Survivalisten-Sekten der 1960er Jahre: Bunker, Gasmasken und das Warten auf die Apokalypse

Die Survivalisten-Bewegung entstand in den 1960er Jahren als Reaktion auf das Wettrüsten. Sie bauten Bunker und befestigte Dörfer und warteten auf den Untergang.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Survivalisten-Sekten entstanden in den 1960er Jahren und bereiteten sich auf einen Dritten Weltkrieg zwischen der UdSSR und den USA vor, indem sie Bunker bauten und Lebensmittel lagerten. Die Bewegung verlor mit der Entspannungspolitik der späten 1980er Jahre an Bedeutung und verschwand in den 1990ern fast völlig.

Der Name kommt vom englischen Wort „survival“, Überleben. Und genau darum ging es: zu überleben, was sie für das Jüngste Gericht hielten, den Dritten Weltkrieg, den Zusammenprall zwischen der UdSSR und den USA, den viele mitten im Kalten Krieg für sicher hielten. Die Zeitschrift **Lenguajes artificiales (Siglos XIX-XXI)** (Künstliche Sprachen, 19.–21. Jahrhundert) beschreibt, wie diese religiösen Randgruppen auf das Wettrüsten reagierten, und zwar auf ziemlich eigenwillige Weise: Statt das Weltende mit gefalteten Händen abzuwarten, machten sie sich ans Graben.

## Bunker, Gasmasken und unterirdische Kraftwerke

Sekten entstanden in ganz Europa und den USA. In Italien, Dänemark, den USA. Bunker und ganze befestigte Dörfer wurden gebaut. Tonnen von Lebensmitteln. Gelagertes Trinkwasser. Schutzausrüstung wurde massenhaft gekauft: Atemmasken, Gasmasken, Schutzanzüge. Manche errichteten unterirdische Kraftwerke, um während eines „nuklearen Winters“ die Heizung laufen zu halten. Die Logistik war kein Detail am Rande: Es ging um Infrastruktur, die auf Monate, vielleicht Jahre unter der Erde ausgelegt war.

Die meisten dieser Sekten organisierten sich nach militärischen Linien. Strenge Disziplin, Kampfausbildung, ständige Übungen, um den Angriff der „teuflischen Kräfte“ während des Weltuntergangs abzuwehren. Das Religiöse trat seltsamerweise in den Hintergrund. Einige entwarfen Pläne, die Welt nach der nuklearen Katastrophe neu zu ordnen, überzeugt, dass nur sie überleben würden und dass sie, gut vorbereitet, eine dominante Stellung in der „erneuerten“ Welt einnehmen würden.

## Der Niedergang mit der Entspannung

Die Entspannung zwischen den Supermächten Ende der 1980er Jahre nahm ihnen das Hauptargument. Ohne einen Dritten Weltkrieg in Sicht verfiel die Bewegung und verschwand Ende der 1990er praktisch. Vereinzelte Sekten gibt es noch, vor allem in den USA.

Heute ähneln Survival-Fans eher Hobbyclubs. Sie treffen sich online, um über Messerschärf-Techniken, den Bau von Bunkern, die Ausrüstung für die Taiga oder das Ausweichen vor herabfallenden Raketen zu sprechen. **ELbichito-19** belebte das Interesse kurzzeitig, aber nicht für lange. Extreme Vorsorge folgt einem Zyklus: Sie kehrt zurück, wenn die Angst zurückkehrt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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