Spaniens Wohnraumgesetz schließt Hypothekeneigentümer aus

Im Jahr 2025 stiegen die Zwangsversteigerungen um 35,6 % auf 31.416 Fälle. Das Königliche Dekret-Gesetz 29/2026 schützt Mieter, nicht aber Hypothekenschuldner.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das Königliche Dekret-Gesetz 29/2026 konzentriert seinen Schutz fast ausschließlich auf Mietwohnungen und lässt damit die Mehrheit der von den hohen Wohnkosten betroffenen Familien mit Immobilienkrediten außer Acht. Für sie ändert sich nichts: Ihr Zuhause bleibt weiterhin dem Räumungsrisiko ohne Aussetzung oder Alternativunterkunft ausgesetzt.

Das Gesetz wurde geschaffen, um auf die steigenden Wohnkosten zu reagieren. Sein Schutz dreht sich jedoch fast nur um Mieten. Die meisten spanischen Familien, die Schwierigkeiten haben, ihre Immobilie zu finanzieren, mieten nicht: Sie haben einen Kredit. Für sie bringt die Regelung keine Veränderung.

## Mietrecht dominiert, Hypotheken bleiben außen vor

Der spanische Mietmarkt verzeichnet die stärkste und sichtbarste Preisentwicklung. Deshalb bündeln die neuen Vorschriften dort ihre Instrumente. Das Problem ist, dass der größte Teil der Bevölkerung ungeschützt bleibt: Eigentümer mit Krediten, die durch Jobverlust, Überverschuldung oder Zinsanstieg von einer Zwangsvollstreckung bedroht sind.

Für diese Haushalte gibt es keinen Aufschub der Räumung und keine Alternative. Ihre Immobilie ist genauso gefährdet wie vor Verabschiedung des Gesetzes.

## Zwangsversteigerungen steigen zweistellig

Die Zahlen widersprechen jeder Entwarnung. Im Jahr **2025** wurden **31.416 Zwangsversteigerungen** registriert, ein Anstieg von **35,6 %** gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal **2026** wuchsen die Vollstreckungen bei Hauptwohnsitzen privater Personen um **38,1 %** im Jahresvergleich.

**46,7 %** der im zweiten Quartal 2026 eingeleiteten Verfahren betreffen Kredite aus den Jahren **2005 bis 2008**, während der Immobilienblase. Viele dieser Darlehen wurden durch Bankenfusionen übertragen und an Investmentfonds verkauft, die nun die volle Rückzahlung verlangen.

## Euribor belastet variable Kredite

Im September **2026** lag der 12-Monats-Euribor bei **3,247 %**, dem höchsten Stand seit Juli 2024. Für einen durchschnittlichen variablen Kredit über **100.000 Euro** bedeutet dies eine Kostensteigerung von bis zu **56 Euro pro Monat**, also **672 Euro pro Jahr**.

Die Zahlungsrückstände liegen auf einem historischen Tiefstand von **1,6 %**. Dennoch steigen die Zwangsversteigerungen jährlich um **35-38 %**, konzentriert auf alte, an Fonds verkaufte Kredite. Diese Fonds haben nach Erwerb notleidender Forderungen weiterhin freie Hand, Objekte über gerichtliche Verfahren anzuhäufen.

Dies ist keine akute Krise wie 2008, sondern eine schleichende Verschlechterung. Und bei Hypotheken schaut das Gesetz weg. Wenn Ihr Kredit vom Euribor abhängt oder Zahlungsrisiken bestehen, konsultieren Sie vor Maßnahmen einen Reaccionarionwalt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (4 Antworten).

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