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Tweet schreibt Starmer zu, Migration aufs Klima zu schieben
Ein Tweet behauptet, Starmer führe die Ankunft wehrfähiger muslimischer Männer in Europa auf das Klima zurück; die Kritik antwortet mit Demografie.
Starmer führt Ankunft männlicher Migranten in Europa aufs Klima zurück
Nach einem Tweet, der im Thread kursiert, erklärt der britische Premierminister Keir Starmer, der Klimawandel sei der Hauptgrund, warum wehrfähige muslimische Männer nach Großbritannien und Europa kommen. Im Thread wird kein technischer Bericht zitiert, der diese These stützt. Mehrere Teilnehmer lehnen sie ab: Manche sehen darin ein Alibi, um über Demografie nicht sprechen zu müssen, andere fragen mit einem Augenzwinkern, warum dieses selektive Klima nur erwachsene Männer antreibt.
Wie gut ist Starmer These belegt?
Im Thread findet sich kein offizielles Dokument, keine Studie und keine statistische Reihe, die die Aussage begleiten. Es handelt sich also um eine politische These ohne technische Grundlage, die im Thread belegt wäre, und mehrere Teilnehmer verstehen sie nicht als Diagnose, sondern als Ausweichmanöver vor der unbequemen Frage.
Das alternative Argumentarium, das im Thread auftaucht, ist schlicht und konzentriert sich auf Demografie und Wirtschaft. Nach Ansicht von jotace würde das Bevölkerungswachstum in den Herkunftsländern – bei begrenzten Ressourcen und Volkswirtschaften, die Arbeitskräfte nicht im gleichen Tempo aufnehmen können – allein den Zustrom erklären. Ein anderer Teilnehmer, nosinmiFalcon, erinnert an die institutionelle Zerstörung Libyens nach auswärtigen Interventionen. Mehrere Kritiker weisen darauf hin, dass das Profil der Ankommenden bei einer dominierenden Klimaursache nach Alter, Geschlecht und Lage ausgewogener sein müsste.
Der Fall Libyen: von 1,49 Millionen auf 7,4 Millionen
Die Zahl, die im Thread genannt wird, betrifft Libyen, ein halbwüstenartiges Land, das nach Angaben von jotace von 1,49 Millionen Einwohnern auf 7,4 Millionen gewachsen sein soll – in weniger als einem Menschenleben. Umstritten ist die Ursache.
Eine Lesart, die von jotace, führt dies auf reinen demografischen Druck zurück: mehr Menschen in derselben Wüste, mit oder ohne mehr Hitze. Eine andere, die von nosinmiFalcon, erinnert daran, dass sich das libysche Wachstum auf die Jahre der Herrschaft Gaddafis konzentrierte und danach der Zusammenbruch des Staates nach der auswärtigen Intervention folgte. Nach dieser Version wäre also der militärische, nicht der meteorologische Faktor der Auslöser gewesen. Im Thread werden keine Daten vorgelegt, die beides trennen.
Nigeria und der Horizont 2050: 450 bis 500 Millionen Menschen
Jardinero Fiel hält die Projektion für Nigeria von 450 bis 500 Millionen Einwohnern im Jahr 2050. Für ihn haben weder Hunger noch erdrückende Hitze noch Krankheiten die Geburtenrate gebremst, was darauf hindeutet, dass die Auswanderung auf demografischen Druck und nicht auf das Thermometer zurückgeht.
jotace erzählt ein Beispiel, das die familiäre Dimension des Phänomens veranschaulicht: In Ganvié, der Pfahlbaustadt, die als Venedig Afrikas bekannt ist, kam eine Haushaltseinheit aus einem Mann mit drei Ehefrauen auf 23 Kinder. Eine der Frauen verkaufte Fisch, eine Wegstunde von der Pfahlbautenwohnung entfernt, in der sie lebten. In seiner Erzählung tauchen Polygamie, Sterblichkeit und Knappheit auf.
Warum treibt das Klima nicht auch Frauen und Kinder?
Das ist einer der Einwände, die im Thread wiederholt vorgebracht werden, und Starmer hat darauf nicht geantwortet. Mehrere Teilnehmer argumentieren, dass bei einer klimatischen Ursache die Zusammensetzung der Migrationsströme nach derselben Logik Frauen, Minderjährige und Ältere einschließen müsste. Diskutiert wird ein überwiegend männliches Muster im arbeitsfähigen Alter, das mehrere auf wirtschaftliche Gründe zurückführen.
Daraus leiten sich die meistdiskutierten Vorschläge des Austauschs ab: Polygamie einschränken, Geburten kontrollieren oder Ein-Kind-Politiken verhängen. Es sind Ideen, die in den Thread geworfen wurden, ohne Ausarbeitung.
Im Thread wird keine Datenreihe vorgelegt, die Klima- von Wirtschaftsmigration für diese Ströme trennt; die Diskussion bleibt bei der Starmer zugeschriebenen Behauptung stehen. Und dabei bleibt es, ohne Auflösung im Thread.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (50 Antworten).
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