Valencianisch gewinnt Schulkonsultation knapp mit 50,53 Prozent

In der Konsultation zur Basissprache an Schulen in Valencia erhielt Valencianisch 50,53 % der Stimmen, Kastilisch 49,47 %, bei einer Beteiligung von 58,6 %.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Valencianisch gewinnt Schulkonsultation knapp mit 50,53 Prozent
Valencianisch gewinnt die schulische Konsultation mit 50,53 % der Stimmen

Ein Ergebnis von 50,53 % ist kein eindeutiger Sieg. Es ist ein Unentschieden mit einem Hauch von Vorsprung. Valencianisch hat sich als Basissprache an den Schulen im Land Valencia (País Valencià) mit 50,53 % der Stimmen gegenüber 49,47 % für Kastilisch durchgesetzt, wie Bildungsminister José Antonio Rovira am 6. März 2025 bekannt gab. Der Abstand zwischen den beiden Optionen beträgt nur etwas mehr als einen Punkt, woraufhin eine triumphale Schlagzeile aufgebaut wurde. Die 58,6 % der stimmberechtigten Familien nahmen teil: 339.411 von 579.082. Die übrigen 41,4 % beteiligten sich nicht.

Ergebnisse nach Provinzen und Bezirken: Die Stimme folgt der Sprachkarte

Die Auszählung spiegelt nahezu exakt die geografische Verteilung der Sprachen wider. In Castellón erhielt Valencianisch 70,5 % der Unterstützung; in Valencia-Stadt waren es 57,8 %. In Alicante gewann Kastilisch mit 66 %. Es gibt keine soziologische Überraschung, aber eine klare Momentaufnahme davon, wo welche Option Gewicht hat und wo nicht.

In den valencianischsprachigen Bezirken erhielt Valencianisch überwältigende Mehrheiten: Alt Maestrat (94,7 %), Els Ports (93,2 %), El Comtat (87,6 %), Ribera Baixa (85,85 %) und Ribera Alta (70,4 %). Am anderen Ende stimmte Baix Segura zu 95,2 % für Kastilisch, Plana d'Utiel-Requena zu 92,9 %, Vall de Cofrents-Aiora zu 87,2 % und Alt Vinalopó zu 83,1 %. Auch in der Stadt Valencia (63,8 %) und in Alacantí (75,6 %) setzte sich Kastilisch durch. Die am häufigsten wiederholte Schlussfolgerung ist einfach: Wo Valencianisch gesprochen wird, wurde für Valencianisch gestimmt, und wo Kastilisch gesprochen wird, wurde für Kastilisch gestimmt.

Wie viele Familien haben wirklich Valencianisch gewählt?

Weniger, als die Schlagzeile suggeriert, laut einer Berechnung, die in den Diskussionen kursiert. Sie kreuzt den Prozentsatz der Stimmen mit der Beteiligungsquote und ergibt eine tatsächliche Unterstützung für Valencianisch von etwa einem Viertel des gesamten Familienregisters. Die genaue Zahl hängt davon ab, wie die Daten pro Schule aggregiert werden, aber die Größenordnung ist diese und taucht in den Gesprächen nach der Bekanntgabe immer wieder auf.

Die Beteiligungsquote von 58,6 % und die Enthaltungsquote von 41,4 % sind für sich genommen die halbe Geschichte. Manche argumentieren, dass Nichtwähler das Ergebnis der Mehrheit akzeptieren und dass es unfair sei, Enthaltungen dem gegnerischen Lager zuzurechnen. Andere entgegnen, dass eine Wahl, bei der vier von zehn Familien nicht teilnehmen, nicht als Wille aller dargestellt werden kann.

Herkunft der Konsultation: Das Gesetz über die Bildungsfreiheit

Sie geht auf ein Wahlversprechen zurück. Im Juni 2024 verabschiedeten PP und Vox das Gesetz über die Bildungsfreiheit, das das Mehrsprachigkeitsgesetz von 2018 aufhob. Das Argument war, einen „Akt der Demokratie und Freiheit“ zu vollziehen und die Sprachplanung, die zuvor die Verwaltung bestimmte, in die Hände der Familien zu legen. So verkaufte die Regierung unter Mazón das Ende des Modells des Botànic-Bündnisses, einer Koalition aus PSPV-PSOE, Compromís und Unidas Podemos, die von 2015 bis 2023 regierte.

Rovira verteidigte, dass die Ergebnisse zeigen, dass die Familien auf „Ausgewogenheit und Zusammenleben“ gesetzt hätten, und betonte, dass „der Pluralismus gegenüber dem Einheitsdenken gewonnen habe“. Er bezeichnete das vorherige Modell zudem als „Fehlschlag“. Die Konsultation fand vom 25. Februar bis zum 4. März statt und war von Kontroversen wegen technischer Probleme und gemeldeter Unregelmäßigkeiten seitens verschiedener Verbände begleitet. Das Ministerium hatte gewarnt, dass die Ergebnisse einige Tage dauern würden; sie wurden bereits am nächsten Tag bekannt gegeben.

Was ändert sich an den Schulen: Linien pro Zentrum und Valencianisch als Fach

Die Änderung erfolgt nicht bezirksweise oder per Dekret, sondern schulweise. Jede Schule führt die Basissprache ein, die ihre Familien gewählt haben. Manche behaupten, dass in Schulen, die sich für Kastilisch entscheiden, Valencianisch nur noch als Unterrichtsfach behandelt wird. Diese Praxis bricht mit dem Modell des Botànic-Bündnisses, bei dem die Verwaltung die Unterrichtssprache festlegte, und kehrt zu einem Schema zurück, das manche als ihre eigene Kindheit beschreiben: Gymnasien mit einer Linie auf Valencianisch und einer auf Kastilisch, Gruppen A und B, und Familien, die ohne Drama wählen. Der Unterschied liegt im Kontext: Jetzt wird die Entscheidung schulweise getroffen und nicht basierend auf einem von oben entworfenen Schulnetzplan.

Das Ergebnis, das nichts abschließt

Mit 579.082 Familien im Register, einem Abstand von etwas mehr als einem Punkt und vier von zehn Nichtwählern: Welche Deutung wird das Bildungsministerium aus einem Ergebnis ziehen, das kaum zwei Hälften unterscheidet?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (238 Antworten).

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