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Spanischer König fehlt in der Doppelkrise: Schweigen beim Oberbefehl
Während Waldbrände und Grenzspannungen eskalieren, zeigt sich der spanische König nicht. Die Kritik an seiner Abwesenheit wächst. Steht er über dem Gesetz?
Während Waldbrände tausende Hektar vernichten und die Spannungen an den Grenzen eskalieren, schweigt der Königliche Hof. Eine Frage geht durchs Land: Wo ist der Oberbefehl über die Streitkräfte? Die Befehlsgewalt, die die Verfassung dem König überträgt, wird nicht ausgeübt – und das ist keine Nebensache: In Krisenzeiten sollte das Staatsoberhaupt Verantwortung übernehmen.
Die Kritik ist längst über alle Lager hinweg verbreitet. Es geht nicht nur darum, dass sich Felipe VI. nicht zum Notstand äußert; in den Kommentaren heißt es, er mache Urlaub, während das Land brennt. Manche fordern, dass Prinzessin Leonor nach drei Jahren Ausbildung nun in die Bresche treten sollte. Die Institution klammert sich ans Protokoll; die Bevölkerung will Taten.
Die historischen Präzedenzfälle helfen nicht. In der Analyse taucht der Vergleich mit dem Grünen Marsch von 1975 auf: Es wird argumentiert, der damalige Staatschef habe sich darauf beschränkt, den Vorgaben der US-Botschaft zu folgen – und jetzt wiederhole sich die Geschichte. Die fahnenschwenkelnde Rechte sieht das nicht, und wer es versteht, kommt mit einem halben Jahrhundert Verspätung.
Das Schweigen des Königs ist nicht neutral. In einer doppelten Krise wird die Abwesenheit des Oberbefehlshabers zu einem politischen Problem erster Ordnung. Die beunruhigende Erkenntnis: Wer die Institution am lautesten verteidigt, begreift am spätesten, was sie immer war.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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