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Tragbare Wärmepumpe: Die 39 Euro Jahreskosten, die nicht aufgehen
Ein Nutzer berechnet 39 Euro jährliche Heizkosten mit einer tragbaren Wärmepumpe. COP von 3,2 und konstante Austrittstemperatur beweisen dies nicht.
Heizung für 39 Euro im Jahr: Die Berechnung, die die Thermodynamik ignoriert
Kann man ein Haus sechs Monate lang für weniger als den Preis eines Abendessens heizen? Ein Nutzer behauptet ja: eine einrohrige tragbare Wärmepumpe, drei Thermometer, zwei Verbrauchsmesser und eine Stoppuhr. Laut seinen Messungen ergibt sich ein Verbrauch von **3,196 kWh in zehn Stunden** Dauerbetrieb, was einen monatlichen Verbrauch von **99 kWh** und eine sechmonatige Heizperiode für **39 Euro** projiziert. Mit eigenen Batterien und einem Preis von **0,066 Euro/kWh** sinkt die Zahl auf **20 Euro**, wenn nur fünf Stunden täglich genutzt werden.
Der umstrittene Datenpunkt ist ein anderer: Die Temperatur der ausströmenden Warmluft änderte sich nicht, als die Außentemperatur von **8 ºC auf 1 ºC** fiel. Sie blieb bei **55 ºC**. Für den Autor der Messungen beweist dies, dass die Leistung des Geräts nicht von der Außentemperatur abhängt. Für viele Kommentatoren beweist es das Gegenteil: dass das Gerät nicht misst, was es zu messen glaubt.
Warum die Austrittstemperatur keine Leistung misst
Die Temperatur der Luft, die durch das Rohr austritt, ist eine Gerätevoreinstellung, kein Effizienzindikator. Ein Gerät kann 55 ºC Ausgangstemperatur halten, während es doppelt so viel Strom verbraucht. Die Leistung einer Wärmepumpe wird durch den **COP** gemessen: abgegebene Wärme geteilt durch verbrauchte elektrische Energie. Der Hersteller des betreffenden Modells gibt einen **COP von 3,2** an, eine Zahl, die der Autor selbst zitiert und die niemand bestreitet.
Das Problem liegt darin, woher der Verdampfer die Luft zieht. Eine einrohrige tragbare Einheit saugt Luft aus dem Raum selbst, leitet sie durch den Verdampfer und bläst kalte Luft über das Rohr nach draußen. Das heißt: Das Gerät „sieht“ die Innentemperatur, nicht die Straßentemperatur. Wenn es innerhalb der Wohnung kaum **1 ºC Schwankung** gibt, arbeitet das Gerät unter praktisch identischen Bedingungen, und sein Verbrauch muss sich nicht ändern. Der Test vergleicht in dieser Hinsicht nichts.
Manche treiben das Argument weiter: Wenn eine Wärmepumpe ihre Leistung bei sinkender Einlasstemperatur beibehalten würde, verdiente ihr Konstrukteur den Nobelpreis für Physik. Die Thermodynamik verhandelt nicht.
Luft durch Ritzen und die unsichtbare Rechnung
Der zweite Fehler in der Berechnung ist der Unterdruck. Ein einrohriges Gerät bläst Luft nach außen und erzeugt Unterdruck im Raum. Diese Luft muss irgendwo wieder eindringen: Ritzen, Fenster, Schächte oder Treppenhäuser. Wenn sie von der Straße bei 1 ºC eindringt, muss sie erwärmt werden, und diese Kosten erscheinen nicht auf dem an die Pumpe angeschlossenen Zähler. Je kälter es draußen ist, desto mehr geht auf diesem Weg verloren.
Die Verteidigung des Autors besagt, dass die Luft aus wärmeren Bereichen des Hauses, wie der Küche, oder einem sonnigen Innenhof geholt werden kann. Dies ist eine teilweise Lösung: Wärme, die einem anderen Raum entzogen wird, fehlt dort. Es gibt keine kostenlose Energie, nur Umverteilung.
Der wichtige Vergleich: 39 Euro gegenüber 2.976
Jenseits des Heimlabors schwebt über der gesamten Diskussion die Zahl für Dieselöl. Ein Fall nahe beim Autor beziffert die Ölheizung auf **2 Euro pro Stunde**; bei acht Stunden täglich sind das **16 Euro am Tag**, **496 Euro im Monat** und **2.976 Euro** pro Saison. Verglichen damit ist der Unterschied überwältigend, selbst wenn man die Stromkosten ohne Batterien vervierfacht – **160 Euro**.
Hier liegt das Paradoxon. Die 39-Euro-Berechnung ist wahrscheinlich aus den genannten Gründen zu niedrig angesetzt. Aber auch die verglichene Alternative ist nicht billig. Und der vom Hersteller deklarierte **COP von 3,2** bleibt dreimal besser als bei einer elektrischen Widerstandsheizung, deren COP genau 1 beträgt.
Das Detail, das niemand bestreitet: das Rückschlagventil
Unter den gegenseitigen Vorwürfen setzt sich ein praktischer Beitrag durch: Wenn das Gerät ausgeschaltet ist, wird das durch das Fenster führende Rohr zur Kältebrücke. Die Lösung ist ein **Rückschlagventil** mit leichten Lamellen, wie sie in Badlüftern verwendet werden, oder ein Schwerkraftklappventil, wie es in Dunstabzugshauben und Schiffen üblich ist. Solche Ventile gibt es in **100-150 mm** Größe für wenige Euro. Das Problem, so wird angemerkt, ist, dass die Federn der günstigeren Modelle schnell versagen oder bei jeder Neigung offen bleiben.
Die sich aufdrängende Schlussfolgerung ist weniger episch als die 39-Euro-Schlagzeile: Die tragbare Wärmepumpe heizt, und sie heizt billiger als fast jede fossile Alternative. Aber die tatsächliche Ersparnis hängt von der Außentemperatur, der Luftinfiltration und der Dämmqualität ab. Die Behauptung, dass die Thermodynamik an der Haustür endet, bleibt unbewiesen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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