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Tesla Model 3 verdrängt Dacia Sandero von der September-Spitze
Ein Forumsnutzer behauptet, der Tesla Model 3 habe den Dacia Sandero bei den September-Zulassungen in Spanien überholt, doch das Sandero führt die Jahrespbilanz weiter mit 26.000 Einheiten gegenüber…
Tesla Model 3 führt die September-Zulassungen an und überholt den Dacia Sandero
Ein Forumsnutzer behauptet, der Tesla Model 3 sei im September zum meistverkauften Auto Spaniens geworden und habe damit den Dacia Sandero überholt – laut den Zahlen, mit denen die Händler arbeiten. Die Meldung, die zunächst in einem Wirtschaftsforum kursierte, hat eine lebhafte Debatte ausgelöst, ob es sich um einen echten Trendwechsel handelt oder um einen Schein, der durch den Auslieferungsrhythmus des amerikanischen Herstellers entsteht. Während die einen den Durchbruch des Elektroautos feiern, erinnern andere daran, dass das in Marokko gefertigte Sandero das laufende Jahr weiter anführt und sein Preis von unter 20.000 Euro es für die meisten Geldbeutel unschlagbar macht.
Der Faktor der quartalsweisen Auslieferungen
Der Schlüssel zum Überraschungserfolg liegt in der Logistik. Tesla liefert Autos nicht kontinuierlich aus, sondern bündelt die Verschiffungen im letzten Monat jedes Quartals. Die Model 3, die nach Europa kommen, werden per Schiff aus China oder den USA geliefert, da die Gigafactory in Berlin nur den Model Y produziert. Dadurch schießen die Verkäufe alle drei Monate in die Höhe und fallen danach auf ein Minimum. Im August verkaufte Tesla beispielsweise nur wenige Einheiten, im September dagegen Tausende. Dieses Muster wiederholt sich und verzerrt die Monatsvergleiche.
Preis und Zugänglichkeit: die Kluft zwischen zwei Welten
Das Model 3 beginnt bei rund 40.000 Euro, hinzu kommt die Installation einer Ladestation, sei es in einer Gemeinschaftsgarage oder über Solaranlagen. Der Dacia Sandero hingegen ist für unter 20.000 Euro zu haben und erfordert keine zusätzliche Investition. Dieser Preisunterschied erklärt, warum das Sandero in 2026 bisher 26.000 Einheiten verbucht hat, gegenüber 13.000 für alle Tesla-Modelle zusammen. Die Mittelschicht, die in Ein- und Reihenhäusern am Rand der Großstädte lebt, ist die natürliche Zielgruppe für Elektroautos, während die Mehrheit der Bevölkerung weiterhin zum klassischen Verbrenner greift.
Ist das das Ende des Verbrennungsmotors?
Trotz der Schlagzeile fahren drei von vier in Spanien verkauften Autos weiterhin mit Verbrennungsmotor. Die Europäische Union hat den Zeitplan gelockert, und es ist längst nicht mehr sicher, ob das Verkaufsverbot für Diesel- und Benzinfahrzeuge 2035 tatsächlich greift. Das hindert die Industrie nicht an der Umstellung auf Elektro, doch das Tempo bestimmt die Kaufkraft der Kunden. Solange das Sandero das günstigste Auto am Markt bleibt, wird es das Rennen nach Menge gewinnen. Das Model 3 ist ein Auto mit Prestigefaktor, aber nicht das Auto der Mehrheit.
Die offene Frage ist, ob sich die Führung des Model 3 im September in den kommenden Monaten wiederholen wird oder ob es erneut ein quartalsweiser Schein bleibt. Die Zahlen aus Oktober und November werden die Unbekannte klären. Sicher ist: Die Debatte zwischen Elektro- und Verbrennungsantrieb lebt weiter wie nie, und der Geldbeutel entscheidet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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