Tränen wegen Seitensprung: das Geschäft mit der viralen Demütigung

Eine Spanierin weint in einem Video über die Untreue ihres Mannes, der Clip geht viral. Kritik, ein doppelter Maßstab und die Monetarisierung des Dramas in sozialen Medien.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Tränen wegen Seitensprung: das Geschäft mit der viralen Demütigung

Eine Spanierin weint in einem Video, weil ihr Mann sie betrogen hat. Das Video geht viral. Die Kritik kommt sofort: Tattoos, Piercings, Aussehen. Die Geschichte ist nicht neu: Wenn eine Frau ihren Schmerz in sozialen Medien zeigt, folgt der Shitstorm automatisch. Doch es gibt einen wirtschaftlichen Hintergrund, der oft übersehen wird.

Die Aufmerksamkeitsökonomie belohnt Drama. Je brutaler die Demütigung, desto mehr Klicks. Die Profile, die solche Videos hochladen, monetarisieren danach meist über Werbung, Kooperationen oder Konten auf Plattformen für Inhalte für Erwachsene. Es ist kein Zufall, dass sich das Format „wegen Untreue weinen“ zu einem wiederkehrenden Subgenre entwickelt hat.

Die Reaktionen offenbaren jedoch einen doppelten Maßstab. Wenn der Mann betrogen wird, ist das Mitgefühl geringer oder gar nicht vorhanden. Man argumentiert, dass sich niemand mit ihm solidariert. Die Debatte über die ungleiche Behandlung von Opfern von Untreue je nach Geschlecht hat auch eine wirtschaftliche Dimension: die Fähigkeit, Schmerz in Einnahmen zu verwandeln.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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