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Ukraine erobert Lyman zurück und rückt auf Kreminna vor
Ukraine befreit Lyman: Schätzungen zufolge sind 2.000 bis 3.500 russische Soldaten eingekesselt. 16 HIMARS-Systeme verschoben die Waage.
Lyman fällt – Moskau spricht von Rückzug in günstigere Positionen
Die einzige Straße aus Lyman, die O-0528, lag bereits unter ukrainischem Artilleriefeuer, bevor Moskau irgendetwas zugab. Der Rest war ein Countdown. Russische Kolonnen, die versuchten, über diese Route zu entkommen, taten dies in zivilen Fahrzeugen und wurden abgefangen, wie Berichte während des Tages besagten. Laut Beschwerden in prorussischen Kanälen trafen die Verstärkungen, die die Position halten sollten, nie ein. Die Stadt, die Russland im Mai eingenommen hatte, fiel in ukrainische Hände – zusammen mit einem strategischen Brückenkopf für die Offensive Richtung Luhansk.
Was ist in Lyman passiert?
Lyman hörte auf, ein stabiler Frontpunkt zu sein, und wurde zur Falle. Schätzungen im Umfeld der ukrainischen Streitkräfte sprachen von 2.000 bis 3.500 russischen Soldaten innerhalb des Kessels, verteilt auf die 20. Combined Arms Army, die BARS-Reserve und Milizen der selbsternannten Republik Luhansk. Der einzige Ausweg – die Straße O-0528 – war von Artillerie gedeckt, sodass jeder Versuch, Einheiten zu verstärken oder abzuziehen, sofort unter Feuer geriet.
Das russische Verteidigungsministerium bestätigte das Ergebnis auf seine Weise: „Aufgrund der Gefahr einer Einkesselung wurden die verbündeten Truppen aus Krasny Liman in günstigere Positionen zurückgezogen.“ Weder Niederlage noch Kapitulation: Rückzug in günstigere Positionen. Diese Formulierung stand im Widerspruch zu den Berichten prorussischer Kanäle, die von ausgebliebenen Verstärkungen und einem Kommando sprachen, das die Kontrolle über den Zeitplan verloren hatte.
Kadyrovs Kritik an der russischen Führung
Die Vorwürfe kamen nicht nur vom Gegner. Der tschetschenische Anführer Ramsan Kadyrov griff die russische Heeresführung scharf an und benannte Generaloberst Alexander Lapin als Verantwortlichen für die Verteidigung des Sektors. Er erinnerte daran, dass Lapin den Titel Held Russlands für die Einnahme von Lyssytschansk erhalten habe „obwohl er faktisch gar nicht dort war“. Dieser Satz fasst das Grundproblem zusammen: Eine Armee, die die Erzählung belohnt, nicht das Terrain.
Die 16 HIMARS, die die Rechnung änderten
Die Waffe, die die russische Logistik auf den Kopf stellte, hat einen Namen und eine Zahl: die 16 HIMARS-Raketenwerfer, die die USA ab Juli lieferten. In einem späteren Paket kamen weitere 18 hinzu, insgesamt 34 Systeme samt Munition. Dem gegenüber stand die russische Eroberung von Lyman im Mai, die damals nach Berechnungen mit einer Überlegenheit von 12 Artilleriestücken pro ukrainisches Stück erfolgte.
Hier liegt der Kontrast, der fast die gesamte Diskussion strukturiert. Manche behaupten, Russland widerstehe allein dem Druck der NATO; dagegen spricht die Tatsache, dass es 16 Präzisionsartilleriesysteme waren, die das Gleichgewicht veränderten. Wenn man diese Zahl mit den 500 HIMARS vergleicht, die Polen zugeschrieben werden, bricht das Argument in sich zusammen.
Von der Vorsicht zur offiziellen Bestätigung
Die Nachricht kam nicht schlagartig. Stundenlang koexistierten die Meldung, dass die Stadt gefallen sei, Aufrufe zur Zurückhaltung und Quellen, die von russischen Artilleriebatterien berichteten, die versuchten, die Einkesselung zu verhindern. Was die Debatte beendete, war kein ukrainisches Kommuniqué, sondern die Anerkennung durch das russische Verteidigungsministerium selbst. Und es fehlte auch nicht an Stimmen, die die Katastrophe als bewusste Strategie des Kremls umdeuteten – eine wiederkehrende Lesart, wann immer die Front zurückweicht.
Wird Russland die Ukraine verlassen?
Diese Frage spaltet die Gemüter. Ein Lager behauptet, der militärische Abzug sei unvermeidlich und Moskau werde sich schließlich zurückziehen. Das andere antwortet, Russland werde nicht einfach so gehen, der Krieg werde mehr Tote fordern und jeder ukrainische Fortschritt nähere den Einsatz taktischer Nuklearwaffen. Aus dieser Sicht wäre der einzige Ausweg eine Vereinbarung mit vorherigen Zugeständnissen: Donbas, Krim und die Neutralität der Ukraine.
Gleichzeitig werten manche die nukleare Angst als bloßes Theater, erinnern daran, dass solche Drohungen seit Beginn des Konflikts wiederholt werden, und betonen, dass dieselben Personen, die Härte fordern, auch die Mobilisierung von 300.000 Männern verlangten, die eigentlich schon im März hätte erfolgen sollen.
Wie geht es im Donbas weiter?
Mit der Sicherung von Lyman war das nächste Ziel Kreminna, und die ukrainische Offensive setzte sich in Cherson fort. Die Einnahme des Brückenkopfs ermöglicht es der Ukraine, weiter in die Region Luhansk vorzurücken und stärkt die Verteidigungslinien bei Slowjansk.
Ein Fakt bleibt unbestritten im Thread: 34 Werfer insgesamt geliefert. Eine ganze Macht, die sich als zweitgrößte der Welt ausgab, festgefahren durch diese Präzisionsartillerie.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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