Tesla-Laden: Stromkosten auf Langstrecke fast wie Diesel

Ein Foren-Nutzer rechnet vor, dass Tesla-Ladepreise über 40 Cent/kWh liegen und E-Autos ca. 20 kWh/100 km verbrauchen – das entspricht 8 Euro pro 100 km.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Tesla-Laden: Stromkosten auf Langstrecke fast wie Diesel
Forennutzer schätzt Kosten für Langstrecken-Laden auf 8 Euro pro 100 km

Eine im Forum kursierende Berechnung beziffert die Kosten für eine 400-km-Strecke mit einem mittelgroßen Elektroauto, ausschließlich an Schnellladern geladen, auf etwa 32 Euro. Derselbe Weg mit einem Diesel (5,5 l/100 km) würde bei einem Preis von 1,28 Euro pro Liter rund 28 Euro kosten. Die Autoren betonen, dass dies kein Extremfall sei, sondern der heutige Durchschnitt für Fernreisen. Teslas Supercharger-Netzwerk, das Fahrer als zuverlässig und vergleichsweise günstig beschreiben, läge bereits über 40 Cent pro kWh, während ein mittelgroßes E-Auto nahe 20 kWh pro 100 km verbraucht. Das ergibt 8 Euro. Im Vergleich zu den 7 Euro des Diesels wäre der historische Kostenvorteil des Elektroautos kaum noch vorhanden.

Was kostet Laden außerhalb des Hauses?

Der Strompreis hängt vom Betreiber der Ladesäule ab; keine Kette bietet Rabatte. Ionity berechnet 0,70 Euro pro kWh; Repsol liegt bei 0,54 Euro für 50-kW-Lader, die ein Nutzer als schwache Hardware bezeichnet. Tesla, bekannt für Zuverlässigkeit, läge laut diesen Berichten über 0,40 Euro. Manche nennen es direkt Abzocke. Die Reisekostenrechnung berücksichtigt zudem nicht die Zeit: Jeder Ladestopp bedeutet Wartezeit, die beim Tanken eines Diesels anfällt.

Nur das Laden zu Hause ist wirklich wirtschaftlich

Hier bleibt das Elektroauto im Vorteil, auch wenn der Abstand schrumpft. Mit eigenem Zähler in einer Tiefgarage und Nacht-/Wochenendtarif zahlten manche 0,05 Euro pro kWh; ihr Versorger hat den Preis auf 0,068 Euro erhöht. Für Haushalte ohne diese Option bewegen sich die Haushaltsstrompreise laut einem Teilnehmer zwischen 0,10 und 0,20 Euro pro kWh. Reale Einsparungen entstehen nur nachts und besonders in Kombination mit Photovoltaik. Außerhalb der eigenen Steckdose verschwindet der Kostenvorteil schnell.

Reifenverschleiß: Der versteckte Kostenfaktor

Auch die versprochenen Wartungskosten stimmen oft nicht. Ein Verbrenner wechselt Reifen im Schnitt alle 40.000 Kilometer; ein Elektroauto mit seiner zusätzlichen Batterielast von fast einer Tonne nutzt sie schneller ab. Extreme Verschleißfälle werden bei 20.000 km genannt, doch die häufigste Angabe unter Händlern bleibt bei 40.000 km. Allerdings steigen die Preise: Für Reifen größerer E-Auto-Modelle werden Budgets von 400 Euro pro Stück veranschlagt.

Warum nutzen E-Autos Reifen schneller ab?

Es liegt am Gewicht und am Drehmoment. Elektro- und Hybridfahrzeuge beschleunigen sofort stark, sobald man aufs Gaspedal tritt. Jedes Anfahren mit hohem Drehmoment ab der ersten Millisekunde belastet das Gummi. Es ist kein Markenproblem, sondern Physik. Die Ausgaben verschieben sich von der Zapfsäule zur Werkstatt, wo die Rechnung ohne die Kaufprämien auskommt, die den Erwerb subventionierten.

Ohne Garage keine praktikable Elektrifizierung

Das Kernproblem ist nicht der Preis, sondern die Infrastruktur zum Laden. Kritiker der Elektrifizierung argumentieren, dass das Laden aller Autos in Wohnstraßen nicht nur logistisch schwierig, sondern unmöglich sei: Sie behaupten, dass Niederspannungsnetze und lokale Transformatoren die zusätzliche Last nicht bewältigen könnten. Die oft zitierten skandinavischen Beispiele funktionierten, so die Kritik, nur in spezifischen Straßen mit langsamer Ladegeschwindigkeit und erheblichen Vorarbeiten – weit entfernt vom universellen Ladesäulen-Versprechen der offiziellen Narrative.

Regierung setzt Frist von 80 Tagen für Ladesäulen

Der regulatorische Impuls kam nach dem Schock des großen Stromausfalls. Die Regierung – zusammen mit der CNMC (spanische Wettbewerbsbehörde) und dem Ministerium, die lange schlummernde Vorschriften wieder aktivierte – hat eine Frist von 80 Tagen festgelegt, damit Elektroauto-Ladesäulen betriebsbereit sind. Diese Maßnahme übt Druck auf die Verteilernetzbetreiber aus, die bisher ihr eigenes Tempo vorgaben, und beschleunigt Installationen, die gesetzlich bereits ohne Genehmigung möglich waren.

Oslos E-Busse und die Kälte

Die Tücken der Elektrifizierung zeigt das Klima. Laut einem Beitrag im Forum investierte Oslo Millionen in Elektrobusse, musste aber bei Temperaturen von minus 12 Grad Celsius 90 Fahrtausfälle verkraften. Die Reichweite sinkt, die Heizung zieht Energie aus der Batterie, und der Service leidet. Eine unbequeme Erinnerung: Die Technologie funktioniert gut in Broschüren, aber schlecht im Januar.

Auch das Umweltargument steht unter Druck. Manche weisen darauf hin, dass Kohle nur etwa 1,1 % des spanischen Strommixes ausmacht und mehr als die Hälfte erneuerbar ist, während andere kontern, dass elektrisches Tanken Geldabflüsse an Öllieferanten stoppt. Doch diese Ersparnis sieht der Fahrer nicht, wenn er die Rechnung an der Ladesäule prüft.

Besonders beunruhigend ist die Zukunftsperspektive: Nach Einschätzung eines Teilnehmers könnte der Sparvorteil privater Elektroautos durch weiter steigende Haushaltsstrompreise in weniger als fünf Jahren verschwinden. Dann stellt sich nicht mehr die Frage, wo man lädt, sondern ob sich ein Auto überhaupt noch lohnt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (205 Antworten).

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