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Torrente presidente: 150.000 Vorverkäufe in Spanien
Santiago Seguras neue politische Parodie Torrente presidente knackt in Spanien die 150.000-Tickets-Marke vor dem Kinostart.
Torrente presidente knackt 150.000 Vorverkäufe vor dem Kinostart
Santiago Segura hat eine politische Parodie in ein Kinophenomen verwandelt, noch bevor sie überhaupt in den Kinos läuft. Die Vorverkäufe für Torrente presidente haben laut vorliegenden Informationen die Marke von 150.000 verkauften Tickets vor dem Premierentermin überschritten. Diese Zahl ist nicht nur anekdotisch: Sie positioniert den Film so, dass er in Spanien Rekordumsätze erzielen könnte, sofern die Mundpropaganda anhält. Und das alles mit einer Besetzung, die bereits vor der ersten Projektion für Kontroversen gesorgt hat.
Der Film kommt mit einem Reiz daher, den Segura unverblümt ausgenutzt hat: Cameos von Persönlichkeiten, die mit Korruptionsfällen in Verbindung stehen. Dem Regisseur wurde Koldo (eine Person aus einem aktuellen spanischen Skandal) eine Rolle beim Bratwurstbraten angeboten und Ábalos eine weitere mit Prostituierten, so die kursierenden Informationen. Die Provokation ist kalkuliert, und das Publikum weiß es. Die Frage ist nicht mehr, ob der Film gut oder schlecht sein wird, sondern wie lange es dauern wird, bis die Realität das Drehbuch in den Schatten stellt.
Woher das Torrente-Phänomen kommt
Die Saga ist seit Jahren eine sichere Bank an den Kinokassen. Sie wird in Ländern wie Ungarn, Bulgarien und weiten Teilen Südamerikas verfolgt – Märkte, in denen Torrentes derber und lebensnaher Humor ein Publikum erreicht, das keine Übersetzung braucht, um den Charakter zu verstehen. Diese internationale Basis, kombiniert mit dem heimischen Zug, erklärt den Erfolg der Vorverkäufe. Es gibt Stimmen, die behaupten, der Film wird Segura immens reich machen, und die vorläufigen Zahlen sprechen dafür.
Der kommerzielle Erfolg hat eine offensichtlich politische Komponente. Der Film erscheint in einem Kontext, in dem institutioneller Verschleiß und Korruptionsfälle die Desillusionierung der Bürger befeuern. Segura erklärte, das Niveau der Politik „sei stark gesunken“ und es gäbe „sehr eklatante Korruptionsfälle“. Das ist für ihn kein neues Thema, aber es kommt zum profitabelsten Zeitpunkt.
Der Song, der bereits wie ein Slogan klingt
Der Soundtrack hat dem Feuer noch Öl gegeben. Das Werbstück zu Torrente presidente enthält eine Strophe, die immer wieder wiederholt wird: „Mit Almosen und Renten gewinnt man Wahlen“. Der Satz fungiert sowohl als Zusammenfassung des satirischen Winkels des Films als auch als kalkulierte Provokation. Das ist kein unwichtiges Detail: Es macht aus einer Komödie einen Kommentar über das System der elektoralen Anreize.
Die Reaktion des Publikums war unmittelbar. Die einen sehen in dem Film eine notwendige Karikatur, die anderen fürchten, dass die Premiere am Ende einem unfreiwilligen Dokumentarfilm gleichen wird. Die Diskussion darüber, ob die Fiktion die Realität übertreffen wird oder nicht, ist zu einem Genre für sich geworden.
Das Risiko, dass die Realität das Drehbuch schlägt
Das am häufigsten wiederholte Argument ist, dass die spanische politische Realität ein Niveau an Absurdität erreicht hat, das keine Parodie mehr erreichen kann. „Ich glaube nicht, dass es die Realität übertrifft“, lautet eine der verbreitetsten Meinungen. Eine andere Strömung geht weiter: Der Film wird die Realität nicht nur nicht übertreffen, sondern „er wird sehr, sehr weit dahinter zurückbleiben“. Es ist eine Art zu sagen, dass das Land bereits einen Vorsprung hat.
Diese Spannung zwischen Komödie und Chronik hat einen paradoxen Effekt. Je übertriebener der Film erscheint, desto plausibler wirkt der Hintergrund. Und je plausibler er ist, desto unangenehmer wird es. Der Humor von Torrente hat schon immer so funktioniert: Er übertreibt das, was bereits existiert, damit der Zuschauer das Original wiederkennt.
Das Geschäft hinter der Figur
Abgesehen vom politischen Lärm ist Torrente presidente eine gut konzipierte kommerzielle Operation. Der Vorverkauf, der Werbesong und die kontroversen Cameos sind Teil einer Strategie, die darauf abzielt, die Aufmerksamkeit vor der Premiere zu maximieren. Segura hat über Jahre bewiesen, dass er weiß, wie man Kontroversen in Ticketverkäufe verwandelt. Dieses Mal wird ihm das Ausgangsmaterial leichter als je zuvor gemacht.
Es bleibt abzuwarten, ob die Mundpropaganda das anfängliche Tempo hält oder ob das Interesse des Publikums nur eine Randnotiz bleibt. Fest steht: Der Film hat bereits den ersten Kampf gewonnen: den um die Aufmerksamkeit. Und in der Filmindustrie ist dieser Kampf meist der teuerste, den man gewinnen muss.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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