Tricks gegen Gesichtserkennung: so entgeht man dem Überwachungsstaat

Anti-KI-Schminke, das Handy zu Hause lassen und Regenschirme: die Hausmittel gegen Gesichtserkennung und Massenüberwachung, die derzeit im Netz geteilt werden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Anti-KI-Schminke, Handy daheim lassen und andere Künste der städtischen Unsichtbarkeit

Man stelle sich vor: Eine Straßenkamera identifiziert einen, und binnen Sekunden wandert das eigene Gesicht durch eine Datenbank. Für alle, die dem Überwachungsstaat misstrauen – und manche haben gute Gründe dafür – ist die Frage nicht, ob das passiert, sondern wie man sich entzieht. In den Ecken des Internets werden Methoden geteilt, die vom rudimentären bis zum genialsen reichen – ohne dass man Terrorist oder Verbrecher sein muss, um unentdeckt bleiben zu wollen.

Schminke als digitaler Tarnung

Der meistdiskutierte Trick ist Make-up, das darauf ausgelegt ist, Algorithmen der Gesichtserkennung zu verwirren. Muster aus Schatten und Linien, die die Referenzpunkte zerstören, mit denen die KI ein Gesicht identifiziert. Das Problem: Es funktioniert besser in der Menge. Allein getragen weckt es Verdacht. Es ist nicht genau das Clownskostüm, sondern etwas subtiler; manche vergleichen es mit militärischen Tarnmustern.

Das Handy, die moderne Fessel

Das Smartphone zu Hause zu lassen ist die radikale Lösung. Ein Nutzer nennt es „das sogenannte Telefon" und beschreibt es als freiwillige GPS-Fessel. Die Ortung über Funkmasten lässt sich nur schwer umgehen, doch Abschalten verkleinert die digitale Spur. Eine andere Methode: Regenschirme, um das Gesicht vor Kameras zu verdecken. Die Ironie: In den USA gab es bereits Festnahmen wegen Fehlalarmen der Gesichtserkennung – jeder Fehler wird so zu einem echten Risiko.

Das Gesetz, das nicht angewendet wird, die Debatte, die nie endet

Die spanische Verfassung garantiert Privatsphäre und die Unverletzlichkeit der Wohnung. Doch wie während der Pandemie deutlich wurde, misst sich der Abstand zwischen Recht und Realität in Straflosigkeit. Wer an dieser Diskussion teilnimmt, sind keine gelangweilten Forumsnutzer: Es sind Bürger, die erlebt haben, wie Freiheitsversprechen vor Technologie und fehlender Rechenschaftspflicht zerfließen. Am Ende ist die Dystopie kein Science-Fiction: Sie wird jeden Tag gebaut, mit jeder Kamera, die auf uns gerichtet ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (28 Antworten).

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