Weibliche Körper: zwischen Debatte und Waage

Ein anonymer Kommentar-Austausch zeigt, wie der weibliche Körper im Netz weiterhin bewertet und zum Objekt gemacht wird. Wie lange noch?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Was sagt es über uns aus, wie mühelos wir eine Frau zum Objekt reduzieren?

In den am wenigsten kontrollierten Ecken des Internets ist Anonymität nach wie vor ein Alibi für die Objektifizierung. Ein Kommentar-Austausch in einem digitalen Raum zeigt, wie der Körper einer Frau ganz ohne Provokation zur Vorlage für Geschmacklosigkeiten, tierische Vergleiche und eine Kontrolle über ihr Gewicht wird, die niemand verlangt hat. Die Äußerungen reichen von sens Anspielungen bis zu offener Geringschätzung – alles mit der Selbstverständlichkeit von Menschen, die glauben, über fremde Körper dürfe man urteilen.

Manche nennen es „digitalen Sens auf Stammtisch-Niveau“. Andere sehen darin ein Symptom für etwas Tieferliegendes: das Fortbestehen eines männlichen Blicks, der alles misst, wiegt und einordnet. Am Ende spielt es keine Rolle, ob die Frau übergewichtig ist oder nicht: Allein die Tatsache, dass ihr Körper öffentlich diskutiert wird, sagt mehr über die Redner aus als über sie.

Die Ironie: Während über ihr Gewicht gestritten wird, fühlen sich diejenigen, die mitreden, keineswegs als Last. Zumindest in den sozialen Medien bleibt der Körper der Frau verhandelbar – und der Maßstab ist die Waage.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (47 Antworten).

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