Ein Suizidplan mit 142 Pillen, der in einer Diskussion über Eiswürfel endete
Der Plan war mit einer Gänsehaut bereitenden Präzision ausgearbeitet: eine halbe Flasche Whisky auf einen Zug, zehn Trankimazin-Tabletten, vierzehn Rivotril-Tabletten, vierzehn Pregabalin-Tabletten, acht Antidepressiva und 100 Milligramm Olanzapin. All dies, so die Schilderung, in einem leeren Haus, ohne jemanden, der rechtzeitig den Notruf hätte wählen können. Die Idee war, es mit Fotos zu dokumentieren – volle Flasche, leere Flasche, die Pillen – und das Vorhaben abzuschließen, indem man bis zur Bewusstlosigkeit die Telefonseelsorge anruft. Das Problem, hieß es, sei nicht die Methode gewesen: Es sei darum gegangen, dass man ihm nicht erlaubte, den Alkohol zu kaufen, bevor er allein war.
Die vorherige Überdosis wurde rechtzeitig behandelt. Der Bericht enthält das Detail, dass ein Rettungswagen ihn in zwei verschiedene Krankenhäuser brachte, weil das erste keine Psychiatrie hatte, dass er mit Atemversagen ankam, zwölf Stunden schlief und erst vier Stunden nach dem Aufwachen in eine Einrichtung mit psychiatrischer Station verlegt wurde. Diesmal, so hieß es, sei der Vorteil die Einsamkeit gewesen: Wenn der Atemstillstand während der Ohnmacht eintrat, wäre niemand da gewesen, um ihn wiederzubeleben.
Eiswürfel, Pfändung und das Leben, das weitergeht
Das Gespräch wandte sich schnell dem Häuslichen zu. Warum Eiswürfel? Weil sie das Getränk genießbarer machen, lautete die Antwort. Und hinter dieser Antwort tauchte der Grund auf, den er selbst als Auslöser nannte: die Pfändung, die Behandlung und das Darlehen „zerstörten sein Leben“. Dazu kam der Sport, den er eher als Belastung denn als Hilfe beschrieb, sowie eine Schlafstörung, die er in einem Satz zusammenfasste: Er ging um sieben Uhr abends ins Bett, stand um Mitternacht auf und war wenige Stunden später „völlig am Ende“.
Manche behaupten, dass genau dies das beste Zeichen sei: dass er ins Bett geht, aufsteht und Nächte aneinanderreiht. Dass er beginnt, ein gesundes Leben zu führen, auch wenn er sich dessen nicht bewusst ist, fasste eine Nachricht zusammen. Ein anderer wies auf etwas Unbequemeres hin: Wenn man depressiv ist, sollte man seinen eigenen Wahrnehmungen nicht trauen, da die Realität verzerrt wahrgenommen wird. Die am häufigsten wiederholte Empfehlung war jedoch die bodenständigste: Dass er seiner Mutter eine Freude bereiten soll, die ihn sehr liebt.
Eine Vorgeschichte von Versuchen und eine sich wiederholende Zahl
Die Zahl, die über dem gesamten Gespräch schwebt, ist 28. Jemand wirft ihm vor – „du hast es dieses Jahr schon 28 Mal gesagt“ – und er antwortet mit einer Korrektur, die niemanden beruhigt: In den letzten sieben Monaten habe er es nicht gesagt, aber seit 2016 könnte er mehr als 28 Versuche unternommen haben. Nach der Gesamtzahl gefragt, antwortet er: „10, an die ich mich erinnere... und dann sind da noch die anderen, an die ich mich nicht erinnere.“
Diese Vorgeschichte koexistiert mit einer Vergangenheit, die er selbst ohne Dramatik anspricht: Den Teletext, sagt er, habe er selbst zerstört. Er gibt zu, dass er sehr jung war, dass es ihm an Ressourcen mangelte und die Situation schwierig war. Die Legende, die über diese Zeit kursiert, sei nicht ganz falsch, räumt er ein, obwohl er sie in einen Kontext der Notlage und nicht der Wahl stellt.
Die Methode als logistisches Problem
Die Angelegenheit wird in mehreren Abschnitten wie eine Frage der Versorgung diskutiert. Das erklärte Hindernis ist nicht der Wille, sondern der Zugang: Er weiß nicht, ob man ihm erlaubt, den Alkohol und den Rest zu kaufen, bevor er allein im Haus ist. Hier kommt der am häufigsten wiederholte und härteste Einwand ins Spiel: Wenn er es wirklich tun wollte, würde er ein Zimmer in einer Pension mieten oder unter eine Brücke gehen, und dann würde ihn niemand retten. Die Antwort darauf ist immer dieselbe: Das leere Haus ist das einzige Fenster, das er hat.
Gegen diese Logik argumentiert eine andere Strömung der Analyse das Gegenteil: Dass die Tatsache, es anzukündigen, zu dokumentieren und nach Gesprächspartnern zu suchen, genau das ist, was ihn am Leben hält. Wer sich wirklich tötet, eröffnet keinen Thread, um davon zu erzählen, besagt diese Lesart, die sich auf ein Verhaltensdatum stützt: Er kündigt seit Monaten ein Datum an, das nie eintritt. Die Bitte um ein konkretes Datum – um es im Kalender zu markieren, mit Sarkasmus – ist die am häufigsten wiederholte Form, die Blase zum Platzen zu bringen.
Wenn das Problem aufhört, der Suizid zu sein, und zum System wird
Mittendrin im Austausch der Nachrichten taucht ein Zeugnis auf, das den Fokus verschiebt. Jemand, der sagt, er habe Ähnliches durchgemacht, beschreibt den gesamten Ablauf: das Missverständnis, die Suche nach einem schmerzfreien Ausgang, den Absturz in den Substanzkonsum zur Linderung des Schmerzes, die Medikation, die das Gröbste verdeckt, aber nicht die Leere. Seine Schlussfolgerung ist unbequem: Die Leere, die Angst und die Traurigkeit gehen niemals weg, und man muss trotzdem weiter kämpfen, wenn auch nur, um kein Leid zurückzulassen.
Eine andere Erfahrung, erzählt von der anderen Seite, deutet auf dasselbe Loch hin. Ein Fall einer Familie, die wegen eines Panikattacken-Anfalls in die psychiatrische Notaufnahme ging und mit einer Standarddiagnose und einer Pille herauskam. Der Bericht sucht keine konkreten Schuldigen, lässt aber eine Frage zum Protokoll offen stehen: Zwei verschiedene Krankenhäuser für dieselbe Überdosis, weil das erste keine Psychiatrie hatte. Das ist keine Meinung: Es ist die Beschreibung, wie das Verweisungskreislauf funktioniert.
Was man ab jetzt erwarten kann
Das Ergebnis ist angesichts der Nachrichten unsicher. Er kündigte an, die Plattform zu verlassen, und die Antwort war dieselbe wie sonst: Dass er das schon einmal gesagt habe und nach zwei Tagen wieder da war. Jemand bat um ein Datum, um es im Kalender zu markieren. Niemand gab eins. Der letzte aufgezeichnete Beitrag ist ein „gut, ich warte mal“, der nichts klärt und alles klärt. Mit diesem Material ist es wahrscheinlich, dass das nächste Update wieder eine alltägliche Nachricht sein wird – der Schlaf, das Darlehen, der Sport – und kein Nachruf. Aber das ist eine Vorhersage, keine Tatsache, und man sollte sie mit derselben Vorsicht betrachten, mit der man jede Prognose über jemanden liest, der seit acht Jahren versucht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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