Trump pausiert Iran-Angriff gegen Öffnung der Straße von Hormus

Trump setzt den Angriff auf den Iran für zwei Wochen aus, im Gegenzug zur vollständigen Öffnung der Straße von Hormus. Kuwait meldet unterdessen 28 Drohnenangriffe.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Trump pausiert Iran-Angriff gegen Öffnung der Straße von Hormus
Trump stoppt Iran-Angriff als Gegenleistung für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus

Die von Donald Trump angekündigte Aussetzung des Angriffs auf den Iran ist weder eine Kapitulation noch ein Sieg: Es handelt sich um einen Deal mit Verfallsdatum. Der US-Präsident erklärte, dass er die für diese Nacht geplante Offensive für zwei Wochen stoppt, nachdem Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif und General Asim Munir ihn gebeten hatten, abzuwarten. Die Bedingung: Teheran muss die „vollständige, sofortige und sichere“ Öffnung der Straße von Hormus akzeptieren. Er nannte dies einen „bilateralen Waffenstillstand“ und rechtfertigte ihn damit, dass die militärischen Ziele bereits erreicht und übertroffen worden seien und ein langfristiger Friedensvertrag kurz vor dem Abschluss stehe. Die Reaktion war sofortig und eindeutig: Manche sahen darin eine Demütigung Washingtons, andere eine taktische Atempause, doch kaum jemand glaubte an die offizielle Darstellung.

Was auf dem Spiel steht, wenn Hormus blockiert bleibt

Die Straße von Hormus ist der Flaschenhals, durch den ein Großteil des Öls aus dem Golf fließt; ihre Blockade ist das Druckmittel, das der Iran historisch nutzt, wenn er sich in die Enge getrieben fühlt. In der Diskussion taucht immer wieder derselbe Gedanke auf: Die Waffenruhe wurde nicht aus Großmut Washingtons angeordnet, sondern weil die Blockade mehr schmerzt, als es die offiziellen Berichte zugeben. Einige behaupten, Trumps Warnung, dass „eine ganze Zivilisation sterben würde“, sei in Wahrheit eine verkleidete Bitte gewesen, und die Vermittlung Pakistans – die laut Berichten sehr aktiv war – habe beiden Seiten ermöglicht, einen Rückschritt als Sieg zu verkaufen.

Gleichzeitig hörten die Angriffe nicht vollständig auf. Kuwait meldete eine „neue intensive Welle von Angriffen“ mit Drohnen aus dem Iran, wobei 28 unbemannte Luftfahrzeuge von der Luftabwehr erkannt wurden. Das bedeutet: Der Waffenstillstand wurde verkündet, während weiterhin Objekte über Nachbarstaaten am Golf fielen. Dieses Detail widerlegt jede naive Interpretation.

Wer wirklich in Teheran das Sagen hat

Eine der nützlichsten Diskussionen betrifft die Unterscheidung zwischen dem iranischen Präsidenten und den Ayatollahs. Es wird argumentiert, dass Masoud Pezeshkian über die Nicht-Blockierung der Meerenge sprach, die Kleriker jedoch ignorierten; wer bei Sicherheitsfragen tatsächlich entscheidet, sei nicht der Präsident, sondern die klerikal-militärische Struktur. Pakistan bestätigte, dass Pezeshkian die iranische Teilnahme an den Verhandlungen in Sarracinabad zugesichert habe, was diese Lesart stärkt: Man verhandelt mit dem Unterzeichner, nicht unbedingt mit dem Befehlshaber.

Daraus ergibt sich die unbequeme Frage, die die gesamte Debatte durchzieht: Wenn der iranische Präsident seine eigenen Leute nicht kontrolliert, mit wem schließt Trump dann einen Vertrag? Und welchen Wert hat ein Waffenstillstand, dessen Einhaltung von einer Fraktion abhängt, die ihn nie gefordert hat?

Der doppelte Maßstab, den niemand sehen will

Die Diskussion bewegt sich auf unangenehmeres Terrain: die Konsistenz der Lager. Es wird darauf hingewiesen, dass jene, die früher die Unterwerfung einer europäischen Regierung gegenüber Venezuela kritisierten, nun schweigen, wenn die Unterstützung aus Washington kommt. Derselbe Maßstab, der gestern für einen Verbündeten galt, gilt heute nicht für den Anführer. Dies ist der klassische Wechsel des Maßstabs je nach Unterzeichner des Dekrets, und in der Debatte wird dies namentlich und ohne Beschönigung offengelegt.

Auch terminologische Streitigkeiten tauchen auf. Ein Teil verteidigt, dass man im Iran seit Jahrhunderten Muslime als „Mohammedaner“ bezeichnet habe, während ein anderer antwortet, dass dieser Begriff heute für Iraner oder Araber eine interessengeleitete Manipulation sei. Die Diskussion vergiftet sich, Vorwürfe des Verrats und der Propaganda kreuzen sich, und der Kern – welche Position ein Land angesichts eines fremden Konflikts einnehmen sollte – geht im Lärm unter.



Das deutsche Außenministerium begrüßte die Waffenruhe und forderte Verhandlungen über das „endgültige Ende“ des Krieges, was bestätigt, dass in Europa niemand möchte, dass die Krise ihm um die Ohren fliegt. Das Problem ist, dass zwei Wochen kaum etwas bewirken können: um eine Meerenge zu öffnen, eine Delegation an den Tisch zu bringen oder dafür zu sorgen, dass eine Drohne vom Kurs abweicht und alles zerstört. Hält der Waffenstillstand, kann Trump einen Frieden verkaufen, der noch nicht existiert. Hält er nicht, hat die nächste Drohung weniger Glaubwürdigkeit und höhere Kosten. Bis heute ist nichts davon gelöst.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (182 Antworten).

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