Trade Republic zeigt Verlust bei Verkauf mit 12,4 % Gewinn an

Ein Anleger verkaufte General-Mills-Aktien mit 12,4 % Gewinn, doch Trade Republic zeigte ihm einen Verlust von 2,88 % an. Der wiederkehrende Fehler betrifft Fremdwährungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Trade Republic zeigt Verlust bei Verkauf mit 12,4 % Gewinn an

Die deutsche Neobank sorgt erneut für Schlagzeilen. Ein Anleger verkaufte 100 % seiner Position in General Mills (GIS) mit einem realen Gewinn von über 12 %, doch die App meldete einen Verlust von 2,88 %. Das Paradoxon ist kein Rechenfehler des Nutzers, sondern ein wiederkehrender Fehler in der Benutzeroberfläche des Brokers beim Handel mit ausländischen Wertpapieren.

Was genau ist passiert?

Die Zahlen sprechen für sich: Er kaufte 30 General-Mills-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 29,14 Euro (etwa 874 Euro) und verkaufte sie zu je 32,83 Euro, wodurch 984,90 Euro eingingen abzüglich der Gebühr von 1 Euro. Der Nettogewinn: 109,70 Euro, also 12,4 % auf die Investition. Bei der Abrechnung des Orders zeigte die App jedoch eine negative Rendite von 2,88 % an. Keine versteckten Gebühren, keine Steuerabzüge: Das Geld war tatsächlich auf dem Konto. Nur die App zeigte es nicht an.

Die Ursache des Fehlers: Ein Bug bei Fremdwährungen

Trade Republic aktualisiert Kurse mit Verzögerung und berechnet die Wertentwicklung von Dollar-Positionen mit einem statischen oder veralteten Wechselkurs. Beim Verkauf wandte das System einen falschen Kaufpreis an —möglicherweise ein fehlerhaft berechneter gewichteter Durchschnitt nach mehreren Teilkäufen—, was zu dem absurden -2,88 % führte. Das ist kein Einzelfall: Mehrere Anleger berichten vom gleichen Verhalten bei US-Aktien und ETFs. Die Transaktion selbst war korrekt, doch die Oberfläche verunsichert die Nutzer so sehr, dass sie ihre eigene Buchführung anzweifeln.

Blind vertrauen oder Excel führen: das Dilemma des Low-Cost-Anlegers

Der Vorfall entfacht die Debatte über die Zuverlässigkeit von Festpreis-Brokern neu. Bei Trade Republic, DEGIRO oder Interactive Brokers geht die Ersparnis bei den Gebühren auf Kosten der Softwarequalität. Wer häufig handelt und mehrere Teilkäufe ansammelt, braucht eine eigene Aufzeichnung, denn die Durchschnittspreis-Berechnung des Brokers ist nicht immer verlässlich. „Wenn ich der Plattform nicht vertrauen kann, dann ist Schluss“, fasste der Betroffene zusammen. Eine Lektion, die ihm einen ordentlichen Schrecken gekostet hat.

Kann man dem tatsächlichen Guthaben vertrauen?

Der Fehler ist rein visuell: Das Geld ist da, wo es sein soll. Doch für einen Anleger, der seine Positionen in Echtzeit verfolgt, untergräbt es das Vertrauen, wenn aus +12,4 % beim Verkauf plötzlich -2,88 % werden. Trade Republic hat sich bislang nicht offiziell zu dem Bug geäußert, obwohl der Support ihn in offenen Tickets als „bekannten Fehler“ einordnet. Der praktische Rat ist derweil klar: Die Nachweise jeder Transaktion herunterladen und parallel eigene Aufzeichnungen führen. Denn wenn die App sich irrt, ist es am Ende der Kunde, der den Schaden trägt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (65 Antworten).

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