Baofeng UV-5Rmini: das 15-Euro-Walkie ohne Lizenz im Verkauf

Das Baofeng UV-5Rmini, ein Walkie für 15 Euro, wird ohne Lizenz verkauft; eine gekürzte Version für Europa wird erwartet. Analogfunk übersteht den Blackout.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Baofeng UV-5Rmini: das 15-Euro-Walkie ohne Lizenz im Verkauf
Das 15-Euro-Walkie, das ohne Lizenz verkauft wird

Ein Gerät für 15 Euro, das in die Handfläche passt, auf Frequenzen sendet, für die man eine Lizenz braucht, und das laut den Nutzern selbst sich in asiatischen Läden wie warme Semmeln verkauft. Das Baofeng UV-5Rmini — und seine Vorgängerversion, das GT-5Rmini — ist für eine Generation, die noch nie einen Sender in der Hand hatte, zum Einstieg in die Welt des Amateurfunks geworden. Die Paradoxe: Zum Zeitpunkt dieser Diskussion ist die im Umlauf befindliche Version in Europa nicht zugelassen, und manche behaupten, die kommende werde **gekürzt** erscheinen.

Das Muster wiederholt sich: erst das Basteln, dann die Regel. Manche sind überzeugt, dass die neue Version mit geändertem Namen und reduzierter Leistung «demnächst» erscheinen und «schlechter, aber weiterhin BBB» sein wird (gut, schön, billig). Der Preis ist der Köder. Ein Walkie mit diesen Eigenschaften für **14,5 Euro** im Angebot — die in der Diskussion genannte Zahl — wäre vor zwei Jahrzehnten undenkbar gewesen, als die Mindestausrüstung ein Monatsgehalt kostete.

Was beim Funk legal ist und was nicht

Die Grenze verläuft nicht am Gerät, sondern an Leistung und Antenne. Die PMR-Frequenzen, in Europa lizenzfrei, erlauben maximal **0,5 Watt** und verlangen eine Festantenne. Jedes Walkie, das diese Leistung überschreitet oder einen Antennenwechsel erlaubt, begibt sich auf dünnes Eis. Und hier kommt eine Feinheit, die ein Nutzer verteidigt: Wer ein 2-Watt-Gerät mit CE-Kennzeichnung und Festantenne verwendet, programmiert auf Semiduplex-Kanäle von UHF-HAM-Frequenzen, verletzt technisch keine Vorschrift — auch ohne Amateurfunklizenz.

Die Strafe für Senden ohne Lizenz sei, so der sarkastische Kommentar, «irgendwo zwischen lebenslang und Todesstrafe». Die Realität ist weniger filmreif: Wie im Thread dargelegt wird, orten die Behörden einen illegalen Sender erst, wenn er Frequenzen öffentlicher oder privater Dienste stört. Zum Hören braucht man im Analogbetrieb keine Lizenz. Zum Senden immer.

Der Mythos der Wunderantenne

Ein ganzes Kapitel der Diskussion widmet sich dem klassischen Anfängerstreit: die Serienantenne gegen eine Diamond, eine Abbree oder eine Nagoya 771 tauschen. Das Ergebnis ist für den Verbraucher ernüchternd: Die Serienantenne ist ordentlich, auf UHF besser als auf VHF, und die kompakten Alternativen enttäuschen. Eine kleine Diamond «taugt nichts», weil sie weder im 2-Meter- noch im 70-Zentimeter-Band gut empfängt. Die Nagoya 771, die fast so viel kostet wie zwei Walkies, verbessert die Leistung, doch der Markt ist von Kopien überschwemmt.

Der immer wiederkehrende Rat: Ausprobieren ist gut, aber bei 15-Euro-Geräten ist das Risiko, das Equipment zu ruinieren, verschmerzbar.

Analog gegen digital: der Funk, der den Blackout übersteht

Der Analogfunk ist «fast tot», wie in der Diskussion bedauert wird. Das Handy hat alles verdorben. Telefone kommen längst ohne FM-Empfänger, und wer Radio hören will, muss übers Internet gehen. Aber wenn der Strom ausfällt, ändert sich alles: Ein analoges Walkie mit geladenen Batterien ist das Einzige, das ohne Infrastruktur funktioniert. Der Digitalfunk bietet mit Relaisfunkstellen weltweite Reichweite, hängt aber von einem Netz ähnlich dem Mobilfunknetz ab. In einem echten Notfall, ohne Relais, nützt er wenig.

Darin liegt das Prepper-Argument: einen Sender in der Schublade aufbewahren, programmiert mit den PMR-Kanälen, den Notfunknetzen und dem Flugfunk, und die Reichweiten üben, bevor es nötig wird. Das Problem: Die meisten dieser Geräte verstauben schließlich.



Die verblüffende Zahl: Ein 15-Euro-Gerät, ohne Lizenz, ohne Ausbildung und mit mittelmäßiger Serienantenne, kann mehr Frequenzen empfangen als jedes 1.000-Euro-Smartphone. Und in einer Welt, die alle Nase lang auseinanderfällt, hat das seine Logik.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (48 Antworten).

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