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Spanische DGT will über 180 km/h auf Autobahnen zur Straftat machen
Die spanische Verkehrsbehörde DGT schlägt vor, dass Überschreiten von 180 km/h auf Autobahnen und 100 km/h in Städten zur Straftat wird. Die Debatte über Tempolimits ist eröffnet.
Die DGT schlägt vor, dass über 180 km/h auf der Autobahn und 100 km/h in der Stadt zur Straftat werden
Die Dirección General de Tráfico (Spaniens Verkehrsbehörde) prüft, Tempoverstöße härter zu bestrafen: Was heute eine Verwaltungsstrafe ist, könnte ab 180 km/h auf der Autobahn und 100 km/h in der Stadt zur Straftat werden. Der Vorschlag, über den Medien wie El Debate berichtet haben, öffnet die Diskussion neu, wo die Ordnungswidrigkeit endet und das Strafgesetzbuch beginnt. Und nebenbei auch die über die Kohärenz von Limits, die oft eher auf Abgabe als auf Lebensrettung ausgelegt scheinen.
Limits, die Skepsis wecken
Das Argument dafür hat eine gewisse Logik: 180 km/h sind kein Ausrutscher wie vielleicht 140, und mit diesem Tempo auf einer Autobahn zu fahren bedeutet ein unvertretbares Risiko. Aber die Debatte verwickelt sich, wenn man den tatsächlichen Zustand des Straßennetzes betrachtet. Es gibt Autobahnabschnitte mit Limits von 60 oder 80 km/h ohne erkennbaren Grund; in diesem Zusammenhang ist 180 kein Verbrechen, sondern Selbstmord. Die Kritik richtet sich darauf, dass die DGT eine Verschärfung ankündigt, ohne bisher erklärt zu haben, warum die Straßen so unterschiedliche Limits haben und warum Tempoverstöße härter verfolgt werden als andere ebenso gefährliche Verstöße.
Das Hintergrundrauschen der Freiheit
Manche sehen in dieser Maßnahme einen weiteren Schritt zum Totalverbot: Erst wurden viele Abschnitte von 120 auf 100 heruntergestuft, jetzt wird kriminalisiert, wer eine Zahl überschreitet, die vor Jahren legal war. Das Gefühl, in einem Gefängnis auf Rädern zu leben, zieht sich durch die Gespräche über den Verkehr. Auch wird daran erinnert, dass dieses Tempo früher bereits als Straftat galt – die DGT erfindet also nichts, sondern holt nur ein Werkzeug zurück. Unterdessen blicken Fahrer, die den Tempomat auf 149 km/h stellen, erleichtert auf ihre Punkte in Flensburg.
Der Vorschlag ist nicht abgeschlossen, und die Debatte hat, weit davon entfernt, gelöst zu werden, eine neue Front gefunden: die Glaubwürdigkeit einer Behörde, die harte Strafen fordert, während die Schilder weiter zwischen Sicherheit und Abgabe jonglieren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (49 Antworten).
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