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Trump: Einwanderung macht Europa zum Dritte-Welt-Kontinent
Trump behauptet, Europa werde durch Einwanderung zur Dritten Welt. Derweil stammen 90 Prozent der Einwanderer in den USA aus Regionen, die er selbst so nennen würde…
Trump: „Europa wird durch die Einwanderung zum Dritte-Welt-Land"
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat erneut die europäische Migrationspolitik attackiert und behauptet, die Zuwanderung aus „Dritte-Welt-Ländern" verwandle den Kontinent in eben einen solchen. Die Äußerung, gefallen bei einer kürzlichen Kundgebung, hat die Debatte über die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Einwanderung in Europa neu entfacht.
Die Zahl, die Trump zu seinem eigenen Land verschweigt
Während Trump den Finger auf Europa richtet, offenbaren die Daten aus seinem eigenen Land eine parallele Realität. Laut Zahlen aus dem Jahr 2025 stammten 90 Prozent der Einwanderer, die in die USA kamen, aus Afrika, Asien sowie Mittel- und Südamerika – Regionen, die Trump selbst als „Dritte Welt" bezeichnen würde. Die Ironie entgeht den Analysten nicht: Der Diskurs, den er gegen Europa richtet, ließe sich mit derselben Logik auf sein eigenes Land anwenden.
Die Antwort der EU: harte Linie mit breitem Konsens
Angesichts des Trump'schen Alarmismus handelt die Europäische Union bereits. Eine Abschiebungsrichtlinie, die von zwei Dritteln des Europaparlaments gebilligt wurde, zeigt, dass eine härtere Migrationspolitik keine Randposition ist, sondern ein breiter Konsens. Die Maßnahme, von der Mitte-rechts vorangetrieben und von Teilen der Linken unterstützt, soll die Abschiebung irregulärer Einwanderer und „Krimineller" beschleunigen – ganz wie es die härtesten Kräfte fordern.
Das Paradox der transatlantischen Zusammenarbeit
Einige Analysten verweisen auf ein komplexeres Manöver: eine angebliche Absprache zwischen Trump und Isabel Díaz Ayuso, Präsidentin der Region Madrid, um lateinamerikanische Einwanderer von den USA nach Spanien umzuleiten. Die Theorie besagt, dass dieser Strom das politische Gleichgewicht in Spanien zugunsten der Rechten und der Mitte-rechts bei den nächsten Wahlen verschieben soll. Auch wenn es keine stichhaltigen Beweise gibt, nährt die zeitliche Übereinstimmung der Migrationspolitik auf beiden Seiten des Atlantiks Misstrauen.
Die Debatte ebbt nicht ab, sie verschärft sich. Während Trump das Argument nutzt, um seine Basis zu mobilisieren, setzt Europa restriktive Maßnahmen um, die seinem Diskurs paradoxerweise immer ähnlicher werden. Die unbequeme Frage bleibt: Wer kopiert hier wen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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