US-Flugzeugträger und 8 Milliarden Dollar Waffen für Israel

Die USA entsenden ihren mächtigsten Flugzeugträger ins Mittelmeer und liefern Israel Waffen im Wert von 8 Milliarden Dollar. Die Angst vor einem regionalen Krieg kehrt zurück.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

US-Flugzeugträger und 8 Milliarden Dollar Waffen für Israel
Flugzeugträger und 8 Milliarden in Waffen: Der kommende Krieg

Wie viel des nächsten Krieges ist bereits im Ölpreis eingepreist? Das Gespenst des Dritten Weltkriegs kehrt in die wirtschaftliche Analyse zurück, begleitet von einem konkreten Bild: Eine US-Marinekampfgruppe auf dem Weg ins östliche Mittelmeer und 8 Milliarden Dollar Militärhilfe für Israel, die laut kursierenden Gerüchten nicht als Bargeld, sondern als Waffen geliefert werden. Die israelische Armee teilte mit, dass Washington sie gewarnt habe, dass ihre Schiffe und Flugzeuge, koordiniert durch den Carrier Strike Group 12, bereit seien, an Kampfoperationen an der Seite Israels teilzunehmen, falls ein Mehrfrontenkrieg ausbricht. Ab hier wählt jeder seinen eigenen Apokalypse-Szenario.

Der militärische Aufmarsch, der Alarmglocken läutete

Die Fakten auf dem Tisch sind kein Stammtischgerücht. Manche beschreiben einen nuklear betriebenen Flugzeugträger als das mächtigste Schiff der US-Flotte, mit einem zweiten im Anmarsch. London liefert Waffen und stellt zusätzliche Kriegsschiffe und Flugzeuge zur Verfügung. Laut einer Interpretation der Diskussion hat Israel seine Rhetorik geändert: Statt damit zu drohen, Irans Atomanlagen zu bombardieren, ruft es nun nach Unterstützung durch seinen Verbündeten im Falle eines Angriffs. Und schwebend über allem, ohne einen einzigen Beweis, liegt der Verdacht, dass öffentliche Amtsträger Positionen bei Rüstungsunternehmen verschoben haben könnten, bevor der Aufmarsch begann – eine Anschuldigung, die in den Raum gestellt wird, aber von niemandem dokumentiert ist.

Parallel dazu wird behauptet, Saudi-Arabien habe den diplomatischen Kanal zu Israel abgebrochen, nachdem ein israelischer Angriff auf libanesischem Gebiet sechs Journalisten getötet hatte. Dies sollte man als das betrachten, was es ist: eine zirkulierende Behauptung ohne unabhängige Bestätigung.

Warum glaubt ein Teil der Analysten, dass nichts passieren wird?

Die gegenteilige These ist alt und langweilig: Abschreckung. „Der Flugzeugträger wurde entsandt, um abzuschrecken. Das ist logisch, das ABC jeder Armee, die geopolitisch ein Territorium kontrollieren will“, fasst eine der am häufigsten wiederholten Positionen zusammen, für die all dies der Murmeltiertag der apokalyptischen Vorhersagen ist. Manche fügen ein materielles Argument hinzu: Mit 17 Tagen Benzin kann man nicht einmal Venezuela angreifen. Kein Land in der Region, so die Argumentation, sei in der Lage, einen Weltkrieg auszulösen; Israel und die USA würden ihn innerhalb weniger Wochen beenden. Die Antwort auf dieses übermäßige Vertrauen kommt in Form eines kurzen Satzes: So ist es, bis es nicht mehr so ist.



Im Grunde pulsiert eine ehrlichere Frage unter allen anderen: Wenn Abschreckung funktioniert, warum wird jede Krise mit mehr Waffen am selben Ort gelöst?

Öl diktiert: Konflikte entstehen dort, wo Reserven liegen

Ein anderer Ansatz verschiebt den Fokus. Es geht nicht um Religion oder Grenzen, sondern um Rohöl. „Alle Konflikte dort, wo es Ölreserven gibt – Zufall?“, fasst eine Analyserichtung zusammen, die auf das Energieziel und die Möglichkeit hinweist, dass der Peak Oil bereits überschritten sein könnte. Mit Öl in angelsächsischer Hand, so das Argument, würde man der nahenden Depression entkommen und klar machen, wer auf dem Schachbrett das Sagen hat. Dies ist die stärkste ökonomische Lesart und diejenige, die sich am wenigsten auf offizielle Stellungnahmen stützt: Sie passt gut zur Intuition, schlecht zur Buchhaltung.

BRICS, der 1. Januar und der Kampf um die Weltordnung

Das geopolitische Gegenargument hat im Thread ein festes Datum: den 1. Januar, wenn nach dieser Lesart neue Länder den BRICS beitreten, darunter Saudi-Arabien, Iran und Ägypten. Mit diesem erweiterten Block und einer gemeinsamen Anerkennung Palästinas argumentieren manche, dass die USA ihre Optionen ausschöpfen und Israel ohne seinen militärischen Schutzschirm keine Woche überleben würde. Die Lagerbildung in der Diskussion – arabische Länder, Russland, China und Serbien versus USA, EU, Ukraine, Israel und Japan – lässt die Nichtblockfreien als Gewinner hervorgehen, einschließlich Indien und Südamerika. Die Replik vom anderen Ufer ist kurz: Nicht in deinen kühnsten Träumen.

Der Brief von 1871 und der Plan, den niemand beweist

Keine Debatte über Kriege endet ohne ihre Verschwörungsebene. Taucht ein Brief auf, der Albert Pike aus dem Jahr 1871 zugeschrieben wird, in dem drei aufeinanderfolgende Weltkriege angekündigt werden sollen, der letzte gefördert durch politische und religiöse Interessen und darauf abzielen soll, das Christentum auszulöschen. Er wird als Beweis für einen schriftlichen Plan zitiert, ebenso wie Think-Tanks und das Zitat von Davos als Gehirne einer Roadmap genannt werden. Nichts davon kommt mit verifizierbarer Dokumentation: Es sind unbelegte Behauptungen, und so müssen sie gelesen werden. Ein anderer Teil der Analyse driftet hin zur Angst vor internen sozialen Spannungen in Europa, einem Terrain, auf dem die Diskussion eher Meinung als Fakt wird.

Was wirklich den Preis bewegt

Jenseits des Lärms sind die Daten, denen man folgen kann, jene des Transports und des Öls. Flüge von Militärladungen in die Region und Bewegungen von Marizainuppen sind Signale, die die Märkte lesen, noch bevor irgendwelche Stellungnahmen herausgegeben werden. Wenn sich das Szenario verschlechtert, wird die Energierisikoprämie in Benzinpreisen, Frachtraten und Seetransportversicherungen bezahlt. Wenn es sich nicht verschlechtert, bläht sich die Prämie ab und bleiben nur Fotos übrig. Diese Differenz – was heute für ein Risiko bezahlt wird, das noch nicht eingetreten ist – ist das Einzige, was in der gesamten Diskussion quantifizierbar ist.

Fazit. Über dieses Thema ist fast alles geschrieben worden, und fast alles ist schlecht gealtert. Die Oktober-Prognosen trafen ein oder auch nicht, je nachdem, wer sie zählt, die Lager bilden sich immer noch nicht, und der Flugzeugträger segelt weiterhin nirgendwohin im Besonderen. Bleibt der übliche Trost: Wenn am Ende der Dritte Weltkrieg ausbricht, hat zumindest jemand frei bekommen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (180 Antworten).

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