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Urteile im Koldo-Fall bedrohen Spaniens Premier Sánchez
Haftstrafen von bis zu 24 Jahren für Ábalos und Koldo, doch Aldama kommt dank Kronzeugenregelung mit zwei Jahren davon. Seine Aussage könnte Pedro Sánchez belasten.
Die Strafen im Koldo-Fall öffnen die Tür für Kronzeugen, die auch Sánchez belasten könnten
Der Oberste Gerichtshof Spaniens bereitet das Urteil im Maskenfall vor. Nach den durchgesickerten Informationen drohen José Luis Ábalos zwischen 10 und 14 Jahren Haft (davon wären 6 bis 9 anzutreten), Koldo García zwischen 8 und 11 Jahren (etwa 5-6 effektiv), und Víctor de Aldama, der geständige Vermittler, könnte dank seiner Kooperation mit der Justiz mit kaum zwei Jahren davonkommen. Der leitende Staatsanwalt Alejandro Luzón hob seine Mitwirkung hervor, und das Gericht erwägt, seine Strafe auf das Minimum zu reduzieren.
Der Aldama-Effekt: Wer singt als Nächster?
Der Kern der Debatte liegt in der Botschaft, die ein so mildes Urteil für Aldama sendet: Wer kooperiert, kommt glimpflich davon. Namen wie Santos Cerdán oder Leire Díaz geraten nun ins Visier. Sollte einer von ihnen belegen können, dass Pedro Sánchez die Geschäfte persönlich angeordnet hat, könnte die PSOE (Spaniens Sozialistische Partei) ein Erdbeben erleben. Im Thread wird spekuliert, dass eine strategische Kronzeugenaussage, ausgehandelt mit der Staatsanwaltschaft, den Angeklagten freikommen lassen könnte – im Gegenzug für die Belastung des Regierungschefs.
Die Begnadigung als Alternative: der Spatz in der Hand oder die Taube auf dem Dach
Die andere Option für die Verurteilten ist, zu schweigen und darauf zu hoffen, dass Sánchez weiterhin in Moncloa (dem Amtssitz des Premierministers) regiert und sie begnadigt. Doch ein rechtskräftiges Urteil verengt den Spielraum: Kommt es, bevor Sánchez begnadigen kann, wächst die Versuchung zu reden. Der Oberste Gerichtshof hat bereits das erste rechtskräftige Urteil gegen das Umfeld der Regierung gefällt, und die gerichtliche Darstellung entlarvt das Netzwerk. Wie eine Analyse anmerkt, ist das Versprechen einer Begnadigung weniger sicher als eine sofortige Strafmilderung für Kooperation.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Entscheidet sich ein Angeklagter zu reden, kann sich das politische Spielfeld komplett drehen. Tut er es nicht, atmet die PSOE erleichtert auf – doch der Schatten der Korruption bleibt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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