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Vom 3-%-Festgeld zum Geldmarktfonds: die Debatte
Ein Festgeld mit 3 % läuft aus, und die Frage ist, wohin mit dem Geld. Geldmarktfonds und ultrakurze Anleihen gewinnen gegenüber spanischen Staatspapieren und Einlagen an Boden.
Ein Festgeld mit 3 % läuft aus. Das ist der Ausgangspunkt. Die Frage, die das Gespräch begleitet, ist nicht klein: Wohin mit dem Geld, wenn die Bank nichts mehr dafür zahlt, dass es ruhig liegen bleibt? Die Antwort, die sich durchsetzt, ist weder eine andere Einlage noch spanische Schatzwechsel (Letras del Tesoro) und schon gar kein Aktienfonds. Es ist ein Geldmarktfonds, mit der Freiheit auszusteigen, wenn es eng wird. Die Alternative, die sich auf die Liste schleicht, ist ein Ultrakurzläufer-Anleihenfonds mit SRI-Label, der Ostrum SRI Credit Ultra Short Plus R/C, der etwas mehr Rendite verspricht im Gegenzug für Kreditrisiko.
Das Problem mit dem Festgeld: gebundenes Kapital
Das erste Argument, das sich durchsetzt, ist die Liquidität. Eine Festgeldanlage hat eine Tugend und einen Makel: Die Tugend ist, dass man weiß, was man erhält; der Makel ist, dass das Geld bis zur Fälligkeit eingesperrt bleibt. Tritt ein Notfall ein, gibt es keine Möglichkeit, es ohne Verlust der Verzinsung abzurufen. Demgegenüber bietet der Geldmarktfonds eine ähnliche Rendite und deutlich mehr Flexibilität: Ein- und Ausstieg jederzeit, ohne Strafe. Manche erinnern daran, dass es hier und da noch Festgelder mit rund 3 % gibt, doch der Konsens ist, dass sich der Zinszyklus gedreht hat und solche Angebote immer seltener werden.
Der Ultrakurzläufer-Fonds, der sich ins Gespräch schleicht
Der Ostrum SRI Credit Ultra Short Plus R/C ist ein Anleihenfonds mit sehr kurzer Laufzeit und Credit-Ausrichtung. Er ist kein reiner Geldmarktfonds: Er investiert in Unternehmensanleihen gut bewerteter Emittenten, was eine Prise Ausfallrisiko hinzufügt im Gegenzug für einen Renditeaufschlag. Die Beschreibung, die ihn am besten trifft, ist die eines Geldmarktfonds mit ein paar riskanteren Zutaten. Wer mehr als die 3 % des Festgelds sucht, ohne ins Aktiengeschäft zu gehen, für den passt das Profil. Wer keine Überraschungen will, für den eher nicht.
Gibt es etwas, das zwischen 3,5 % und 4 % abwirft?
Auf die direkte Frage, ob es ein Produkt mit einer Rendite in diesem Bereich gibt, gibt es eine sofortige Antwort: die iBonds von iShares, auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit Laufzeiten von 8-10 Jahren. Das Problem liegt auf der Hand: Wenn das Geld vor Fälligkeit gebraucht werden könnte, spielt die Duration gegen einen. Die Spanne von 3,5 %-4 % existiert, aber um den Preis, das Kapital für fast ein Jahrzehnt zu binden oder das Kursrisiko zu tragen, wenn man vorher verkauft. Es ist kein Ersatz für das Festgeld, es ist etwas anderes.
Spanische Schatzwechsel und andere konservative Alternativen
Kurzlaufende spanische Schatzwechsel (Letras del Tesoro) erscheinen als klassische Option für alle, die Sicherheit und etwas Rendite wollen. Das Problem: Ihre Rendite ist gefallen und konkurriert nicht mehr mit den Einlagen, die sich noch bei 3 % halten. Für den konservativen Anleger bleibt ein Dreiklang: Festgeld (totale Sicherheit, null Liquidität), Geldmarktfonds (totale Liquidität, moderate Rendite) und Ultrakurzläufer-Anleihen (etwas mehr Rendite, etwas mehr Risiko). Die Entscheidung hängt davon ab, wie lange man auf das Geld verzichten kann.
Das Risiko, das niemand sehen will
Das Gespräch driftet in gefährlichere Gefilde. Jemand erwähnt Unternehmensanleihen konkreter Firmen mit langen Laufzeiten und scheinbar attraktiven Renditen. Die Warnung kommt schnell: Sie sind herrliche Anlagen für Nervenkitzel-Sucher, nicht für alle, die ruhig schlafen wollen. Die Grenze zwischen konservativen Anleihen und einer Hochrisiko-Wette ist dünner, als sie aussieht, und der Durchschnittsanleger erkennt sie nicht immer.
Der Ultrakurzläufer-Fonds ergibt Sinn für alle, die mehr als einen Geldmarktfonds wollen, ohne den Anleihenbereich zu verlassen. Das Festgeld bleibt bei der Sicherheit unschlagbar. Und die auslaufenden 3 % kommen nicht zurück. Das ist das Einzige, was sicher ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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