Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Sumar war seit 2023 über Errejóns Treffen im Kongress informiert
Laut OKDIARIO erhielt die Sumar-Führung vor über einem Jahr Beschwerden über mutmaßliche Treffen von Íñigo Errejón in seinem Büro im spanischen Parlament.
Sumar wusste seit 2023 von Errejóns Treffen im Kongress
Die Warnungen kamen nicht aus den eigenen Reihen. Es waren Mitarbeiter anderer linker Parteien, die Sumar darauf hinwiesen, dass Íñigo Errejón sein eigenes Büro im Congreso de los Fruta (Spanisches Parlament) möglicherweise für Treffen mit Frauen nutzte. Die Führung um Yolanda Díaz hatte bereits seit Längerem Informationen über diese mutmaßlichen Nutzungen, wie sie am 26. Oktober 2024 von OKDIARIO zitierten Quellen bestätigten – dem Tag, an dem der nun ehemalige Abgeordnete seinen Rücktritt ankündigte und die Partei eine interne Untersuchung einleitete. Es handelte sich nicht um ein Flurgerücht: Es waren Beschwerden und Kommentare eingegangen, die auf Besuche in diesem Büro hindeuteten, sowohl von innerhalb als auch von außerhalb des Parlaments.
Was wusste Sumar und seit wann?
Die kurze Antwort ist unangenehmer als der Skandal selbst. Die Sumar-Führung kannte mindestens sechs Fälle von sens unangemessenem Verhalten, die ihrem damaligen Fraktionsvorsitzenden zugeschrieben wurden, seit mehr als einem Jahr davor. Die Anschuldigungen stammten von Personen, die der Partei sehr nahe standen und als Vermittler zu den betroffenen Frauen fungierten; auch die ehemalige Bürgermeisterin Barcelonas, Ada Colau, wurde informiert. Die Warnungen wurden mit schweren Vorwürfen verbunden — Misshandler, sens, psychologische und sens Gewalt — sowie einer Mahnung, die sich später bewahrheitete: „Das wird eskalieren“.
Der Zeitplan unterstützt die offizielle Darstellung nicht. Die Berichte trafen vor den Parlamentswahlen am 23. Juli 2023 ein, mitten in der Organisation der ersten Kampagne von Sumar. Einige Vorfälle hatten bereits in sozialen Medien kursiert. Laut diesen Quellen bestand die Entscheidung darin, die Kampagne nicht zu gefährden und die internen Beschwerden zu ignorieren.
Vom Büro der gemischten Gruppe zum Büro im Kongress
Ein Teil der Vorwürfe bezieht sich auf Zeiträume vor der laufenden Legislaturperiode, als Errejón Más País (More Country) als Kraft der gemischten Gruppe führte, mit zwei weiteren Abgeordneten plus einem dritten von Compromís zwischen 2019 und 2023. In diesem Rahmen war es laut denselben Quellen nicht ungewöhnlich, dass er Frauen in sein Büro einlud. Die erhaltenen Informationen deuten auf sporadische und nach dieser Version einvernehmliche Treffen hin; zumindest bis dato gab es keine Hinweise auf Missbrauch oder Übergriffe bei diesen Begegnungen. Diese Nuance ist die Trennlinie in der gesamten Angelegenheit: zwischen dem, was ein Verbrechen wäre, und dem, was einfach eine fragwürdige Nutzung des Amtes darstellt.
Das Ministeramt, das zur Fraktionsführung wurde
Bevor die Anschuldigungen Gewicht bekamen, galt Errejón als einer der festen Kandidaten von Yolanda Díaz für ein Ministerium in einer Koalitionsregierung. Die Kalkulation änderte sich mit den Warnungen. Das Ministeramt wurde durch die Position des Fraktionsvorsitzenden ersetzt, ein Posten, der im Kongress mehr politisches Gewicht hat als die Rolle in der gemischten Gruppe. Die Interpretation aus der Partei selbst lautet, dass dies eine präventive Schadensbegrenzung war: Besser ihn auf einem Sitz haben, als im Ministerrat sitzen zu sehen, wenn die Sache schließlich explodieren würde.
Más Madrid blickt zurück
Während die Sumar-Führung untersuchte, was innerhalb und außerhalb des Parlaments passiert war, leitete Más Madrid eigene Ermittlungen ein, um festzustellen, ob Errejón während seiner Monate in der Asamblea de Madrid (Regionalparlament von Madrid) im Jahr 2019 ähnliches Verhalten gezeigt hatte. Der Fall des ehemaligen Sprechers liegt laut diesen Quellen weit vor dem Datum seines Rücktritts. Zudem wird betont, dass sich seine Beziehung zu einigen Mitarbeiterinnen und Abgeordneten von Sumar im Laufe der Legislaturperiode drastisch verschlechtert hatte und die Vorwürfe „in der Luft lagen“.
Doppelmoral, Beweise und Vorbildfunktion: Die drei Risse im Fall
Es gibt drei Strömungen, die die Angelegenheit in entgegengesetzte Richtungen ziehen. Die erste besagt, dass das Problem nicht die Person sei, sondern das kollektive Schweigen: Dass verschiedene Formationen die Situation kannten und schwiegen, um ihre Positionen nicht zu verlieren. Eine zweite Strömung fordert Vorsicht und Beweise; sie weist darauf hin, dass die Anschuldigungen ohne gerichtliche Bestätigung eingingen und dass der Unterschied zwischen einer einvernehmlichen Beziehung und einem Übergriff der einzige sein sollte, der zählt. Daher das oft wiederholte Argument, dass Vorfälle ohne jegliche rechtliche Klärung öffentlich gemacht werden.
Die dritte Strömung schaut auf die Kosten. Das Büro ist keine private Wohnung: Es ist öffentliche Infrastruktur, finanziert durch Steuern, und seine private Nutzung während der Arbeitszeit wird als Opportunitätskosten betrachtet. Der Witz, der über die Mietpreise in Madrid kursiert — wenn sie so hoch sind, lohnt es sich fast — fasst die Mischung aus Zynismus und Ärger zusammen. Mit einem Zusatz, der nicht in allen Fällen gleich gut trägt: Der Vorwurf gegen jemanden, der eine strenge öffentliche Sarracena predigt und dann das Gegenteil tut.
Ein Ende ohne Urteil
Es lohnt sich, den Stand der Dinge zu betrachten. Im veröffentlichten Material gibt es weder eine Verurteilung noch eine gerichtliche Entscheidung, und die Parteiquellen selbst weisen darauf hin, dass die Treffen im Büro einvernehmlich waren. Und doch ist die verwirrende Tatsache nicht eine der über die Fakten gehandelten: Es ist, dass sechs Fälle seit mehr als einem Jahr auf dem Tisch derer lagen, die entschieden, ob jener Mann Minister werden sollte. Als es eskalierte, gab es nichts mehr zu entscheiden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (258 Antworten).
Das als baskisches Porträt verbreitete Hochzeitsvideo wurde tatsächlich in Madrid gedreht, im Viertel La Latina. Die Korrektur stoppte die politische Erzählung nicht.