Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Tappi Tikarras: Björks erste Band von 1982
Tappi Tikarras, Björks Band von 1982: Ein Video, das zwischen frühem Talent und Ratlosigkeit schwanken lässt. Ihre erste Platte erzielt rund 300 Euro.
Tappi Tikarras, Björks Band von 1982: ein unbequemes Dokument
Alles rund um Tappi Tikarras macht unbehaglich. Das Dokument stammt aus dem Jahr 1982, als Björk eine isländische Teenagerin ohne Plattenvertrag, ohne Englisch und ohne jede Absicht war, jemandem zu gefallen. Die Darbietung ist rau, der Klang entspricht dem technischen Stand der Zeit, und das Ganze wirkt eher wie eine Probe als wie ein Konzert. Und genau deshalb funktioniert es: Nichts ist poliert oder kalkuliert. Da ist eine Band, die versuchen wollte, einen Sound zu finden, und eine Stimme, die noch nicht wusste, was sie mit der eigenen Stimmlage anfangen sollte.
Was man im Video von 1982 sieht und hört
Das Material kursiert seit Jahren in Fanarchiven und auf Videoplattformen und löst jedes Mal dieselbe Reaktion aus: Ratlosigkeit. Die Sängerin erscheint in einem Register, das viele nicht wiedererkennen, mit roher instrumentaler Begleitung und einer Inszenierung, die man heute als amateurhaft bezeichnen würde. Manche vergleichen diese Phase mit ihrem späteren Schaffen und holen den Taschenrechner heraus: Zwischen den beiden Etappen liegen elf Jahre, und der ästhetische Sprung ist so gewaltig, dass es immer wieder heißt, es seien fünfundzwanzig vergangen. Die Chronologie stimmt nicht mit der Wahrnehmung überein.
Der Markt hat den Rest erledigt. Die erste Platte der Band erzielt im Sammlerbereich Preise von rund 300 Euro. Ein Objekt, das 1982 fast niemand aufgehoben hat und das heute als Archivstück verkauft wird. Das Detail fasst das Phänomen zusammen: Material, das damals verspottet wurde, wird Jahrzehnte später zum Sammlerobjekt.
Von der isländischen Szene zum Kino von Lars von Trier
Die spätere Laufbahn ist es, die das Interesse trägt. Wer ihre Figur verteidigt, verweist darauf, dass ihre Arbeit vor der Kamera – mit Lars von Trier und mit Robert Eggers in The Northman – auch ohne Gesang funktioniert. Dieselbe Interpretin, der man die Stimme abspricht, trägt also den Film. Andere gönnen ihr nichts: Sie sei nie Sängerin, Musikerin oder Komponistin gewesen, und ihr Erfolg erscheint ihnen als ungelöstes Rätsel.
Der musikalische Streit: Ist das Kontrapunkt?
Der unterhaltsamste Teil der Angelegenheit ist die fachliche Debatte. Eine Seite behauptet, das Fundament baue eine Basslinie auf, die mit einer hohen Melodie dialogisiere, und etikettiert das als Kontrapunkt. Darauf erwidert die andere, Kontrapunkt verlange übereinanderliegende Stimmen mit unabhängigen Melodien, und ein Bass unter einer Melodie genüge nicht. Der Dissens bleibt offen: Es wird diskutiert, ob bestimmte rhythmische Muster mit kompositorischer Struktur verwechselt werden, und am Ende wird Bach als Schiedsrichter herbeigerufen. Dieser Streit tobt seit Jahrzehnten in der populären Musik.
Der Schatten eines Fans, der in einer Tragödie endete
Die dunkelste Episode hat mit der Musik nichts zu tun. Ein besessener Fan bedrängte sie jahrelang und schickte ihr schließlich eine Sprengfalle, bevor er sich das Leben nahm – ein dokumentierter Vorgang, der ohne Ausschmückungen erzählt wird. Die Künstlerin soll sich nach dem Schock eine Zeit lang in Sevilla aufgehalten haben. Die konkreten Details tragen nichts bei, und man sollte nicht dabei verweilen.
Da das Vinylsammeln im Aufschwung ist, wird die erste Platte von Tappi Tikarras wohl weiter an Wert gewinnen, und das Video wird jedes Mal, wenn jemand es wieder ausgräbt, neue Kontroversen hervorrufen. Was sich kaum ändern wird: die Unfähigkeit, sich darauf zu einigen, ob das Talent oder schlicht Lärm war.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (48 Antworten).
Eine Influencerin postet ein Video in enger Kleidung, Männer weisen darauf hin, sie reagiert wütend. Das Paradox zwischen Selbstdarstellung und Reaktion in den sozialen Medien.
Ein Patient, der seit 2005 in Behandlung ist, hat drei Psychiater durchlaufen und muss bis Oktober auf den fünften warten. Die öffentliche psychiatrische Versorgung ist überlastet.