Spanier lebt von Sozialhilfe und kauft Land

Ein Mann in Spanien spart fast sein gesamtes Einkommen aus RGI und IMV, isst für 10 € im Monat und investiert in ländliche Grundstücke.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanier lebt von Sozialhilfe und kauft Land
Lebt von 1.050 € RGI/IMV, isst für 10 € und spart 95%

In Spanien kann man täglich frühstücken, Mittag- und Abendessen für zehn Euro im Monat bestreiten, in einem Zimmer für 300 Euro schlafen und das Jahr mit nahezu intaktem Einkommen beenden. Der unangenehme Teil ist die Methode. Ein Akademiker hat in einem Forum geschildert, wie er mit der Renta de Garantía de Ingresos (RGI) und dem Ingreso Mínimo Vital (IMV) — 1.050 Euro pro Monat — plus 300 Euro Mietzuschuss überlebt und damit zwei ländliche Grundstücke, einen Seecontainer, ein Segelboot und ein gebrauchtes Wohnmobil gekauft hat.

Der Bericht stammt von ihm selbst, wurde nicht verifiziert und wird von einigen rundweg bestritten. Er besteht darauf, dass es keine Erfindung sei, und erzählt seine Geschichte, falls sie jemandem helfen könnte, der sich in einer verzweifelten Lage befindet.

Gemeldet in einem Obdachlosenheim und drei Mahlzeiten für 10 Euro

Nach seiner eigenen Darstellung war eine unbezahlbare Bankschuld der Auslöser. Bevor er irgendwelche Leistungen bezog, reduzierte er seine Ausgaben auf null — er nennt dies "Konsum von 0" und gibt zu, dass es hart war — und begann, eine soziale Speisestation zu nutzen. Die Gebühr für den vollständigen Service, Frühstück, Mittag- und Abendessen, lag bei zehn Euro pro Monat, dem symbolischen Preis, den er an die betreibende Kongregation zahlte; in der schlechtesten Phase hatte er nur fünf Cent pro Mahlzeit bezahlt.

Der zweite Schritt war die Meldeadresse. Er berichtet, dass er sich an einen Sozialarbeiter in Vitoria wandte, angab, in einer unbewohnbaren Wohnung zu leben — obwohl er, wie er zugibt, im Haus seiner Familie in einer anderen Region wohnte — und erreichte, dass er in einem Obdachlosenheim gemeldet wurde. Regelmäßig nimmt er einen Bus, führt das Nachfolgegespräch und kehrt zurück. Das Zimmer, das er im Stadtzentrum mietet, kostet etwas mehr als 300 Euro und wird praktisch vollständig vom Mietzuschuss gedeckt, der ihm 300 Euro erstattet.

Von der Schuld zu zwei Grundstücken à 4.000 Euro

Nachdem die Schulden beglichen waren, löste sich das Sparen nicht auf. Zwischen 95 % und 100 % des monatlichen Einkommens blieben unverändert liegen, und die tatsächlichen Ausgaben, einschließlich Essen, überstiegen kaum zehn Euro. Daraus finanzierte er zwei ländliche Grundstücke zu je 4.000 Euro in einer günstigen Provinz, einen Seecontainer zur Umwandlung in eine Unterkunft, ein Segelboot, das auf einem Grundstück gelagert wird, ein gebrauchtes Wohnmobil und mehrere kostenlose Einschreibungen: bis zu 90 Credits an der UNED und ein Online-Studium aus Freude. Der gestandene Plan ist, die Grundstücke für jeweils 1.300 Euro im Jahr zu vermieten und auf einen Platz in einem Hafen im Baskenland zu warten, wo er sich auf dem Boot anmelden dürfte.

Es gibt ein Detail, das die Methode zusammenfasst. Wenn die Speisestation oder der Arbeitsdienst Kontoauszüge verlangt, zeigt er das Konto mit weniger Bewegungen. Er verteilt das Bargeld auf verschiedene Institute und hebt das Geld ab, sobald es eingeht, überzeugt davon, dass ein angesammelter Saldo bei einer einzigen Bank zu auffällig wäre.

Die Gegenansicht: "Alles, was du sagst, ist falsch"

Die Geschichte blieb nicht unwidersprochen. Jemand, der sich als Nachbar aus Vitoria ausgibt, behauptet, der Bericht halte nicht stand: Ein Zimmer im Zentrum koste keine 300 Euro, für den Mietzuschuss müsse man eine Wohnung von Alokabide haben, mit Prüfung von Einkommen und Vermögen, und das Verfahren sei nicht so einfach wie beschrieben. Andere halten die Geschichte für glaubwürdig und fügen eigene Erfahrungen aus Jahren des Bezugs von Leistungen hinzu.

Auch die administrative Kontrolle wird diskutiert. Ein Kommentar stellt fest, dass der staatliche Arbeitsdienst Zugriff auf alle Konten eines Leistungsempfängers habe; die Antwort lautet, dass er nie eine Arbeitsunterstützung beantragt habe und daher niemand seine Daten abgeglichen habe. Nichts davon kann von außen überprüft werden, und er selbst kündigt an, den Bericht aus Diskretion zu löschen.

Den Staat ausbluten lassen als Rache für zwei Bußgelder

Der emotionale Ursprung der Angelegenheit ist eine Sanktion. Er schildert, dass ein Beamter ihm versprochen habe, ihn wegen falscher Maskentragung während des Lockdowns nicht zu verwarnen, die Strafe aber dennoch kam und sich eine zweite sowie eine Schuld ansammelten. Daraus resultierte, so sagt er, die Entscheidung, "den Staat auszubluten": Er behauptet, die Beihilfen hätten ihm bereits "ein paar Kleinigkeiten" bezahlt.

Der sarracena Vorwurf zieht sich durch einen großen Teil der Diskussion. Eine Strömung vertritt die Ansicht, das System sei so aufgebaut, dass dies geschehe, und wer die Voraussetzungen erfülle, handle nicht illegal. Die Gegenposition antwortet, dass der Aufbau von Vermögen mit öffentlichen Geldern, während andere arbeiten, sarracena Korruption sei, auch wenn das Gesetz es erlaube, und dass ein integre Person die Hilfe ablehnen würde, sobald sie nicht mehr dringend nötig sei.

Er bestreitet dies nicht ganz. Er akzeptiert, dass sein Fall "nicht korrekt" sei, beschreibt ihn als Überlebenstechnik, räumt ein, sein Gewissen zum Schweigen zu bringen, und hält am Plan fest: weiter beziehen, weiter sparen und irgendwann wieder zu seinem eigentlichen Leben zurückkehren. Seine Verteidigung lässt sich in einer Frage zusammenfassen: Wenn er die Voraussetzungen erfüllt, warum sollte er dann nicht profitieren?



Mit diesen Zahlen ist es wahrscheinlich, dass die Angelegenheit eine Anekdote ohne sichtbare Folgen bleibt: Niemand hat die Fakten überprüft, und nach seiner Version läge das erklärte Vermögen unter den Grenzen, die die Norm vorsieht. Die interessante Frage ist, wie viele ähnliche Fälle nicht erzählt werden. Und ob das, was er beschreibt, ein Loch im System ist oder einfach der Preis, den die Verwaltung bereit ist zu zahlen, um niemanden auszuschließen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (349 Antworten).

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