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Spaniens Wahl am 29.11. spaltet rechte Wähler bei Enthaltung
Rechte Wähler in Spanien sind uneins über die Wahl am 29. November: Manche sehen Enthaltung als Strafe für die PSOE, andere sehen Wählen als Legitimierung.
Spaniens Wahl am 29.11. spaltet rechte Wähler bei Enthaltung
Die Frage „Gehst du am 29. November wählen?“ erhält eine Antwort, die zum Trend wird: Nein. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Kalkül. Ein Teil des rechten Wählerspektrums argumentiert, dass der Gang zur Urne die PSO reinwäscht, damit sie in vier Jahren stärker zurückkehrt, und dass nur die Enthaltung die Linke verbrennt. Andere kontern mit umgekehrter Logik: Wer zum Nicht-Wählen aufruft, will insgeheim, dass die aktuelle Regierung bleibt.
Das Argument der Enthaltung entfaltet sich wie eine Litanei unerwünschter Szenarien, die ihrer Logik nach unter sozialistischer Herrschaft eintreten müssen, damit die politische Rechnung den Verursachern gestellt wird. Wenn Beamte abgebaut werden müssen, soll es die PSO-Verwaltung tun. Wenn es wieder Invasionen gibt, sollen sie unter PSO-Macht geschehen. Wenn Senioren wegen Unsicherheit nicht mehr rauskönnen, soll es unter einer sozialistischen Regierung sein. Wenn Diesel auf 3 Euro steigt, soll er mit der PSO steigen. Wenn wir in einen Krieg gegen Russland gezogen werden, soll es die PSO sein. Wenn Ceuta verloren geht, soll es mit der PSO im Amt sein. Die Schlussfolgerung ist immer gleich: Rechts zu wählen heißt, den Gegner reinzuwaschen.
Nützlichwahl und Kandidaten: Dani, VOX und das ‚kleinere Übel‘
Gegen diese Haltung vertritt eine andere Strömung die Ansicht, dass Enthaltung der aktuellen Regierung dient. Wer sagt, man solle nicht wählen, will letztlich, dass derselbe Exekutivzweig bleibt. Die Debatte verheddert sich, wenn ein konkreter Name auftaucht: Dani. Seine mögliche Kandidatur lässt einige umdenken. Die Reaktion ist nicht enthusiastisch: Man erinnert sich, dass er Maskenverweigerer schlug, Alvises Bodyguard war und die Demonstration von Ferraz zur Metro führte. Das Profil weckt keine Begeisterung.
VOX erscheint als einzige Option, die manche erwägen, allerdings mit Vorbehalten: „Nein, es sei denn, ich habe die Schnauze voll und lasse mich von VOX hereinlegen“, fasst eine resignierte statt begeisterte Haltung zusammen. Das Grundargument lautet, dass es egal ist, ob die Sparmaßnahmen rechts oder links kommen: Der Nachfolger des aktuellen Präsidenten, identifiziert durch seinen ersten Marokko-Besuch, Solaranlagen statt Olivenbäume und patriotische Rhetorik, erzeugt kein größeres Vertrauen als der VOX-Führer. Unter den drei gehandelten Profilen schließen manche, dass der „israelische Patriot“ das kleinere Übel sei.
Warum sich manche Wähler beim Gehen zur Wahl dumm fühlen
Es gibt eine dritte Position, die eher instinktiv als strategisch ist: die des Wählers, der sich dumm fühlt, wenn er wählt, und sich die Qual ersparen möchte, sich unter jene zu mischen, die stolz ihren Stimmzettel tragen. Die Antwort folgt prompt: Wenn das das Kriterium ist, sollte er auch aufhören, sich zu erleichtern, denn das tut jeder Gewöhnliche. Der Vergleich, entgegnen sie, hinkt. Dieser Austausch illustriert den Ton einer Konversation, in der Enthaltung sowohl durch Kalkül als auch durch Verachtung des Rituals verteidigt wird.
Das Ergebnis ist ein rechtes Wählerspektrum, das sich in der Taktik nicht einig ist. Manche glauben, dass Enthaltung den Verschleiß der Regierung beschleunigt und einen saubereren Wechsel erzwingt. Andere befürchten, dass Enthaltung demselben Exekutivzweig vier weitere Jahre schenkt und jeder zukünftige Wechsel ein schlechteres Land erbt. Das Datum des 29. November wirkt als Katalysator dieser Spaltung: Es gibt keine einheitliche Position, sondern drei Strömungen, die sich kreuzen und gegenseitig diskreditieren.
Die Prognose, mit Vorbehalt: Wenn das rechte Wählerspektrum die Enthaltung als Strafe beibehält, könnte das Ergebnis vom 29. November eher wie eine Umfrage zur Regierung wirken als wie eine Wahl. Umgekehrt könnte die Wahlbeteiligung im letzten Moment ansteigen, wenn die Angst vor dem Verbleib der aktuellen Regierung die Abscheu vor dem Ritual überwiegt. Niemand, nicht einmal die Überzeugtesten, wagt es, darauf zu wetten, welche Kraft diesen inneren Machtkampf gewinnen wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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