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Torrejón: Betrunkene Polizisten töten Mann auf Straße
Abderrahim starb in Torrejón de Ardoz durch Ersticken, nachdem ein außer Dienst befindlicher, betrunkener Beamter ihn über zehn Minuten fixiert hatte. Obduktion ausstehend.
Torrejón de Ardoz: Zwei betrunkene Beamte und ein Toter auf der Straße
Abderrahim, ein 35-jähriger Mann, starb am Dienstagabend in einer öffentlichen Straße in Torrejón de Ardoz (Madrid) durch Ersticken. Ein außer Dienst befindlicher Beamter der Stadtpolizei Madrid hielt seinen Arm für mehr als zehn Minuten um den Hals des Opfers und legte sein ganzes Körpergewicht darauf, während ein zweiter Mann, ein pensionierter ehemaliger Beamter, seine Beine festhielt. Nachbarn filmten die Szene und flehten sie an, loszulassen. Niemand tat es. Beide Beamten hatten einen positiven Alkoholtest.
Die Richterin am Ermittlungsgericht Nr. 1 von Torrejón de Ardoz hat den Beamten unter Auflagen freigelassen — Einbehaltung des Reisepasses und wöchentliche Meldepflicht — und ermittelt gegen ihn wegen mutmaßlicher fahrlässiger Tötung. Beide wurden ohne Bezüge suspendiert und haben laufende Disziplinarverfahren. Der Fall wurde an das Ermittlungsgericht Nr. 4 übertragen, das die Leiche barg.
Was Zeugen sagen und was die Videos zeigen
Die Aufnahmen der Nachbarn sind das belastendste Material im Fall. Darin ist zu hören, wie ein Mann den Beamten warnt, dass er den Festgehaltenen ersticke, eine Frau bittet, ihn atmen zu lassen, und der Beamte verächtlich auf die Konfrontierenden reagiert. „Er atmet… okay“, sagt er an einer Stelle, als eine andere Nachbarin ihn darauf hinweist, dass sich der Mann nicht bewegt.
Die Familie von Abderrahim akzeptiert die Darstellung als Festnahme nicht. Seine Brüder behaupteten unter Tränen, es habe keinen Versuch gegeben, ihn zu verlegen oder zu fixieren: „Das war Mord, keine Festnahme“, erklärten sie gegenüber den Medien. Sie äußerten zudem einen Verdacht, den das Gericht nicht bestätigt hat: dass das Vorgehen rassistisch motiviert war. Dies ist eine Anschuldigung der Familie, kein feststehender Fakt.
Was weiß man über die Obduktion und die Anklage?
Die offizielle Todesursache ist noch unklar. Der vorläufige forensische Bericht lag zum Zeitpunkt dieser Diskussion noch nicht vor; er wird entscheidend sein, um festzustellen, ob mechanisches Ersticken oder ein anderer Mechanismus vorlag. Carlos Quero, Sprecher der Polizeigewerkschaft UFP, fasste es zusammen: Die Obduktion wird die Todesursachen bestimmen.
Die Gewerkschaft JUPOL bestätigte die positiven Alkoholtests beider Beamten. Die vorläufige Qualifikation lautet fahrlässige Tötung, nicht Mord, und diese Unterscheidung — Vorsatz gegenüber Fahrlässigkeit — bestimmt den Unterschied zwischen einer hohen und einer niedrigen Strafe. Gegen den Beamten besteht zudem eine Suspendierung ohne Bezüge, die eine Verwaltungsmaßnahme ist, keine Strafe.
Die Erzählung, die mit der Version der Familie konkurriert
In der öffentlichen Debatte kursiert eine andere Version der Ereignisse: dass die beiden Beamten mit Kollegen zu Abend gegessen hätten, dass zwei Personen ihnen das Mobiltelefon gestohlen hätten und dass die Verfolgung zu einem Gerangel führte. Diese Sequenz wird von denen vertreten, die die Beamten verteidigen, und ist durch keine gerichtliche Entscheidung bestätigt. Das Einzige, was bisher belegt ist, sind die positiven Alkoholtests, die laufende Untersuchung und der Tod.
Einige behaupten, dass die Vorgeschichte des Verstorbenen — frühere Festnahmen, laut dieser Version — die Schwere des Falls mindere. Dieses Argument hält der rechtlichen Prüfung nicht stand: Der Status des Opfers ändert nichts an der Bewertung des Verhaltens des Beamten. Und andere gehen auf der Gegenseite davon aus, dass der Mord bewiesen sei, bevor der Gerichtsmediziner auch nur eine Zeile unterschrieben hat.
Was der Fall offen lässt
Vergleiche mit anderen internationalen Fällen von Tod während polizeilicher Fixierung tauchen in der Diskussion auf, aber die Kontextunterschiede sind enorm und solche Vergleiche klären nichts über diesen konkreten Fall. Klar ist jedoch die Abfolge: zwei Männer mit Alkohol im Blut, eine langandauernde Fixierung auf öffentlicher Straße, mehrere Zeugen, die darum bitten, damit aufzuhören, und ein irreversibles Ergebnis.
Der forensische Bericht steht noch aus. Die Ermittlungen laufen weiter. Und die Frage, die noch niemand beantwortet hat, ist die einfachste von allen: Warum ließ niemand den Arm locker, als die Leute schreiend darum baten?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Ein außer Dienst befindlicher Stadtpolizist aus Torrejón wurde nach dem Ersticken eines Handydiebs festgenommen. Die Ermittlungen deuten auf fahrlässige Tötung hin.
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