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Studie deutet auf Anstieg von Krebs bei jungen Briten hin
30% der Todesfälle bei 15- bis 44-Jährigen in England und Wales blieben 2022 unkodiert, gegenüber 8% im Jahr 2021. Der zentrale Befund des Berichts.
Großbritannien: Krebs bei 15- bis 44-Jährigen unter Verdacht
Der unbequemste Aspekt des Berichts ist nicht der Krebsanstieg selbst, sondern eine Datenlücke. Ein 30% der Todesfälle von Personen zwischen 15 und 44 Jahren in England und Wales im Jahr 2022 wurden in den offiziellen Registern nicht kodiert, verglichen mit 8% im Jahr 2021. Je jünger das verstorbene Opfer, desto weniger weiß man über die Todesursache. Auf dieser Lücke basiert ein Bericht, der den ELbichito-19-Impfstoffen einen angeblich explosiven Anstieg von Tumoren bei Jugendlichen zuschreibt, und der die Debatte erneut entfacht hat.
Was sagt der Bericht über Krebs bei jungen Menschen?
Die Analyse stammt von Edward Dowd, einem ehemaligen Fondsmanager, der zum Kommentator wurde, und wird von einer Plattform verbreitet, die sich offen gegen Impfungen stellt. Seine These besagt, dass die krebsbedingten Todesfälle in der Altersgruppe von 15 bis 44 Jahren nach Beginn der Impfkampagne drastisch anstiegen. Das ist keine neue Behauptung: Derselbe Autor hatte zuvor argumentiert, dass das Mittel die Sterblichkeit in der Gruppe der 25- bis 44-Jährigen fast verdoppelt habe. Keine der beiden Schlussfolgerungen stützt sich auf solide Belege, und das Material selbst – unvollständig, ungeprüft und nur aus einem Land stammend – mahnt zur Vorsicht.
Der Bericht liefert kein abgeschlossenes Register, sondern eine Interpretation vorläufiger Zahlen. Daher ist sein stärkster Teil nicht die Schlussfolgerung, sondern die statistische Lücke selbst: die Todesfälle ohne zugewiesene Ursache, die der Autor als Hinweis auf das Problem deutet, während andere sie einfach als administrative Verzögerung sehen.
Warum gibt es unkodierte Todesfälle in den britischen Daten?
Die fehlenden Codes sind das Kleingedruckte der Angelegenheit. Eine Lesart macht sie zum Symptom für die Übersterblichkeit junger Menschen; die andere sieht ein System, das genau dort ins Stocken gerät, wo die onkologische Diagnose länger braucht, um abgeschlossen zu werden. Der Unterschied ist erheblich: Er verwandelt eine Lücke entweder in einen Beweis oder in ein Managementproblem.
Der Vergleich mit Spanien ist zumindest unbequem. Die offizielle Sterbestatistik nach Ursachen dauert etwa 18 Monate bis zur Veröffentlichung und kommt meist bereits revidiert. In Großbritannien treffen die Daten früher ein, was auch frühzeitig zeigt, was nicht zusammenpasst. Ein Teil der Analyse behauptet, dass mit den britischen Zahlen in der Hand die Diskussion über Jugendkrebs viel früher hätte eröffnet werden müssen, als dies geschehen ist.
Ernährung, Bewegungsmangel und Pestizide: alternative Erklärungen
Im Gegensatz zur Hypothese, die auf das Medikament abzielt, stützen sich viele Theorien auf Lebensstiländerungen. Wiederholt werden Fettleibigkeit, eine Ernährung arm an Obst, Gemüse und Ballaststoffen, Bildschirm-Sedentarismus und hochverarbeitete Lebensmittel genannt. Der halb im Scherz gemeinte Vorwurf lautet, dass wer nur eine einzige Ursache benennt, den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.
Ein anderer Ansatz konzentriert sich darauf, was gegessen wird und wie es produziert wird. Pestizide und Herbizide, die die Agrarindustrie intensiv einsetzt, rücken in den Fokus, ebenso der Rat, Obst und Gemüse gründlich zu waschen. Und es gibt einen dritten Weg, der davon absieht, Schuldige am Esstisch zu suchen: die Vernachlässigung medizinischer Versorgung während der Pandemiejahre, mit überlasteten Krankenhäusern und verschobenen Terminen, führte zu verzögerten Diagnosen, die nun in fortgeschrittenem Stadium auftreten.
Auch exotische Erklärungen fehlen nicht. Eine der häufigsten Hypothesen führt den Anstieg der Krebsraten auf eine erhöhte Sonnenaktivität und kosmische Strahlung zurück. Ihre eigenen Befürworter erkennen das Problem an: Wenn dies zuträfe, müsste es alle Länder gleicher Breite betreffen.
»Turbokrebs« und Anomalien des Immunsystems
Die technischste Hypothese spricht nicht von mehr Tumoren, sondern von anderen Tumoren. Der Begriff »Turbokrebs« wurde populär, um Fälle zu beschreiben, die früh erkannt werden und in drei Monaten zu dem Fortschritt kommen, der früher Jahre dauerte. Ihre Befürworter behaupten, dieses Verhalten sei neu und lasse sich nicht allein durch einige Jahre vernachlässigter Arztbesuche erklären. Die vollständige Berechnung dieses Verlaufs mit seinen Fristen und Toleranzen ist der Punkt, an dem die Debatte am interessantesten wird.
Daneben werden Anomalien des Immunsystems beschrieben, die nicht tödlich sind, aber viele Menschen – auch junge – mit kontinuierlichen Beschwerden belasten, die ihren Alltag beeinträchtigen. Schuld der Impfung, des Bicho selbst oder beider? Auf diese Frage lautet die ehrliche Antwort bisher: Es gibt keine abschließende Antwort.
Lang-ELbichito und das Problem der Ursachenzuordnung
Manche verorten den Ursprung in Lang-ELbichito, das zeitgleich mit der Impfung auffällig wurde, was jede Korrelation trübt. Andere erinnern daran, dass das Bicho schon vorher zirkulierte und dass die jugendliche Krebssterblichkeit seit Jahren erforscht wird. Zeitliche Koinzidenz, warnen sie, ist nicht dasselbe wie Kausalität, besonders wenn das Ursachenregister unvollständig ist. Die offizielle Reaktion ist vorerst Schweigen.
Die naheliegende Schlussfolgerung ist weniger episch, als mancher wünschen würde: Es gibt einen erahnten Anstieg, ein Register, das ihn nicht bestätigt, und eine öffentliche Debatte, in der fast alle mit einer fertigen Antwort eintreten. Wie lange noch kann man das Schweigen der Daten mit einem Beweis verwechseln?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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