbst in Interviews eingeräumt hat.
Das Gespräch im Podcast wird als Symptom gedeutet, nicht als Ursache. Manche halten der Auftritt in einem solchen Format für den Tiefpunkt einer Hollywood-Ikone; dagegen spricht das Argument, dass der Podcast heute die größte Bühne der spanischsprachigen Welt ist und dass Sheen kam, um sein Buch zu bewerben, nicht um Arbeit zu bitten. Beides kann gleichzeitig wahr sein.
Warum gilt ein Podcast als Zeichen des Niedergangs?
Weil sich Prestige in konzentrischen Kreisen misst und das von Hollywood der engste ist. Ein Schauspieler, der einst auf Filmplakaten und später im Fernsehen prangte, landet in einem Format, das weder Kostüm noch Drehbuch verlangt. Die großzügige Lesart: Es geht um Buchwerbung; die zynische: Es gibt nichts mehr zu bewerben außer der eigenen Biografie. Das Detail mit dem Buch erscheint im Gespräch zugleich als Alibi und als Bestätigung.
Auffällig ist, dass die Figur ihre Fähigkeit, Sympathie zu erzeugen, nicht verloren hat. Mehrere Kommentare betonen, dass der Typ abgesehen von den Drogenproblemen sympathisch und nahbar wirkt. Das ist die Paradoxie: Der Charisma überlebt den Niedergang. Und der Niedergang misst sich, was das Image betrifft, besser daran, was man tut, als daran, was man verdient.
Das Geld, die Sucht und die Geschichte, die nicht aufgeht
Es gibt eine Strömung, die die Erzählung vom gefallenen Millionär direkt infrage stellt: Vielleicht, so heißt es, besitzt er weder das Geld noch den Lebensstil, der ihm zugeschrieben wird. Jemand mit einem interessanten Leben, so die Argumentation, sitzt nicht vor einer Webcam und macht den Clown. Es ist eine Hypothese, keine Buchhaltung, aber sie passt zum Verdacht, dass das Vermögen in Partys und Lastern verbrannte.
Auch die Familiengeschichte fördert das Heldengemälde nicht. Seine Geschwister, die den Künstlernamen nicht verwendeten, machten eigene Karrieren ohne diese Bürde. Der Vergleich bleibt in der Luft hängen: Der Name Sheen als Marke und als Fluch.
Was von Charlie Sheen bleibt
Es bleibt ein Schauspieler, der im Fernsehen sich selbst spielte und der sich heute in Interviews selbst spielt. Der Unterschied sind Gage und Kulisse. Ob der Podcast das neue Hollywood ist oder nur die letzte Zuflucht verbrauchter Glanzlichter, ist eine Debatte, die hier nicht entschieden wird. Klar ist: Der Weg vom Autorenkino bis zum Werbe-Liveauftritt hat eine Richtung, und sie scheint nicht umkehrbar.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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