US-Reaktion auf russischen Atomschlag: Konventionelle Vergeltung

Die Debatte geht davon aus, dass die USA auf einen nuklearen Angriff Russlands konventionell in der Ukraine und auf der Krim reagieren würden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

US-Reaktion auf russischen Atomschlag: Konventionelle Vergeltung
Wenn Russland eine Atomwaffe einsetzt, antworten die USA: So sieht das Szenario aus

In der Debatte wird angenommen, dass ein nuklearer Angriff Russlands schwerwiegende Folgen hätte. Das am häufigsten diskutierte Szenario ist kein atomarer Austausch, sondern eine konventionelle Antwort, die darauf abzielt, die in der Ukraine eingesetzte russische Armee zu zerstören, einschließlich der Krim. Auf dem Papier klingt das überzeugend. In der Praxis weiß niemand, ob das Bluff hält.

Es gibt sogar eine Szene, die unter einer Lupe des Schwarzen Meeres passt: die Schlangeninsel, ein Felsen, den einige ins Zentrum einer Hypothese eines nuklearen Angriffs aus submariner Herkunft stellen. Es ist die kinematografischste Version einer Angelegenheit, die eigentlich um etwas anderes geht: ob Washington bereit ist, zu bestrafen, ohne die Büchse der Pandora zu öffnen.

Welche Antwort wird erwogen, wenn Russland die Bombe einsetzt?

Der Washington zugeschriebene Ansatz ist eindeutig: Wenn Moskau diese Linie überschreitet, würde die Vergeltung mit nicht-nuklearen Waffen erfolgen. Das erklärte Ziel wäre die Gesamtheit der russischen Streitkräfte auf ukrainischem Gebiet, einschließlich der Krim. Die Logik ist die übliche Abschreckungslogik: genug bestrafen, damit die Kosten jeden Gewinn übersteigen, ohne den Atombutton zu drücken.

Dieser Nuance betonen viele. Die Antwort wäre keine zweite Sonne am Himmel, sondern eine konventionelle Prügel. Das Problem ist, dass dieses Skript noch nie getestet wurde, und wer es schreibt, kontrolliert nicht das nächste Kapitel.

Warum wird diskutiert, ob die USA bluffen?

Hier spaltet sich die Analyse. Eine Strömung behauptet, die USA bewegten sich nicht im Bereich leerer Drohungen: Wenn es Nukes gibt, antworten sie. Eine andere erinnert daran, dass genau Washington Bomben gegen Zivilisten geworfen hat, während der Rest nur nachahmt, ohne sich zu trauen. Die Ironie schärft sich von selbst.

Mittendrin steht die unbequemeste These: Der einzige, der die Karten auf den Tisch gelegt hat, war Moskau, und dazu mit fragwürdigen Ergebnissen. Das heißt, das Risiko ging derjenige ein, der es am schlechtesten spielt.

Vom nuklearen Apokalypse zur False Flag Operation

Das apokalyptische Szenario hat seinen eigenen Abschnitt: Wenn Atomwaffen eingesetzt werden, wäre die Eskalation unaufhaltsam und die letzten Dinge auf der Erde wären Mikroorganismen. Dies ist die am wenigsten diskutierte Version, weil sie keine Nuancen zulässt.

Die andere Version ist die verschwörungstheoretische und kursiert stark: Dass die Explosion nicht von Russland stammt, sondern eine False-Flag-Operation ist, um Moskau die Schuld zu geben und die Vergeltung zu rechtfertigen. Es werden Präzedenzfälle zitiert, die in der Debatte als sicher gelten – Sabotageakte und Massaker, die ohne schlüssige Beweise zugeschrieben wurden –, und gewarnt, dass der nächste Schritt eine Explosion sein könnte, die dem Kreml angelastet wird. Zur Erinnerung: Dies ist ein Verdacht, kein bestätigter Fakt.

Die Größe der drei Akteure: 329, 60 und 150 Millionen

Bei der Einschätzung, wer mehr riskiert, wiederholt sich eine Berechnung: Die Vereinigten Staaten haben 329 Millionen Einwohner, das Vereinigte Königreich etwa 60 Millionen und Russland rund 150 Millionen. Mit diesen Zahlen schließen einige, dass das Risiko ungleich verteilt ist und Europa als Schild dienen würde, während Washington auf der anderen Seite des Atlantiks entspannt bleibt.

Daraus resultiert die grundlegende Beschwerde: Dass die USA in diesem Terrain nichts zu verlieren haben und die katastrophalen Folgen erneut von den Europäern getragen würden.

Lyman, Charkiw und die Waffe, die niemand nennen will

Während über das Nukleare diskutiert wird, bewegt sich die Front weiter. Der Abzug der russischen Flagge in Lyman und Zweifel an Charkiw nähren den Sarkasmus bei denen, die seit Monaten die Rolle von vier Kanonen und zwei HIMARS-Systemen verspotten. Das Kleingedruckte der Debatte – Zahlen, Hypothesen und Repliken – findet sich im Originalmaterial und lädt zum ruhigen Lesen ein.

Und dann kommt die Referenz, die niemand schriftlich festhalten will: 1945. Hiroshima und Nagasaki. Seitdem hat kein Staat die Bombe wieder eingesetzt. Dies ist die Tatsache, die verwirrt, weil sie sowohl denen recht gibt, die glauben, dass sie nie eingesetzt wird, als auch denen, die fürchten, dass das Tabu kurz vor dem Bruch steht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (113 Antworten).

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