Stellantis verliert in China: PureTech-Motor und Ölriemen im Fokus

Forumdebatte über Stellantis: Kritik am PureTech-Motor, dem ölgetränkten Zahnriemen und dem Marktverlust in China.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Stellantis verliert in China: PureTech-Motor und Ölriemen im Fokus
Stellantis und der PureTech-Motor dominieren eine Forum-Diskussion

In einem Forum-Thread zur Lage von Stellantis kritisieren mehrere Teilnehmer den PureTech-Motor und seinen ölgetränkten Steuerriemen. Laut den Beiträgen hat sich das Design zu einem chronischen Problem entwickelt: Der Riemen zerfällt, setzt Partikel frei und verstopft schließlich den Ölkreislauf. Ein Nutzer behauptet, dass der Defekt bereits nach 10.000 Kilometern auftreten kann, ein anderer ist der Ansicht, dass die Gruppe alle ihre Autos und Transporter seit dem Jahr 2020 zur Überprüfung gerufen hat.

Stellantis hat die Lösung schrittweise nachgebessert: zuerst mit einem Riemen aus anderem Material, dann mit einer Kette. Das Update kam zu spät, als das Vertrauen bereits zerstört war. Manche vertreten die These, dass das Problem nicht nur technischer Natur war, sondern auch auf Managementfehler zurückzuführen sei: Die Auslagerung von Ingenieurleistungen an chinesische Partner zur Kostensenkung führte letztlich zu einem von Grund auf fehlerhaften Motor. Der ölgetränkte Riemen ist nicht exklusiv für Stellantis, aber laut den Teilnehmern brach das Problem innerhalb dieser Gruppe am stärksten aus.

Der PureTech-Motor: Der zerfallende Riemen und der damit verbundene Fruta

Der ölgetränkte Riemen des PureTech-Motors ist laut den Thread-Beiträgen zum meistdiskutierten Fall der jüngeren europäischen Industrie geworden. Das Design, das theoretisch Emissionen reduzieren und die Effizienz erhalten sollte, hat sich zu einem chronischen Problem entwickelt: Der Riemen zerfällt, setzt Partikel frei und verstopft den Ölkreislauf. Das Ergebnis ist ein Defekt, der laut den kursierenden Fällen bereits bei 10.000 Kilometern auftreten kann.

Stellantis hat die Lösung schrittweise nachgebessert: zuerst mit einem Riemen aus anderem Material, dann mit einer Kette. Das Update kam zu spät, als das Vertrauen bereits zerstört war. Manche vertreten die These, dass das Problem nicht nur technischer Natur war, sondern auch auf Managementfehler zurückzuführen sei: Die Auslagerung von Ingenieurleistungen an chinesische Partner zur Kostensenkung führte letztlich zu einem von Grund auf fehlerhaften Motor. Der ölgetränkte Riemen ist nicht exklusiv für Stellantis, aber laut den Teilnehmern brach das Problem innerhalb dieser Gruppe am stärksten aus.

Die Paradoxie besteht darin, dass die Gruppe das Problem nur teilweise anerkannt hat, mit Rückrufaktionen, die die Betroffenen laut den Beiträgen nicht überzeugt haben. Das Gefühl, dass die Marke das Image vor der Reparatur priorisiert hat, hat sich unter den europäischen Käufern festgesetzt, die beobachten, wie der Wiederverkaufswert ihrer Fahrzeuge abstürzt.

China ist nicht mehr die Werkstatt der Welt: Es ist der Konkurrent, der dich hinauswirft

Jahrzehntelang war die westliche Strategie in China klar: Mit einem lokalen Partner eintreten, Technologie abgeben und einen Teil des Kuchens behalten. PSA, heute in Stellantis integriert, schloss Allianzen mit Changan und Dongfeng, die jahrelang rentabel waren, so die Beiträge. Das Problem entstand, als der chinesische Markt die europäische Technologie nicht mehr benötigte und begann, wettbewerbsfähige Elektroautos zu Preisen zu produzieren, die hierzulande utopisch erscheinen.

Das Ergebnis ist, dass Stellantis keine Argumente mehr hat. Man kann preislich nicht mit den lokalen Herstellern konkurrieren, technologisch nicht bei Elektroautos mithalten und die Marke genießt nicht mehr den früheren Prestige. Der Rückzug aus China ist kein strategischer Abgang, sondern eine Vertreibung vom Markt. Währenddessen kündigt die Gruppe Investitionen in Aragón (Spanien) mit dem chinesischen Hersteller CATL an, was manche als Versuch interpretieren, nicht aus dem Batteriegeschäft ausgeschlossen zu werden.

Die Kernfrage ist, ob Europa es sich leisten kann, den chinesischen Markt zu verlieren, während es versucht, dort zu konkurrieren. Die Antwort lautet bisher: Nein.

Die menschlichen Kosten: Manager gehen reich, Arbeitnehmer stehen auf der Straße

Während die Gruppe in China zusammenbricht, ziehen sich die verantwortlichen Manager mit millionenschweren Abfindungen zurück. Carlos Tavares, der Mann, der sagte, man müsse „chinesischer als die Chinesen“ sein, verließ seine Position mit einem Vermögen, das es ihm ermöglicht, das Debakel aus der Ferne zu betrachten. Die Asymmetrie ist brutal: Wer die Entscheidungen traf, zahlt nicht die Konsequenzen.

In Spanien ist das Stellantis-Werk in Zaragoza eine der Hauptsorgen. Die Region hängt stark von der Aktivität der Fabrik ab, und jede Anpassung hätte Domino-Effekte auf die lokale Beschäftigung. Die Unsicherheit über die Zukunft der Fabrik mischt sich mit Ankündigungen neuer Batterie-Investitionen, die den Verlust der Fahrzeugproduktion teilweise kompensieren könnten.

Die Frage, die niemand beantwortet, ist, was mit den Arbeitern passiert, wenn die Strategie scheitert. Erfahrungsgemäß sind sie die Letzten, die es erfahren, und die Ersten, die dafür zahlen.

Europäische Politik: Der Schuss ins eigene Bein, den niemand zugeben will

Die europäischen Emissionsvorschriften haben die Hersteller gezwungen, hastig in die Elektrifizierung zu investieren. Einige Analysten argumentieren, dass dieser regulatorische Druck in Kombination mit der chinesischen Konkurrenz den europäischen Gruppen keinen Handlungsspielraum gelassen habe. Andere verteidigen, dass die Regulierung notwendig war und die Industrie sich einfach nicht anpassen konnte.

Tatsächlich ist das Ergebnis dasselbe: Europa verliert Marktanteile, China gewinnt Boden, und europäische Verbraucher zahlen höhere Preise für Autos, die oft schlechter sind als die in Asien verkauften Modelle. Die Paradoxie ist, dass europäische Marken weiterhin in China verkaufen, aber immer weniger und mit Margen, die die Investitionen nicht rechtfertigen.

Die Debatte über Zölle auf chinesische Autos ist die letzte Karte, die Brüssel noch hat. Wenn sie eingeführt werden, steigen die Preise für den europäischen Verbraucher; wenn nicht, wird die lokale Industrie weiterhin Marktanteile verlieren. Es gibt keine einfache Lösung.

Wie geht es jetzt mit Stellantis in China weiter?

Stellantis hat seine Präsenz in China drastisch reduziert und sich für eine geordnete Exit-Strategie entschieden. Die Gruppe hält einige Operationen über Vereinbarungen mit lokalen Partnern aufrecht, aber ihr Marktanteil ist vernachlässigbar. Der Fokus liegt nun auf dem Batteriegeschäft und der Produktion für den Export aus anderen Werken.

Die Frage ist, ob dieser Rückzug endgültig ist oder ob die Gruppe versuchen wird, zurückzukehren, wenn sich der chinesische Markt stabilisiert. Die jüngere Geschichte deutet darauf hin, dass eine Rückkehr viel schwieriger sein wird als der Ausstieg. Unterdessen zahlen die europäischen Käufer weiterhin die Folgen einer Strategie, die nie für sie konzipiert war.



Letztendlich ist das China-Debakel von Stellantis, wie im Thread diskutiert, die Chronik eines angekündigten Todes durch jene, die Autoverkauf mit Nebelkerzen verwechselten.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (146 Antworten).

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