Studien: Netto-Negatives Steuerergebnis durch Migration

Niederländische und dänische Studien zeigen ein negatives steuerliches Nettoergebnis bei Familien- und Asylmigration, auch bei der zweiten Generation.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Studien: Netto-Negatives Steuerergebnis durch Migration
Niederlande: Familien- und Asylmigration trägt nicht zu den Steuereinnahmen bei

Ein Neugeborenes, ein zehnjähriges Kind und zwei Eltern. Mit diesem Haushaltstyp beginnt die Debatte über die Kosten der Migration in den Niederlanden, und das Ergebnis ist unbequem: Weder Asyl noch Familiennachzug noch die zweite Generation führen zu einem positiven Saldo. Die oft zitierte grobe Zahl ist ebenso einfach wie drastisch: rund 400.000 Euro pro Flüchtling. Es handelt sich nicht um eine Schätzung aus dem Wirtshaus, doch sie sollte mit Vorsicht genossen werden, da sie auf Berechnungen basiert, deren vollständige Aufschlüsselung fehlt.

Was die niederländische Studie zum fiskalischen Saldo feststellt

Die referenzierte Arbeit besagt, dass Familien- und Asylmigration unabhängig vom Alter bei Einreise ein negatives fiskalisches Netosaldo aufweisen. Das bedeutet: Selbst junge Zuwanderer verbessern die Gleichung nicht; ihre öffentlichen Ausgaben übersteigen ihre Steuerbeiträge. Eine ergänzende Analyse geht weiter und zeigt, dass Nachkommen bestimmter Herkunftsländer – aus Afrika und mehrheitlich muslimischen Ländern – ein noch stärker negatives Saldo haben, selbst wenn sie höher gebildet sind als die einheimische Bevölkerung.

Der Schlüssel liegt in der zweiten Generation. Wenn bereits die Eltern eine fiskalische Last darstellen, wird vermutet, dass ihre Kinder diesen Trend nicht brechen. Dies ist kein isolierter Befund: Dänemark kam zu ähnlichen Schlüssen, und die Übereinstimmung zwischen beiden Ländern stärkt das Argument. Was in den begleitenden Grafiken fehlt, ist die Aufschlüsselung nach Einkommensgruppen, Sektoren und Steuerarten; die vollständige berechnung, Posten für Posten, bleibt abzuwarten.

Spanien: 700.000 jährliche Zuwanderer gegenüber 300.000 in Frankreich oder Italien

Hier ist der europäische Vergleich verwirrend. Spanien verzeichnet etwa 700.000 jährliche Zugänge, während Italien, Frankreich und Großbritannien bei rund 300.000 liegen. Deutschland überschritt diese Zahl nur in Ausnahmejahren, etwa während der Syrien- oder Ukraine-Krisen. Bei solchen Zahlen schrumpft der Spielraum für Diskussionen über Quoten: Man nimmt nicht nur die zugewiesene Quote an, man überschreitet sie deutlich.

Das Problem, wenn man nur das BIP betrachtet, ist, dass die Ausgaben dieser Haushalte den Konsum stützen und die Gesamtzahl verschleiern. Blickt man auf die andere Seite der Bilanz – Gesundheit, Bildung, Wohnraum, Beihilfen –, ändert sich das Bild. Und es gibt einen wenig diskutierten Effekt: Vermieter sehen steigende Preise, während Mieter oder Kreditnehmer die Zeche zahlen.

Erklärungsansätze, die um dieselben Daten konkurrieren

Keine der Interpretationen ist neutral. Der erste Ansatz deutet auf billige Arbeitskräfte zulasten der öffentlichen Kassen hin: Große Unternehmen profitieren von niedrigen Löhnen, während die Mittelschicht die Rechnung über Steuern, Schulden und überlastete Dienste zahlt. Der zweite Ansatz spricht von Dummheit und Kurzsichtigkeit der Politiker, die Türen öffnen, damit heute Erdbeeren gepflückt werden, und spät erkennen, dass Hunderttausende Menschen jährlich nötig sind, um die Maschinerie am Laufen zu halten.

Der dritte, unbequemere Ansatz behauptet, dies sei weder Dummheit noch Zufall, sondern Klientelnetzwerke: In Spanien leben demnach fast eine Million Menschen von Subventionen, die dieses Geschäft umkreisen. Die vierte Hypothese, ein geplanter demografischer Austausch, kursiert in denselben Kanälen, muss aber klar gesagt werden: Sie wird nicht durch Beweise gestützt und dient eher als emotionales Rahmenwerk denn als ökonomische Erklärung. Gegen all diese Ansätze erinnert man daran, dass die Europäische Union als Wirtschaftsgemeinschaft konzipiert war und ideologische Themen – Migration, Umweltschutz – erst später hinzukamen.

Von NGO-Geschäften zum H-1B-Visum

Es gibt ein gemeinsames Muster: Migration wird, wie andere Themen auch, zu einer subventionierten Industrie. NGOs, Aufnahmezentren und sogar Ministerien hängen laut dieser Analyse davon ab, dass der Fluss nicht abreißt. In den USA ist die Kontroverse beim H-1B-Visum ähnlich: Ursprünglich für 80.000 Arbeitnehmer jährlich gedacht, steigt die Zahl praktisch auf über 200.000. Diskutiert wird, ob es dazu dient, die besten Talente anzulocken, oder um Lohnkosten zu senken, indem Fachkräfte aus Drittländern unter lokalem Preisniveau eingestellt werden. Phase zwei, so heißt es, hat hier bereits begonnen.



Spanien wuchs in diesem Jahrhundert von 40.554.387 auf 48.811.145 Einwohner. Deutschland, mit doppelter Bevölkerungszahl, legte kaum eine Million zu. Frankreich und Großbritannien starteten mit zwanzig Millionen mehr Einwohnern und wuchsen absolut genauso stark wie Spanien. Die Rechnung geht nirgends auf, und wer sie aufgehen lässt, sollte die Details liefern.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (205 Antworten).

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