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Tiefste Krise droht: Juli schlechtester Monat der Geschichte – gewarnt seid
Rekordtourismus in Spanien im Juli mit 11,5 Millionen Besuchern und Ausgaben von 18.218 Millionen Euro, doch die Gastronomie wuchs nur um 0,5 Prozent.
Trotz der Ankunft von Touristen und deren hohen Ausgaben stiegen die Umsätze von Bars und Restaurants im Juli 2026 nur um 0,5 Prozent – der schlechteste Wert, der je für diesen Monat gemessen wurde.
Der Tourismus in Spanien bricht Rekorde. Im Juli 2026 besuchten **11,5 Millionen internationale Touristen** das Land, **4,6 Prozent mehr** als im Vorjahr. Auch ihre Ausgaben erreichten historische Höchstwerte und summierten sich auf **18.218 Millionen Euro**, ein Anstieg von **10,9 Prozent** gegenüber demselben Monat 2025. Dieser Aufschwung hat sich jedoch nicht in gleicher Stärke auf die Gastronomiebranche ausgewirkt. Der Umsatz des Sektors wuchs im Juli nur um **0,5 Prozent im Jahresvergleich** – der niedrigste positive Zuwachs seit Beginn der Datenerhebung durch das **Instituto Nacional de Estadística (INE)** (spanisches Statistikamt) im Jahr 2002. Die einzigen schlechteren Werte waren Rückgänge in Rezessions- oder Pandemiezeiten.
## Verlangsamung an der Kasse
Die Gastronomiebranche, zu der Bars, Restaurants und Beherbergungsbetriebe gehören, sah ihren Aufschwung zunehmend abflauen. Waren es im Juli 2022 noch **13,8 Prozent** Wachstum, sank der Wert 2023 auf **8,2 Prozent**, 2024 auf **7 Prozent** und 2025 auf **5 Prozent**. Der Wert dieses Julis, **0,5 Prozent**, ist ein klares Zeichen dafür, dass etwas nicht so läuft wie erwartet. Das **Ministerio de Industria y Turismo** (spanisches Ministerium für Industrie und Tourismus) hatte prognostiziert, dass Spanien im Sommer **43 Millionen internationale Touristen** empfangen würde, mit Ausgaben von nahezu **64.000 Millionen Euro**. Die Zahlen zu Besucherzahlen und Ausgaben werden erfüllt, doch die Wirkung auf die lokale Wirtschaft ist geringer als erwartet.
Die Gastronomie im engeren Sinne, also Bars und Restaurants, zeigte ein leicht besseres Verhalten als das Beherbergungsgewerbe, mit einem Wachstum von **0,7 Prozent** gegenüber **0,3 Prozent**. Dennoch nennt der Branchenverband **Hostelería de España** mehrere Faktoren, die diese Verlangsamung erklären. Einer der wichtigsten ist die Verteuerung der Lebenshaltungskosten, die den Konsum der Einheimischen beeinträchtigt. Diese reagieren empfindlicher auf die Inflation und neigen daher dazu, ihre Ausgaben für Freizeit und Gastronomie einzuschränken.
## Der Geldbeutel der Einheimischen unter Druck
Auch die Verteuerung der Dienstleistungen insgesamt spielt eine wichtige Rolle. Laut einem Bericht von **BBVA Research** sind die Preise bis Juli im Verkehrssektor um **6 Prozent**, bei der Beherbergung um **7,7 Prozent**, in der Gastronomie um **4,4 Prozent** und bei Freizeitzaktivitäten um **2,5 Prozent** gestiegen. Dieser allgemeine Preisanstieg in Kombination mit der Konsumzurückhaltung der einheimischen Verbraucher erklärt teilweise, warum der Anstieg der Touristenzahlen sich nicht direkt in höheren Einnahmen für die Gastronomiebranche niederschlägt.
Eine Umfrage des Branchenverbands selbst zeigt, dass **47,8 Prozent** der befragten Betriebe angaben, ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahressommer gesenkt zu haben. Nur **32,2 Prozent** konnten ihre Umsätze steigern, während **20 Prozent** stabil blieben. Auch die Rentabilität hat gelitten: **46,2 Prozent** der Betriebe gaben an, dass sie sich verschlechtert habe, gegenüber **34,2 Prozent**, die sie hielten, und **19,6 Prozent**, die sie verbesserten. Das Problem ist nicht nur der Besucherandrang, sondern auch, was die Gäste ausgeben. **32,6 Prozent** der Betriebe verzeichneten eine ähnliche Besucherzahl wie im Vorjahr und **26,1 Prozent** sogar einen Anstieg, doch mehr als die Hälfte beobachtete eine Verringerung der Ausgaben ihrer Kunden.
## Auch die Hitze spielt eine Rolle
Die hohen Temperaturen waren diesen Sommer ein weiterer zu berücksichtigender Faktor. Die Hitzewellen konnten die Konsum- und Mobilitätsgewohnheiten verändern, mit unterschiedlichen Auswirkungen je nach Region und Betriebsart. **57,2 Prozent** der befragten Betriebe gaben an, unter den hohen Temperaturen gelitten zu haben, die den Konsum eher in den Nachmittag und Abend verlagerten und insbesondere Bars und Cafés betrafen. Die geopolitische Unsicherheit, von der Ende Februar befürchtet wurde, sie könnte Touristen aus anderen Regionen als "sicheres Reiseziel" nach Spanien lenken, war nicht ausreichend, um die Auswirkungen der Inflation und der veränderten Konsumgewohnheiten auszugleichen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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