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Spanisches Forum spottet über Freitag-Ritual und Cruising-Guide
Ein Thread im spanischen Forum mischt religiösen Spott, einen Cruising-Leitfaden und eine seit über 600 Tagen andauernde Fehde zwischen Nutzern.
Es gibt ein Ritual, das sich jeden Freitag wiederholt und von seinen Protagonisten mit einer Mischung aus Sarkasmus und Resignation beschrieben wird. Der Plan, wie er in den Eröffnungsnachrichten zusammengefasst wird, besteht aus drei verketteten Schritten: einsame Praxis vor dem Bildschirm, eine Prozession der Buße und dann von vorne beginnen. Der Zyklus, sagen sie, wiederhole sich endlos. Und wer ihn erzählt, tut dies nicht, um ihn zu beanspruchen, sondern um andere damit zu brandmarken.
Die Diskussion, die laut Teilnehmern 46 Antworten und mehr als 600 Tage Aktivität angesammelt hat, beginnt mit einer Anrufung von einem halben Dutzend Eigennamen und driftet in eine Abrechnung, die wenig religiösen und viel nachbarschaftlichen Charakter hat. Was als Spott über angebliche Frömmigkeit beginnt, endet als Porträt davon, wie Freizeit und Konflikt in bestimmten geschlossenen Kreisen organisiert werden.
Racó de Conill und Cruising als Wochenendaktivitäten
Die erste Wendung kommt, wenn jemand den religiösen Spott aufgibt und zur Sache kommt. Man erwähnt, dass man ein paar Mal diesen Sommer am racó de conill (einem abgelegenen Ort) gewesen sei und es vollgestopft mit Paaren und verschiedenen Leuten vorgefunden habe. Man beschreibt einen jungen Kerl, einen Russen aus der Nachbarschaft, dem man auf dem Weg hinauf zur torre el aguiló begegnet, der in Flip-Flops und in gutem Tempo klettert. Die Schlussfolgerung ist, dass der Ort gut frequentiert ist.
Für diejenigen, die direkt zur Sache kommen wollen, lautet der Rat anders: Das Gebiet von partida la Cala und dem Aussichtspunkt. Mit anderen Worten, dieselbe Nachricht, die mit Spott über den angeblichen Plan beginnt, bietet am Ende einen praktischen Leitfaden darüber, wohin man gehen und wann man dort sein sollte. Der Widerspruch scheint niemanden zu stören.
Die Dreifaltigkeit des Spotts: Onanie, Bußgürtel und Rosenkranz
Der komödiantische Kern der Angelegenheit basiert auf einer häuslichen Dreifaltigkeit: einsame Praxis, Bußgürtel und Gebet. Ein Teilnehmer fasst es zusammen als Wochenende der Onanie und des Bußgürtels, wie üblich. Ein anderer fügt Buße bei Ferraz (dem Sitz der PSOE) hinzu, um Vergebung für das Vorherige zu erbitten. Der Witz funktioniert, weil alle Beteiligten das Skript kennen und keiner es bestreitet.
Das Bemerkenswerte ist, dass der Spott nicht gegen die Praxis selbst gerichtet ist, sondern gegen die angebliche Heuchelei, sie mit Frömmigkeit zu kombinieren. Der Vorwurf ist nicht du tust es, sondern du tust es und gehst dann beten. Es ist eine Anschuldigung mangelnder Kohärenz, nicht der Sarracena.
Die Fehde, die 612 Tage dauert
Ein großer Teil der Unterhaltung spricht nicht vom Freitag, sondern von einem früheren Krieg. Ein „beatopandi“ (frommer Nutzer) wird erwähnt, der zerstört und versenkt wurde, immer wieder angerufen wird und dessen Abwesenheit vorgeworfen wird. Die Antwort ist knapp: Wenn er versenkt ist, warum ruft man ihn dann noch? Der Vorwurf der psychopathischen Obsession erscheint wörtlich im Austausch.
Der Vorwurf erstreckt sich auf doppelte Konten, gekreuzte Beleidigungen und den gegenseitigen Verdacht, sich hinter falschen Identitäten zu verstecken. Manche bitten, die zerstörten, toten und begraben Frommen in Ruhe zu lassen und andere Ziele zu suchen. Es gibt keine Einigung. Die Unterhaltung kehrt immer zum gleichen Namen zurück.
Die private Sprache, die niemand übersetzt
Einer der aufschlussreichsten Momente tritt ein, wenn jemand fragt, was genau das verwendete Vokabular bedeutet: kakasclan, core ama, especia. Die Antwort lautet, dass es sich um einen privaten Idiolekt handelt, der funktionale Kommunikation verhindert. Der Beschuldigte antwortet unter Berufung auf den gesunden Menschenverstand und die gemeinsame Sprache.
Der Austausch driftet hin zu Glaube, Wissenschaft und der Existenz eines intelligenten Geistes hinter den Gesetzen des Universums. Es ist das einzige Segment mit argumentativem Anspruch. Es dauert kurz. In der nächsten Nachricht kehrt man zu Beleidigungen und verschleierten Drohungen zurück, durch Alicante zu fahren und den racó zu besuchen.
Was vom Freitag-Plan übrig bleibt
Am Ende beschreibt niemand einen konkreten Plan für heute. Was bleibt, ist ein Kalender der Groll: Wer wen versenkt hat, wer unter einem anderen Namen weiterschreibt und wer schuld daran ist, dass die Unterhaltung lebendig bleibt. Der Freitag ist nur der Vorwand.
Die beunruhigende Tatsache ist, dass die Diskussion seit 612 Tagen offen ist und das Thema gleich bleibt. Es gibt keine Neuigkeiten, keinen Fortschritt, keinen Abschluss. Nur Wiederholung, was genau das ist, was dem angeblichen externen Plan vorgeworfen wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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