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Vier Jahre ohne Haushalt: die realen Kosten der Bahnunterhaltung in Spanien
Adif Alta Velocidad erhielt laut einem Forennutzer nur 46 % der zugesagten Investitionen. Vier Jahre ohne Staatshaushalt haben das Schienennetz um die Hälfte des Geldes gebracht.
Vier Jahre ohne Staatshaushalt und ein Schienennetz, das langsam auseinanderfällt
Ohne einen Staatshaushalt (Presupuestos Generales del Estado, der jährliche Staatshaushalt Spaniens) zu regieren ist keine Kaffeekränzchen-Anekdote: Es ist eine Anomalie, die sich inzwischen über mehrere Haushaltsjahre erstreckt und laut den vorliegenden Zahlen dazu geführt hat, dass die Bahnunterhaltung nur die Hälfte der zugesagten Investitionen erhalten hat. Die Debatte beginnt mit einer unbequemen Frage: Wessen Schuld ist es, wenn eine Regierung keinen aktuellen Haushalt vorlegt und das Parlament nicht aufgelöst wird?
Ausgangspunkt ist eine Legislaturperiode, die auf Haushaltsverlängerungen ruht. Die Vorlage des Staatshaushalts ist nicht nur eine politische Pflicht, sondern ein Verfassungsauftrag, der in dieser Phase umgangen wurde. Und währenddessen altert das Schienennetz.
Adif erhielt 46 % des Zugesagten
Die Zahlen sind hartnäckig. Bei Adif Alta Velocidad erreichten die Zuweisungen der Zentralregierung kaum 46 % des zugesagten Gesamtbetrags. Bei Adif insgesamt steigt die Zahl auf 57 % der vom Verkehrsministerium für den Zeitraum 2021-2025 zugesagten Mittel.
Manche halten dagegen, dass die Unterhaltung nicht vom Haushalt abhängt, weil sie ohnehin erfolgen muss; vom Haushalt hängen die Investitionen ab. Der Einwand ist berechtigt, widerspricht aber der Realität: Fehlt der Posten, muss jemand entscheiden, worauf verzichtet wird.
Kann man ohne verabschiedeten Haushalt regieren?
Die kurze Antwort lautet ja, mit Verlängerungen. Die lange Antwort: Man regiert mit dem Haushalt des Vorjahres, ohne Spielraum für neue Investitionen oder eine Umordnung der Prioritäten. In dieser Lage hat die Opposition einen Ausweg: die Zustimmung verweigern. Und die Regierung hat einen anderen: Neuwahlen ausrufen. Keines von beidem ist passiert.
Das Argument, die Schuld liege bei dem, der das Parlament nicht auflöst, wenn der Haushalt nicht genehmigt wird, hat Gewicht. Das Gegenteil aber auch: Gibt es keine Mehrheit zur Verabschiedung, liegt das Problem bei dem, der sie nicht herstellt.
Das belgische Beispiel und die spanische Ausnahme
Es wurde darauf hingewiesen, dass in westlichen Demokratien kein Fall bekannt ist, in dem eine stabile Regierung dreieinhalb Jahre ohne Haushalt regierte. Belgien hatte lange Phasen ohne Regierung, jedoch nur geschäftsführend. Der Vergleich hilft, die Ausnahmesituation einzuordnen, nicht sie zu lösen.
Klar ist: Die Verlängerung ist nicht gratis. Das Schienennetz ist der Beweis: Wenn nur die Hälfte der Investitionen ankommt, leidet die Unterhaltung. Und die Debatte, ob mit einem Haushalt besser investiert worden wäre, ist weiterhin offen.
Vor diesem Hintergrund ist jede Prognose gewagt: Ohne neuen Haushalt bleiben die Investitionen unter dem Zugesagten. Gibt es einen, wird sich zeigen, ob die Unterhaltung Priorität hat oder weiterhin der Posten bleibt, der gestrichen wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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