User vergleicht Luis Pérez' Stimmen mit Iglesias' Ergebnis 2014

Ein Forenbeitrag stellt Luis Pérez' 800.000 Stimmen Pablo Iglesias' 1,3 Millionen von 2014 gegenüber und thematisiert Abgeordnetengehälter sowie Politikverdrossenheit.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

User vergleicht Luis Pérez' Stimmen mit Iglesias' Ergebnis 2014
User vergleicht Luis Pérez' Stimmen mit Iglesias' Ergebnis 2014

Ein Forennutzer behauptet, dass Luis Pérez bei seinem Debüt bei den Europawahlen 800.000 Stimmen und 4,50 % der Wählerstimmen holte, im Vergleich zu den 1.300.000 Stimmen und 8,00 %, die Pablo Iglesias 2014 zugeschrieben werden. Der Vergleich dient als Warnung: dasselbe Profil eines Außenseiter-Kandidaten, aber nur halb so viel Unterstützung. Auf dem Tisch liegt eine Zahl, die vielen die Augen öffnet: Ein Europaabgeordneter erhält über die fünfjährige Legislaturperiode 2.500.000 Euro.

Die Parallele ist kein Zufall. Iglesias zog mit einer disruptiven Rhetorik und einer im Aufbau befindlichen Parteistruktur ins Europäische Parlament ein. Luis Pérez kommt mit einem anderen Megafon – sozialen Medien und eigenen Kanälen, ohne die kontinuierliche TV-Präsenz, die Ersterer laut mehreren Teilnehmern hatte – und einem Wahldeckel, der vorerst bei der Hälfte liegt. Manche lesen in dieser Lücke eine verfrühte Verurteilung; andere erinnern daran, dass Iglesias' Partei schließlich von ihren eigenen Widersprüchen aufgefressen wurde und dass eine hohe Messlatte nichts garantiert.

Wie viel verdient ein EU-Abgeordneter und warum es debattiert wird

Der Einstieg in Brüssel hat einen wirtschaftlichen Anreiz, den die Debatte selbst auf den Tisch legt: 2.500.000 Euro in fünf Jahren, nach der von einem Forennutzer verwendeten Zahl. Diese Summe wird als Beweis wiederholt, dass europäische Politik ein begehrtes Ziel ist, keine Strafe. Von dort aus spaltet sich die Diskussion.

Eine Strömung behauptet, dass Luis Pérez versprach, sein Gehalt und seine Diäten unter seinen Anhängern zu verlosen, und dass diese Geste ihn vom konventionellen Politiker unterscheidet. Eine andere erinnert daran, dass Spendenversprechen billig sind, bis sie kassiert werden, und dass man zu Europawahlen antritt, um dann deren Nützlichkeit anzuprangern, ein Lehrbuchwiderspruch ist. Das Grundargument: Wenn das Ziel darin besteht, autonome Gemeinschaften abzuschaffen oder die Union zu verlassen, geschieht dies aus der spanischen Regierung heraus, nicht von einem Sitz in Straßburg.

Das Iglesias-Vorbild: von 1,3 Millionen zur Bedeutungslosigkeit

Die Entwicklung von Iglesias' Partei wird als unbequemer Spiegel genutzt. Von 1.300.000 Stimmen 2014 zur aktuellen praktischen Irrelevanz, mit einem Verschleiß, den die Debatte auf interne Drift und die Verwandlung des Projekts in etwas anderes zurückführt. Wer 2014 für Iglesias stimmte und nie wieder tat, sagt es offen: Der anfängliche Enthusiasmus überlebt den Kontakt mit der Macht nicht.

Dies ist die Warnung an Luis Pérez: dasselbe Profil, halbe Stimmenzahl und eine Partei, die noch keine Struktur bewiesen hat. Auch der Kontextunterschied wird hervorgehoben: Iglesias hatte Medien und Zeit; Luis Pérez hat nur soziale Netzwerke, und trotzdem holte er 800.000 Stimmen. Die optimistischste Berechnung sieht Spielraum für Wachstum; die pessimistische sieht eine niedrige Decke und ein Ablaufdatum.

VOXs Verschleiß und das Wählen mit zugehaltener Nase

Das Gespräch wendet sich der Partei zu, die den rechten Raum besetzt. VOX hat seine Versprechen, die EU zu verlassen oder autonome Gemeinschaften abzuschaffen, beiseitegelegt, laut der Analyse eines ehemaligen Mitglieds im Forum. Wer Mitglied war und austrat, erzählt es ohne Umschweife: Man wählt weiterhin mit zugehaltener Nase und zusammengekniffenen Backen, mehr um den Gegner zu schädigen als aus Überzeugung.

Die Diagnose ist hart: Nimmt man Abascal Abtreibung, Separatismus und illegale Einwanderung weg, bleibt PP 2.0 übrig, so derselbe Nutzer. Der Vergleich mit Luis Pérez ist unmittelbar: Auch er hat nicht detailliert, was er mit regionalen Kompetenzen oder mit Brüssel jenseits der Korruption tun würde. Und Korruption füllt zwar wichtig, aber kein Programm.

Die lebenslange Pension, die niemand zurückgibt

Die Debatte über öffentliche Vergütung bleibt nicht auf Europa beschränkt. Ein Minister, der nur einen Tag lang vereidigt wird, hat Anspruch auf eine lebenslange Ruhestandsvergütung von 80 % des Jahresgehalts, gemäß der von einem Forennutzer zitierten Norm. Die Empörung ist parteiübergreifend: Der Politiker bekommt gleich viel bezahlt, ob er einen Tag oder vier Jahre im Amt bleibt.

Daraus ergibt sich das am häufigsten wiederholte Argument gegen die politische Klasse: Politiker werden nichts für uns tun. Die Verdrossenheit macht keinen Unterschied zwischen den Parteibezeichnungen. Der Wähler, der von Iglesias zu VOX und von VOX zur Enttäuschung wechselte, fasst den Weg eines Teils der Wählerschaft zusammen: Er unterstützte den, der versprach, den Bipartidismus zu brechen, dann den, der versprach, das Vaterland zu verteidigen, und endete damit, gegen jemanden statt für etwas zu stimmen.

Was geschah mit Frente Obrero und anderen Alternativen

Das Gespräch prüft auch jene, die draußen blieben. Frente Obrero erhielt in Spanien 0,37 % der Stimmen, laut Daten eines Forennutzers, ein Ergebnis, das die Erwartungen derer entkräftet, die es als Bedrohung darstellten. Die Zahl dient als Erinnerung: Radikale Rhetorik ohne Struktur oder Medienreichweite funktioniert nicht.

Die allgemeine Bilanz ist die eines Systems, das Herausforderungen absorbiert. Die Mehrheit der Wähler stimmt weiterhin für traditionelle Parteien basierend auf ihrer sozialen Klasse und Präferenzen, so die Meinung eines Teilnehmers, und antietablierte Kandidaturen überschreiten selten drei oder vier Millionen Stimmen im Höhepunkt. Unzufriedenheit existiert, führt aber nicht zu ausreichend Sitzen, um etwas zu ändern.

Reichen 800.000 Stimmen, um einen Sitz und 2.500.000 Euro zu rechtfertigen, oder ist Iglesias' Messlatte von 2014 immer noch das Maß dafür, was man von einem Neuling erwarten kann?

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (120 Antworten).

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