Vom 'demütigenden' 0:2 zum 1:2 im Camp Nou: Real Madrid ist zurück

Real Madrid wandelte eine als 'demütigend' beschriebene Niederlage in einen 1:2-Sieg im Camp Nou um, mit Vinicius' Sperre und Florentino Pérez vor Gericht am 25. November.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Vom 'demütigenden' 0:2 zum 1:2 im Camp Nou: Real Madrid ist zurück
Vom 'demütigenden' 0:2 zum 1:2 im Camp Nou: Real Madrid ist zurück

Am 25. November hat Florentino Pérez einen Termin vor Gericht. Das ist die Tatsache, die über der gesamten Saison von Real Madrid 2026/27 schwebt und die im Hintergrund erklärt, warum ein Verein, der die Spielzeit mit einer als 'demütigend' beschriebenen Niederlage begann, am Ende das Camp Nou mit einem 1:2 gestürmt hat. Dazwischen liegen eine Comeback, das viele für unmöglich hielten, und eine Vier-Spielsperre für Vinicius, die das Team veränderte, ohne dass es jemand geplant hätte.

Die Saison begann schief. Die erste Phase der Liga ließ Madrid neun Punkte hinter Barcelona zurück und die Fans forderten 'Köpfe', beginnend mit der des Trainers und weiter mit der des teuersten Spielers der Vereinsgeschichte. Die Liga, hieß es, sei 'im September entschieden gewesen'. War sie nicht, aber die Diagnose hatte Logik: ein Team, das erst in der 89. Minute auftauchte und auf Heldenmomente angewiesen war, um Spiele zu gewinnen, die es spielerisch hätte entscheiden müssen.

Mourinho, die Rückkehr und der Dominoeffekt

Mourinhos Rückkehr wirkte wie ein Lösungsmittel: zuerst räumte es weg, was da war, dann begann der Aufbau. Der Schlüssel war nicht taktisch, sondern hierarchisch. Als der portugiesische Trainer Vinicius und einen von den Rängen kritisierten Mittelfeldspieler auf die Bank setzte, wechselte das Team innerhalb eines Spiels die Haut. Die Rote Karte und die anschließende Vier-Spielsperre für den Brasilianer — die viele als zu milde empfanden — fielen mit der besten Serie Madrids in dieser Saison zusammen.

Manche behaupten, Madrid habe nicht wegen, sondern trotz Mourinho gewonnen, und das Verdienst gehöre den Ersatzspielern, die Spielzeit forderten. Dagegen spricht das Gegenargument: Ohne die Entscheidung, die Unantastbaren zu benchen, säßen diese Ersatzspieler noch immer auf der Bank. Die Debatte ist offen und wird sich wohl erst mit Saisonende entscheiden.

Das 1:2 im Camp Nou und die Schiedsrichter-Erzählung

Das Spiel im Camp Nou brachte einen 'gerechten' Sieg, der nach der meistgelesenen Deutung höher hätte ausfallen können, wobei Courtois' Fehlen die größte Einschränkung war. Doch wirklich diskutiert wurde danach nicht über das Spiel, sondern über die Schiedsrichter. Die vorherrschende These lautet, es gab 'neutrale Schiedsrichterei aus Eigeninteresse' und die üblichen Raubzüge würden in den kommenden Spielen folgen. Das heißt: Selbst im Sieg gibt es keine Schonfrist für das Schiedsrichterwesen.

Die nicht gegebene Rote Karte für Cancelo, der aberkannte Handelfmeter gegen Betis und die Abseitslinien vermischten sich in der Diskussion mit dem zaineira-Fall, den 8,4 Millionen, die Barcelona laut dem Thread über 18 Jahre an eine Firma gezahlt haben soll, die mit dem Vizepräsidenten des Schiedsrichtergremiums (CTA) verbunden ist. Die Zahl taucht immer wieder als Munition auf, obwohl die juristische Frage — ob diese Zahlungen eine Straftat darstellen — weiter ungeklärt ist.

Mbappé, die teure Geste

Die andere große Front lag abseits des Platzes. Mbappés Bezug auf einen kommunistischen Diktator bei einer öffentlichen Veranstaltung führte zu einer offiziellen Erklärung höchsten Respekts und zu einem diplomatischen Sturm mit China, der nach manchen Berechnungen den Verein Geld kosten wird. Die kritischste Lesart: Der Spieler muss sich entschuldigen, und der Vorfall zeigt ein Schadensbegrenzungsproblem in der Kommunikation des Vereins.

Der Fall hinterließ eine Kuriosität, die das Niveau der Kontroverse zusammenfasst: Während die einen Entschuldigungen gegenüber dem chinesischen Volk forderten, erinnerten andere daran, dass derselbe Spieler mit Trikots zugunsten von Ceuta posiert hatte, ohne dass jemand eine Erklärung abgegeben hätte. Konsequenz ist im Real Madrid von 2026 ein knappes Gut.

Die Kabine, die Institution und der Alte auf der Ehrentribüne

Die härteste Kritik galt nicht dem Trainer, sondern der Struktur. Ein Präsident, der damit droht, ein Medium abzubestellen, Spieler, die sich auf dem Parkplatz anfallen, ein Verkehrsunfall nach Alkoholfahrt und ein Video einer Minderjährigen, das vor Gericht endete. Die Institution, so heißt es, sei 'bis zum Hals im Dreck', und die Ehrentribüne schaut weg.

Die sportliche Bilanz widerspricht jedoch dem Pessimismus: Fünf titellose Saisons gelten als gesetzt, aber das Team kämpft. Die offene Frage ist, ob Mourinhos Madrid ein Projekt oder ein Flickwerk ist. Mit Florentino vor Gericht am 25. November könnte die Antwort eher auf juristischem als auf sportlichem Weg kommen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (8542 Antworten).

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