US-Vertreter listet Enteignungen durch Castro bei UN auf

Ein US-Vertreter zählt bei der UN Enteignungen des kubanischen Regimes auf, woraufhin Kuba den Redner mehrfach zur Ordnung ruft.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

US-Vertreter listet Enteignungen durch Castro bei UN auf
Die Rede, die Kubas Vertreter bei der UN sprachlos machte

Ein US-Vertreter ergreift das Wort in einem UN-Ausschuss. In den ersten Minuten zählt er auf, was seiner Ansicht nach die Bilanz von Castros Herrschaft über Kuba war: jahrzehntelange Opfer, die der Bevölkerung abverlangt wurden, Enteignung von Land und Unternehmen, Beschlagnahmung von Ersparnissen sowie die Inhaftierung von Afro-Kubanern und Homosenshomo in Arbeitslagern. Die kubanische Delegation ruft den Redner mehrfach zur Ordnung und empfindet seine Worte als beleidigend für ihre Regierung. Berichten zufolge verlässt die Delegation den Saal, während die Rede weitergeht.

Das Narrativ der „Blockade“ bröckelt, wenn jemand die Bilanz der enteigneten Vermögenswerte auf den Tisch legt. Die These des Sprechers ist einfach: Dieses Geld ist nicht verschwunden. Er spricht etwa in Minute 11 oder 12 über humanitäre Hilfe und detailliert das Schicksal von Gütern und Immobilien. Es ist kein neuer Vorwurf, aber ein unbequemer, wenn er in einem multilateralen Forum mit offenem Mikrofon geäußert wird.

Was dem kubanischen Regime in der Rede vorgeworfen wird

Das Inventar des US-Vertreters lässt niemanden ungeschoren: Ländereien, Unternehmen und andere Vermögenswerte, die nach Castros Machtergreifung enteignet wurden, gestohlene Immobilien, beschlagnahmte Ersparnisse und Gefangenenlager für Afro-Kubaner und Homosenshomo. Dies sind Fakten, die Teile der Geschichtsschreibung seit Jahrzehnten dokumentieren und die vom UN-Podium wie ein Urteil klingen.

Die Reaktion der kubanischen Kommission war vorhersehbar: Zurufe zur Ordnung und die Einstufung der Worte als beleidigend. Es gab keine Gegenargumente zu den Zahlen. Auch nicht zu den Namen. Nur die institutionelle Geste derer, die bestimmte Dinge nicht im Protokoll haben wollen.

Die Reaktion des Saals und der Auszug der Vertreter

Abseits des Inhalts ist das Spektakel das einer Delegation, die aufsteht. Wütend, heißt es in den kursierenden Beschreibungen. Die Szene erinnert an andere Ausrutscher in internationalen Gremien, doch hier ist der Auslöser keine Abstimmung oder Resolution: Es ist eine Rede, die Zahlen liefert, wo andere nur Parolen rufen.

Manche behaupten, solche Interventionen änderten nichts. Dass die UN ein Theater sei und jede Delegation mit auswendig gelerntem Skript komme. Möglich. Aber das Video der Rede ist ohne Übersetzung verständlich, und das ist in Zeiten kurzer Clips mehr wert als eine Resolution.

Hispanität als Ausrede und das fehlende Geld

In der anschließenden Diskussion taucht ein wiederkehrendes Argument auf: dass die Amerikaner sich über die kubanische Hispanität ärgern. Das ist eine Ablenkung. Die Rede handelt nicht von Hispanidad. Sie handelt von Immobilien, Ersparnissen und Gefangenenlagern. Diese beiden Dinge zu verwechseln ist bequem, beantwortet aber keinen der Vorwürfe.

Der unangenehmste Punkt ist die humanitäre Hilfe. Wenn das Geld aus Enteignungen und Überweisungen nicht verschwunden ist, wo ist es dann? Der Sprecher erwähnt dies um Minute 11 oder 12. Die Frage schwebt im Raum.



Am Ende ist der beunruhigende Fakt nicht der Auszug. Es ist, dass es auch Jahrzehnte später noch nötig ist, auf ein internationales Podium zu steigen, um daran zu erinnern, dass Land, Unternehmen und Ersparnisse die Hände wechselten, ohne dass sie zurückgegeben wurden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).

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