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Vermieter erhöht Miete um 400€ nach fünf Jahren
Ein Mieter weigert sich, nach fünf Jahren eine Mietsteigerung von 400€ zu akzeptieren. Der Streit zeigt die Konflikte zwischen auslaufenden Verträgen, Inflation und illegaler Besetzung.
Der Konflikt zwischen Vermieter und Mieter nach fünf Jahren Mietzeit
Ein Mieter hat fünf Jahre lang ohne Probleme gezahlt. Nun verlangt der Eigentümer bei der Verlängerung 400 Euro mehr pro Monat. Er lehnt rundweg ab: „Ich habe meine Rechte“, sagt er und denkt nicht daran auszuziehen. Die Summe ist erheblich: Bei einem typischen Vertrag übersteigt diese Steigerung 40% der Miete, wenn man von 900–950 Euro ausgeht. Die folgende Diskussion – 199 Antworten und 215 Tage später – ist ein Portrait des spanischen Wohnungsmarkts: Inflation, ausgelaufene Verträge, illegale Besetzung als Drohung und die unbequeme Frage, wer die Zeche zahlt.
Was das Gesetz sagt, wenn der Vertrag ausläuft
Der erste Punkt, der im Austausch geklärt wird, ist rechtlicher Natur: Wenn der Vertrag beendet ist, endet auch das Mietverhältnis zwischen Vermieter und Mieter. Der Eigentümer kann den Preis neu festlegen, gar nicht vermieten oder verkaufen. Es gibt keine illegale Mieterhöhung, wenn der Vertrag ausgelaufen ist; es handelt sich um ein neues Angebot. Eine andere Sache ist das Kleingedruckte: Manche erinnern daran, dass der Mieter die alten Konditionen ein Jahr länger behält, wenn zwischen Kündigung und Vertragsende weniger als vier Monate liegen. Diese Frist, nicht die Empörung, entscheidet den Fall.
Illegale Besetzung als Drohung und ihre realen Folgen
Ein Großteil der Antworten geht in eine Richtung: Bleib drin und zahl nicht. Das Problem ist, dass dies einen Namen und eine Rechnung hat. Wer ein Gehalt, Ersparnisse oder eine Immobilie auf seinen Namen hat, ist nicht zahlungsunfähig, und ein Eigentümer kann vor Gericht ziehen, die Räumung erwirken und Mietschulden, Schäden sowie Zinsen im Vollstreckungsverfahren eintreiben. Risikofreie Besetzung, so wird gewarnt, ist nur etwas für Leute, die nichts zu verlieren haben. Für alle anderen sind die Liste der Zahlungssünder und Pfändungen der Preis für die Dreistigkeit.
Die Rechnung, die das Klischee „Mieten ist Geldverschwendung“ widerlegt
Dem Klischee zum Trotz erscheint eine Aufschlüsselung mit Zahlen: Eine identische Wohnung für 950 Euro gemietet gegenüber einer Hypothek von 530 Euro. Die monatliche Differenz beträgt 420 Euro, aber der Eigentümer trägt Gemeinschaftskosten (60 Euro), Versicherung (ca. 16 Euro/Monat) und Sonderumlagen, die bei Fassaden- oder Feuchtigkeitsproblemen mehrere Tausend Euro kosten können. Die vollständige Berechnung Posten für Posten ergibt ein Resultat, das weder zur einen noch zur anderen Erzählung passt. Und es gibt eine überraschende Zahl: 1975 waren 77,8% der Spanier Eigentümer ihrer Wohnung; heute ist dieser Anteil gesunken.
Inflation, stagnierende Löhne und die Zukunft der Nicht-Erben
Der Hintergrund ist makroökonomisch. Es wird argumentiert, dass die Löhne seit über dreißig Jahren stagnieren, dass geförderter Wohnraum zwischen 1961 und 1975 massiv gebaut wurde – mehr als vier Millionen Einheiten – und dass heute kein generationeller Wechsel stattfindet. Die Folge, so verschiedene Analysen, ist, dass WG-Leben oder Wohnen im Auto keine Ausnahme mehr sind. Trost bleibt die Erbschaft: Weniger als 30% werden eine Immobilie erben. Der Rest muss zahlen.
Die überraschende Zahl
Die Diskussion endet ohne Einigung. Einige fordern Abstimmungen über Wohnungsregulierungen; andere erinnern daran, dass kostenlose Wohnungen kein einklagbares Recht vor Gericht sind. Währenddessen bleibt der Mieter in der Wohnung und der Vermieter wartet. Die Frage, die niemand ganz beantwortet, ist, wie viele solcher Verträge jeden Monat mit einer Mieterhöhung verlängert werden, die der Mieter weder zahlen noch vermeiden kann.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (199 Antworten).
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