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Valdecarros: 200.000 Einwohner, hohe Dichte, ohne U-Bahn
Valdecarros plant 200.000 Menschen auf 19,28 km² mit einer Dichte von 10.000 Einwohnern pro km², aber ohne U-Bahn-Anschluss und nahe an einer Müllverbrennungsanlage.
Valdecarros: 200.000 Einwohner auf 19,28 km² und keine U-Bahn
Das neue Stadtentwicklungsprojekt Valdecarros im Süden Madrids wird mit einer zentralen Zahl vorgestellt: 200.000 Einwohner auf 19,28 km², wie die Zeitung elEconomista berichtete. In der öffentlichen Debatte wird eine Bevölkerungsdichte von 10.000 Personen pro Quadratkilometer diskutiert, was für viele Teilnehmer fast identisch mit den Werten der spanischen Enklave Ceuta ist. Kritiker weisen darauf hin, dass das Design weder eine U-Bahn- noch eine S-Bahn-Station vorsieht, um die Bewohner morgens abzutransportieren.
Es handelt sich nicht um ein Viertel, sondern um eine ganze Stadt direkt am Rande des Erweiterungsgebiets Vallecas. Der größte Engpass, der bei genauerer Betrachtung hervorsticht, ist jedoch nicht der Immobilienpreis.
Wie hoch ist die Dichte in Valdecarros im Vergleich zu anderen Städten?
Die Berechnungen aus der Debatte ergeben bei 200.000 Einwohnern auf 19,28 Quadratkilometern eine Dichte von 10.000 Einwohnern pro km². Für einige Beobachter reiht sich das Projekt damit unter die dichtesten asiatischen Metropolen ein und gleicht den Werten von Ceuta. Manche argumentieren, dass nur diese Konzentration neue Wohnungen wirtschaftlich tragfähig macht; andere halten dagegen, dass die Infrastruktur im Süden Madrids für eine solche Masse an Menschen nicht ausgelegt sei.
Die Berechnungen sorgten kurzzeitig für Verwirrung, da es während der Diskussion Korrekturen gab, begleitet von humorvollen Bemerkungen über die Rechenkünste der Beteiligten. Es war nichts Dramatisches, sondern eher eine Bestätigung dafür, dass solche Zahlen im Alltagsgeschäft selten vorkommen.
Warum ist der öffentliche Nahverkehr die Schwachstelle des Projekts?
Beobachter des Themas betonen, dass U-Bahn und S-Bahn im ursprünglichen Entwurf fehlen. Das in der Debatte skizzierte Szenario sieht 150.000 Autos vor, die gleichzeitig um acht Uhr morgens über zwei Kreisverkehre auf die bereits gesättigte Autobahn M-40 drängen. Hinzu kommt der kumulative Effekt benachbarter Projekte wie El Cañaveral und Los Berrocales, die in dieselbe Richtung wachsen.
Die häufigste Diagnose lautet Kurzsichtigkeit: Es bräuchte eine weitere äußere S-Bahn-Linie, eine U-Bahn-Ringlinie am Rand sowie Verlängerungen der Linien 1 und 8 bis nach Vallecas. Nichts davon liegt derzeit mit einem konkreten Zeitplan auf dem Tisch.
Was kostet eine Wohnung in Valdecarros?
Hier zeigt sich die Ironie der gesamten Diskussion: Das Wort „Sowjet“ wird für ein Projekt verwendet, dessen Wohnungen laut Schätzungen mancher Teilnehmer 400.000 Euro kosten sollen. Die Bezeichnung verliert ihre Wirkung, sobald der Preis genannt wird. In der Debatte wird erwähnt, dass die Nachfrage teilweise von Menschen getragen wird, die heute 1.200 Euro Miete zahlen oder sich eine Wohnung teilen.
Einige Stimmen behaupten zudem, es sei ein guter Zeitpunkt zum Kauf, da die Wohnungspreise dort in fünf Jahren bei diesen 400.000 Euro liegen werden.
Trockenes Land, Müllverbrennungsanlage und Grünflächen
Der Boden wird als gipsreich und trocken beschrieben. Die aktuelle Landschaft ist eine reine Steppe, und die Bilder von Grünflächen, die oft mit KI generiert wurden, versprechen mehr, als der Boden liefern kann. Als realistisches Vorbild wird der Park von Entrevías genannt, der allerdings auch kein Central Park ist.
Dennoch geben einige zu, dass ausreichend gepflanzte Bäume das visuelle Empfinden verändern können, auch wenn die Landschaft weiterhin arid bleibt. Ein Detail kehrt in der Debatte immer wieder zurück: Eine Müllverbrennungsanlage befindet sich laut einem Teilnehmer nur 500 Meter von den ersten Wohnhäusern entfernt.
Löst dies die Wohnungskrise?
Es gibt eine Strömung, die massives Bauen als einzigen Weg sieht, die Krise zu entschärfen. Dies ist auch die am heftigsten diskutierte Position. Denn wer 1.200 Euro monatlich zahlt oder sich eine Wohnung teilt, möchte primär ein Dach über dem Kopf, nicht unbedingt eine grüne Oase – doch das bedeutet nicht, dass dieses Dach günstig sein wird.
Zur Dichte, zum Transport und zum Preis kommen Aspekte hinzu, die nichts mit Stadtplanung zu tun haben und daher beiseitegelegt werden sollten: Kommentare über Migration und Integration, die in jede Diskussion über neuen Wohnraum eindringen und hier eher als Hintergrundrauschen fungieren.
Der abschließende Vergleich ist nicht mit asiatischen Metropolen gezogen, sondern mit Ceuta: 200.000 Einwohner auf 19,28 km², exakt derselbe Wert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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