Spanischer Gesundheitsarbeiter plant Abwasch in der Schweiz

Ein spanischer Gesundheitsarbeiter erlebt Konflikte und Kürzungen und erwägt einen Umzug in die Schweiz für Abwaschtätigkeiten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanischer Gesundheitsarbeiter plant Abwasch in der Schweiz
Vom öffentlichen Gesundheitswesen zum Abwasch in der Schweiz: Der Plan eines Arbeiters

Ein Arbeitnehmer im Gesundheitssektor mit über einem Jahr ausstehender Beitragszeiten für den Verlassen Spaniens hat einen Plan auf den Tisch gelegt, der je nach Perspektive wie Kapitulation oder Meisterstück klingt: seinen aktuellen Job verlassen, in dem er mehr als erwartet leistet, und in die Schweiz gehen, um Teller abzuwaschen. Der Auslöser ist nicht das Gehalt, sondern das Arbeitsklima. In seinem Bericht kommt der Konflikt nicht von Nutzern oder Vorgesetzten, sondern von einer Gruppe Kolleginnen, mit denen er Missverständnisse angehäuft hat, seit er die Probezeit bestanden und mehr Verantwortung übernommen hat.

Die beschriebene Szene ist fast bürokratisch: Er kommt zur Arbeit, bittet um ein Gespräch mit dem Manager, erinnert ihn daran, dass Zugangs- und Aktivitätsprotokolle ihn unterstützen, und schließt die Angelegenheit mit einem Handschlag ab. Stunden später beim Mittagessen stellt er fest, dass kein Essen für ihn verfügbar ist. Die offizielle Erklärung: Mit der Reduzierung der Arbeitsstunden steht ihm der Kantinenbetrieb nicht mehr zu. Ihm wird angeboten, 90 Euro pro Monat zu zahlen, um es zu behalten, eine Option, die laut seiner Darstellung unklar bleibt. Er antwortet, dass seine Arbeit körperlich sei und er Mittagessen brauche. Die Antwort – „Du rauchst doch deine Zigaretten, oder?“ – verwandelt ein Personalmanagement-Thema in eine persönliche Abrechnung.

Die Berechnung vor dem Aufgeben

Der Verfasser der Nachricht ist kein Neuling. Er gibt an, lange im öffentlichen Sektor mit einem entmutigenden Vertrag gearbeitet zu haben und mit Begeisterung in die neue Stelle gestartet zu sein. Seine Bilanz ist süß-sauer: Der Direktor hat Vereinbarungen eingehalten und sogar die Bedingungen verbessert. Die Ergebnisse wurden laut seiner Version durch zwei Audits bestätigt, ein externes und ein internes. Dennoch eskaliert der Konflikt persönlich, nicht fachlich. Bis zu fünf Missverständnisse mit Kolleginnen in zwei Wochen, zwei davon beschwerten sich beim Direktor.

Seine These lautet, dass das Problem nicht der Sektor sei, sondern ein wiederkehrendes Muster: Im Gesundheitswesen seien 90 % der Belegschaft Frauen und Gruppen organisieren sich nach Kriterien, die Berufliches und Persönliches vermischen. Er spricht von einer klassistischen Gruppe der Akademikerinnen und einer anderen, in der Hauswirtschaftskräfte integriert sind. Dies ist keine neutrale Beschreibung, sondern die Wahrnehmung jemandes, der sich ausgegrenzt fühlt. Was er jedoch liefert, ist ein Management-Detail: Der Center-Manager kontrolliere laut ihm das Geschäft nicht, und sein Vater sei einer der Gesellschafter.

Die Schweiz ist nicht das Paradies, das manche verkaufen

Plan B ist nicht originell. In der Unterhaltung tauchen mehrere Gesprächspartner auf, die den Schweizer Weg bereits erkundet haben. Einer, der als CNC-Operator arbeitet, plant im Juli zu gehen und studiert fleißig Deutsch. Ein anderer warnt, dass das Land nicht billig sei: Ein Kilo Hähnchen könne 25 oder 30 Euro kosten, und eine subventionierte Kantinenmahlzeit 15 Euro. Die Berechnung ergibt, dass das Gehalt in den Lebenshaltungskosten aufgeht, es sei denn, man akzeptiert ein geteiltes Zimmer.

Der Autor selbst räumt ein, die Schweiz nicht zu kennen, und ursprünglich Andorra in Betracht gezogen zu haben. Er sucht nicht nur Geld, sondern ein erträgliches soziales Umfeld. Sein Satz ist aufschlussreich: Er möchte ein Land, das „so asozial und höflich“ ist wie er selbst. Er fügt eine irritierende Nuance hinzu: Wenn der Plan aufgeht, könnte er sechsstellige Jahresgehälter verdienen und Dinge zum gleichen Preis wie in Spanien kaufen, aber in einer Umgebung, die ihm gefällt.

Deutsch, die Barriere, die niemand kalkuliert

Ein Teilnehmer liefert nützliche Daten für jeden, der den Sprung wagt: Von Null auf ein B2-Niveau in Deutsch zu kommen, erfordert zwischen 800 und 1.000 Stunden Unterricht und Studium. Bei Kursen von 75 Stunden dauert es Monate, bis A2 erreicht ist, und ein intensiver B1-Kurs ist der nächste Schritt. Kein geringes Hindernis für jemanden, der in einem deutschsprachigen Land arbeiten will, ohne auf Englisch angewiesen zu sein.

Das Gespräch lenkt auf andere Ziele. Thailand erscheint als näherliegende Alternative im Imaginationsraum, und jemand erinnert daran, dass deutschsprachige Länder für Menschen, die sozial nicht passen, deprimierend sein können. Der Konsens, falls vorhanden, ist, dass das Problem nicht der Ort sei, sondern der Arbeitnehmer selbst. „Wenn du mit dem, was du schon hast, nicht zufrieden bist, liegt das Problem meiner Meinung nach nicht am Ort, sondern bei dir selbst“, fasst ein Beitrag zusammen.



Die irritierende Tatsache ist weder das Schweizer Gehalt noch der Hähnchenpreis. Es ist, dass jemand, der einen Job gut macht, dessen Leistung durch Audits bestätigt wurde und dessen Chef Zusagen einhält, bereit ist, alles zu ändern, um in einem Land, das er nicht kennt und dessen Sprache er nicht spricht, Teller abzuwaschen. Mit 13 Monaten ausstehender Beitragszeiten für das Verlassen Spaniens ist die Entscheidung nicht nur wirtschaftlich. Sie ist existenziell.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (107 Antworten).

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