Unternehmer weigert sich, 200.000-Euro-Hypothek seiner Frau zu unterschreiben

Ein spanischer Unternehmer verweigert die Mitunterzeichnung einer 20.000-Euro-Hypothek für eine Immobilie in einer Kleinstadt, was zu einem Streit mit seiner Frau führt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Unternehmer weigert sich, 200.000-Euro-Hypothek seiner Frau zu unterschreiben
Ein Dorf, zwei Gehälter und eine Hypothek, die er nicht unterschreibt

Sie hat eine unbefristete Stelle, keine Schulden und sogar Ersparnisse. Er führt ein Unternehmen, das kurz vor dem Bankrott stand, und weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, ohne Geld und mit Schulden zu leben. Und er ist es, der sich weigert zu unterschreiben. An diesem Schnittpunkt — zwischen dem abgesicherten Gehalt der Frau, die eine Hypothek aufnehmen will, und dem Kleinunternehmer, der bereits den Abgrund gesehen hat — findet eine häusliche Diskussion mit allen Zahlen auf dem Tisch statt. Der Auslöser ist konkret: eine Dreizimmerwohnung zwischen 160.000 und 200.000 Euro in einem Dorf mit 10.000 Einwohnern und ein neues Auto für 23.000 Euro plus Zinsen. Seine Antwort ist ein klares Nein: „Ich unterschreibe keine Hypothek und keinen Kredit bei irgendjemandem; wenn sie sich hypothekarisch absichern will, soll sie das alleine machen.“ Der Streit dauert nun schon sechs Monate an.

Was kostet eine Wohnung in einem Dorf mit 10.000 Einwohnern?

Die Zahlen, mit denen das Paar hantiert, sind keine aus der Hauptstadt, sondern aus einer kleinen Gemeinde. Dreizimmerwohnungen bewegen sich zwischen 160.000 und 200.000 Euro; Einfamilienhäuser, alle mit Treppen, zwischen 200.000 und 300.000. Dem Bericht zufolge sind die Preise seit dem Platzen der Blase um 40 % gefallen. Er hingegen sieht darin keine Chance: Er behauptet, sie seien immer noch „verdammt teuer“ und könnten in zehn Jahren weitere 40 % verlieren. In seiner Logik ist der heutige Kauf keine Investition, sondern das Verbrennen von Ersparnissen.

Hier beginnt die Uneinigkeit. Eine Dreizimmerwohnung erscheint ihm für die Familie unzureichend; ein Einfamilienhaus für 300.000 Euro eine Belastung. Und er fügt einen Faktor hinzu, der fast nie in diesen Gesprächen vorkommt: die Möglichkeit, in einigen Jahren Immobilien zu erben, was den Kauf zu einer zweiten Immobilie machen würde, die man instand halten muss. Sein Kompromissvorschlag ist ebenfalls unkonventionell: Wenn sie kauft, wird er Miete zahlen oder ihr einen Teil außerhalb des Darlehens zukommen lassen.

Die Kalkulation der Debatte: Ein Rückgang von 3 % sind 6.000 Euro pro Jahr

Das Argument gegen die Hypothek ist nicht ideologisch, sondern arithmetisch, und er schlüsselt es Posten für Posten auf. Bei einer Immobilie von 200.000 Euro behauptet er, dass ein jährlicher Rückgang von 3 % einem Betrag von 6.000 Euro entspricht, also 500 Euro pro Monat. Wenn der Rückgang 6 % erreicht, schießt die Zahl auf 12.000 Euro pro Jahr hoch: tausend Euro monatlich, was der Miete einer ordentlichen Wohnung entspricht. Mit diesen Zahlen lässt sich das Mantra, dass Miete Geldverschwendung sei, nur schwer halten.

Und hier liegt die Falle in der Argumentation: Alles hängt davon ab, ob der Preisverfall tatsächlich eintritt. Wenn die Preise wieder steigen, verliert derjenige, der wartet. Es ist das Risiko, das der Immobilien-Skeptiker eingeht, und genau das, was seine Frau nirgends sieht.

Ein Schlagabtausch zwischen zwei Wirtschaftswelten, die nicht mehr dieselbe Sprache sprechen

Unter dem Familienstreit liegt ein Zusammenprall von Welten, der über dieses Paar hinausgeht. Auf der einen Seite der geschützte öffentliche Dienst: Ein Teil der Analyse besagt, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst kaum Anpassungen gespürt haben, und weist darauf hin, dass die einzige Beeinträchtigung die Verschiebung eines Sonderzahlungsanteils war, der letztlich ausgezahlt wurde. Auf der anderen Seite das kleine Unternehmen und die exponierten öffentlichen Dienste. Ein Feuerwehrmann berichtet, dass er ein ERE (ein kollektives Entlassungsverfahren) mit Kündigungsschreiben erlebte, eine Gehaltssenkung von 15 % und den Wegfall einer Sonderzahlung.

In der Mitte die Selbstständigen. Es gibt jene, die sich erinnern, dass Maurer während des Booms 3.000 Euro im Monat verdienten, während andere sich die Nächte um die Ohren schlugen, um für Staatsprüfungen zu lernen. Und es gibt jene, die berichten, dass sie heute mit dem Rücken zur Wand stehen: Ein 46-jähriger Selbstständiger berichtet von einem drohenden Herzinfarkt durch Stress und Steuerrechnungen von 3.000 bis 4.000 Euro pro Quartal. Was sich in der Analyse wiederholt: Der durchschnittliche spanische Unternehmer ist nicht der Besitzer einer großen Kette, sondern jemand, der überlebt und dabei vier Gehälter finanziert.

Das 23.000-Euro-Auto, das nie gekauft wurde

Die erste Herausforderung war das Auto. Sie hat eines, das sie kaum nutzt und in bestem Zustand ist, mit einem geschätzten Wert von etwa 6.000 Euro, und sie wollte ein größeres auf Kredit. Er stellte sich quer. Drei Monate nach Beginn der Diskussion wurde das neue Auto gestrichen und die Wohnungssuche wurde fortgesetzt, aber unter anderen Bedingungen: Man schaut „entspannter“, ohne eine Entscheidung zu treffen. Der Schlagabtausch hält an, und die Seite, die darauf besteht, hat noch nicht aufgegeben.

Ist Miete Geldverschwendung?

Das ist der Satz, der fast jeden Impulskauf auslöst, und den er mit einer unbequemeren Idee entkräftet: ohne Schulden zu leben, ist das bestmögliche Vermögen. Wer einen Bankrott erlebt hat, sieht die Hypothek nicht als Investition, sondern als eine Kette mit absehbarem Ende. Und in einem Land, in dem Trennungen häufig sind, warnen manche davor, dass ein von zwei Personen unterzeichnetes Darlehen zum schlimmsten Begleiter bei einer Scheidung wird.

Er hat seine Bedingung bereits auf den Tisch gelegt: Er unterschreibt nicht. Wenn sie will, soll sie die Hypothek alleine aufnehmen. Von diesem Punkt an hängt das Ergebnis von etwas ab, das kein Rechenblatt messen kann und das keine Senkung des Euribor lösen kann.

Wie viele dieser Diskussionen werden durch Überzeugung gelöst, und wie viele halten einfach so lange an, bis eine der beiden Parteien es leid ist, zu fragen?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (103 Antworten).

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