Prius verspricht 4,3 l/100 km: Die Rechnung geht nicht für alle auf
Ein 20 Jahre alter Diesel mit 280.000 Kilometern verbraucht laut Besitzer 5,5 Liter pro 100 Kilometer in der Stadt. Ein Toyota Prius erreicht 4,3 Liter, wenn der Fahrer es darauf anlegt. Beim Vergleich dieser Zahlen scheint die Differenz zu gering, um den Aufpreis zu rechtfertigen. Daraus entsteht eine seit Jahren offene Diskussion: Deckt die Ersparnis den Preisunterschied ab, oder zahlt man aus Eitelkeit für Technik?
Das häufigste Argument dafür ist rein rechnerisch. Wer zuvor 30 Meilen pro Gallone fuhr — etwa 9 Liter pro 100 km — sank auf 60 bis 70 Meilen pro Gallone, also rund 4 Liter, bei sanfter Fahrweise ohne starkes Beschleunigen. Übersetzt ins Portemonnaie nach eigener Berechnung: von wöchentlich 65 Pfund Tankkosten auf etwa 35 Pfund. Dreißig Pfund Ersparnis jede Woche, mehr als 120 im Monat, bei einem Auto, das 13.000 gekostet hat. Das Kalkül beim Kauf besagt, dass dieses Geld auf dem Sparkonto keine 1.500 Jahresrendite bringen würde, die das Auto zurückgibt.
Wie viel verbraucht ein Toyota Prius wirklich?
Die realen Zahlen schwanken zwischen 4,3 Litern auf dem Arbeitsweg und 5 bis 6 Litern Durchschnitt im Mischbetrieb. Ein Besitzer mit fast drei Jahren Erfahrung fasst seine Routine zusammen: 400 Kilometer Autobahn bei 120-130 km/h und über 300 Kilometer Kurzstrecken von 5 oder 6 Kilometern mit kaltem Motor. Er kam von einem 2.0-Liter-Benziner-SUV, der 12 Liter verbrauchte. Hier ist der Sprung unbestreitbar.
Ein weiterer harter Fakt: 395 Kilometer Autobahn ohne Stopps, mit Tempomat und unter Einhaltung der Limits, wurden mit 21 Litern bewältigt. Eine andere Strecke von 360 Kilometern in vier Stunden, mit dichtem Verkehr, kostete 18 Liter. Das heißt, unter Bedingungen, die ein Besitzer als die schlechtesten für einen Hybrid beschreibt — Kälte, Nacht, konstante Geschwindigkeit — liegt der Verbrauch unter 5,5 Litern. Und da ist eine technische Kuriosität, die kaum jemand erwähnt: Der Benzinmotor arbeitet nach dem Atkinson-Zyklus, einer Effizienz-Rarität, die dem großen Publikum unbekannt ist.
Der Diesel, der sich weigert zu verschwinden
Der unbequeme Vergleich kommt von der anderen Seite der Zapfsäule. Ein neuer Seat Toledo Diesel hätte denselben Verbrauch wie ein Prius, würde 9.000 Euro weniger kosten und mehr Kofferraum bieten, so das angeführte Beispiel. Eine konservativere Rechnung reduziert die Lücke: Ein Citroën C4 HDI mit 90 oder 110 PS läge zwischen 4.000 und 5.000 Euro darunter, verglichen mit den 136 PS des Japaners.
Es gibt noch mehr. Diesel-Fahrer behaupten, auf der Straße bei zulässiger Geschwindigkeit 4 Liter herauszuholen, wobei Diesel zudem oft günstiger ist. Das übliche Gegenargument — dass ein Automatikgetriebe 1.500 Euro mehr kostet und der Prius eine Steuerkette statt eines Zahnriemens hat — verkürzt diesen Abstand etwas. Beim Auris Hybrid beträgt der Unterschied zur vergleichbaren Diesel-Version laut Konfigurator höchstens 1.800 Euro. Die Schlussfolgerung hängt davon ab, wo man die Grenze zieht.
Lohnt sich ein gebrauchter Prius?
Der Käufer, der dies am besten begründete, kaufte nicht neu. Er zahlte 8.000 Euro für ein fünf Jahre altes Modell mit 80.000 Kilometern, inklusive dreijähriger Garantie auf die Elektrik und vollständig dokumentierter Wartung durch den Hersteller. Nach 30.000 Kilometern in sechs Monaten argumentiert er, dass das Fehlen einer Handbremse und die automatische Motorsteuerung es fast unmöglich machen, dass der Vorbesitzer das Auto schlecht behandelt hat. Neu für 22.000 Euro hätte er es "aus Prinzip" nicht gekauft.
Batterien, Autogas und die Kosten für die Hybrid-Wartung
Die Schwachstelle der Geschichte ist die Batterie. Laut einem verbreiteten Zeugnis hielt sie acht Jahre und über 220.000 Kilometer, bevor sie für 2.000 Euro ersetzt werden musste. Dem gegenüber steht die Liste der Teile, die der Prius nicht hat: Getriebe, Zahnriemen, Turbolader, AGR-Ventil. Günstigere Wartung und reduzierte Kfz-Steuer, weil die PS des Elektromotors nicht angerechnet werden.
Für diejenigen, die keinen Hybrid wollen, gibt es einen Mittelweg: die Umrüstung auf Autogas (GPL). Die gewählte Option kostet 2.400 Euro inkl. MwSt., die Alternative 2.100 Euro, mit der Warnung, dass der Eurotunnel für diese Autos gesperrt ist. Die vollständige Abschreibungsanalyse zeigt je nach Nutzung überraschende Unterschiede.
Vom Taxi zum Plug-in: 25 Kilometer elektrische Reichweite
Das stärkste Argument betrifft nicht den Verbrauch, sondern den Beruf. Taxifahrer schwärmen von Durchzug, Stille und Komfort. In Städten, in denen eine Sommerfahrt hunderte Kilometer lang sein kann, behauptet ein Forennutzer, dass ein 100%iges Elektroauto schlicht unpraktikabel sei: Niemand lehnt lange Aufträge ab, aus Angst, mitten auf der Strecke liegen zu bleiben.
Die nächste Generation steht bereits im Schaufenster. Der Prius Plug-in mit Lithium-Batterien bietet 25 Kilometer im elektrischen Modus bei 100 km/h. Der Konkurrenzreferenzwert, der von General Motors entwickelte Ampera/Volt, homologiert 1,2 Liter pro 100 km und erlaubt 80 Kilometer als reines Elektroauto, allerdings mit einem Preis, den viele als überhöht empfinden, und dem Detail, dass er laut mehreren Teilnehmern mit öffentlichen Geldern entwickelt wurde.
Mit diesen Fakten bleibt die Frage offen, ob der Hybrid weniger verbraucht — das tut er — sondern ob jemand, der 10.000 Kilometer im Jahr fährt, mehrere tausend Euro für diese Marge zahlen sollte. Oder kauft man den Prius wegen dessen, was er spart, oder eher wegen dessen, was nicht kaputtgeht?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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