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Von Camps bis Ayuso: Straflosigkeit als System in Spanien
Von Camps' Anzügen bis zu den Anzeigen gegen Ayuso: Die Geschichte wiederholt sich. Politische Straflosigkeit in Spanien ist kein Zufall, sondern ein System. Eine Analyse.
Ayuso, Camps und Barberá: Politische Straflosigkeit ist kein Zufall
Die neueste Anzeige gegen Isabel Díaz Ayuso wird im Sande verlaufen. Oder zumindest sagt das die gesammelte Erfahrung: Die Fälle, die die spanische Politikklasse treffen, folgen einem vorhersehbaren Rhythmus, und das Ergebnis ist meist Einstellung oder Freispruch. Es ist keine Verschwörung: Es ist ein System, das seit Jahrzehnten funktioniert.
Der Präzedenzfall, den niemand sehen will
Francisco Camps verbrachte im Fall der Anzüge Jahre vor Gericht, um am Ende freigesprochen zu werden. Rita Barberá erlebte, wie sich die Anschuldigungen in Luft auflösten, bis zu ihrem Tod das Verfahren im Nichts endete. Nun scheint Ayuso, mit einer neuen Front, zum gleichen Drehbuch verurteilt. Das Gefühl, dass nichts passiert, ist kein Zufall: Es ist die Norm.
Die Liste der Rücktritte ist so kurz, dass einem schwindlig wird
In den letzten 30 Jahren liegt die Zahl der Politiker, die aus reiner Scham ihr Amt niedergelegt haben, nahe null. Die skeptischste Antwort verweist auf eine Maxime: „Lüge, und etwas hängen bleibt." Die weniger verschwörungstheoretische darauf, dass das Eingestehen eines Fehlers politisch teurer ist als das Durchhalten des Sturms. Nur zwei Namen bleiben verschont: Gerardo Iglesias, der in den Bergbau zurückkehrte, und Luis Acín, Abgeordneter der aragonesischen PP (Volkspartei), der wegen Meinungsverschiedenheiten zum Krieg zurücktrat. Zwei Fälle in drei Jahrzehnten.
Die wirtschaftlichen Kosten der Straflosigkeit
Aus wirtschaftlicher Sicht ist Straflosigkeit keine Kleinigkeit. Das Vertrauen in Institutionen ist ein Aktivposten, der an den Kapitalmärkten gehandelt wird: Wenn Skandale folgenlos eingestellt werden, steigt das wahrgenommene Risiko, und die Investitionen spüren es. Es gibt keine exakte Kennzahl, aber der historische Präzedenzfall legt nahe, dass der Preis bezahlt wird, auch wenn er in den Haushalten nicht auftaucht.
Mit dieser Bilanz lautet die Frage nicht, ob Ayuso stürzt; sie lautet, wann das Verfahren eingestellt wird. Die Maschinerie hat ein geschriebenes Drehbuch und wiederholt es bei jedem Fall. Soweit bekannt, hat noch niemand einen Weg gefunden, es zu durchbrechen. Die einzige Neuigkeit wäre, dass sich diesmal etwas bewegt. Die Vorbehalte sind zahlreich.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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