Spaniens Waffenrecht: Traumwaffen gegen Bürokratie-Faulheit

Forendiskussion über begehrte Schusswaffen in Spanien, darunter die Terminator-Hardballer und die Legalität von .45 ACP.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spaniens Waffenrecht: Traumwaffen gegen Bürokratie-Faulheit
Traumwaffen: Zwischen Gesetz und Faulheit

Eine überraschende Tatsache wird deutlich: In Spanien können Sie legal Waffen besitzen, für die in weiten Teilen der USA spezielle Bundesgenehmigungen erforderlich wären. Die „Hardballer“ aus Terminator, Arnolds Schwarzeneggers Pistole im ersten Film, ist eine 6-Zoll-1911 mit Mündungsbremse, die .45 ACP verschießt. Ein Besitzer beschreibt sie als „schön“, aber ein anderer argumentiert, sie sei „wegen Portabilität und Gewicht unpraktisch“. Das Gespräch beginnt mit dieser Spannung: ästhetischer Wunsch gegen tatsächliche Nützlichkeit. Es driftet schnell zu einer Liste von Launen ab, die das spanische Gesetz je nach Kaliber, Automatisierung und Lizenz erlaubt oder verbietet.

Was man in Spanien besitzen darf und was nicht

Die spanische Gesetzgebung ist liberaler, als der Volksmund vermutet lässt. „Hier in Spanien sind nur wenige Dinge verboten, außer bestimmten Kalibern und automatischen Mechanismen“, fasst ein Nutzer zusammen. Die Obergrenze existiert, liegt aber hoch. Mit einer Kategorie-3-Lizenz und einem zugelassenen Waffenschrank beginnt der Kauf. Das Hindernis ist weniger das Verbot als vielmehr die Bürokratie und oft schlichte Faulheit. Ein Teilnehmer gibt zu, ein .22 LR-Gewehr haben zu wollen, aber durch Verwaltungsträgheit gebremst zu werden. Die klassische Frage stellt sich: .22 LR oder 9 mm? Die Standardantwort des Forums folgt: .22 ist billiger mit mehr Wettbewerben; 9 mm ist teurer mit weniger Schießständen. Die Pointe ist ironisch: „.22 ist für Weicheier.“

Die Favoriten: Von der P90 bis zum Sharps

Die Wunschliste ist breit und eklektisch. Ein Nutzer entscheidet sich für die FN P90 „wegen Design und Kaliber“, die VZ58 als tschechische Weiterentwicklung des AK47, den Smith & Wesson 500 Magnum (4 Zoll) und die Sig Sauer P226. Ein anderer fügt die Steyr AUG hinzu, „das erste erfolgreiche Bullpup“. Die Liste umfasst auch die Stg 44, die Degtyarev PTRD, die MG 42 und sogar ein Repetiergewehr im Kaliber .22 für Präzision auf 300 Meter. Am anderen Extrem fragt jemand nach „einer Atombombe“, ein anderer antwortet „zwei“. Ironie zieht sich durch den Thread: Einer wünscht sich „die Macht der Seite, Jedi-Stil“, während ein anderer sich mit einem Zeppelin Typ X, dem L70 von Kapitän Peter Strasser, zufrieden gibt, der im August 1918 sank. „Brüllend stark mit seinen 7 Maybach-Motoren“, schreibt er. „Aber ich benutze ihn nicht, weil er illegal ist.“

.45 ACP und das Terminator-Erbe

Die Diskussion kehrt wiederholt zum Kaliber .45 ACP zurück. Ein Nutzer erklärt, dass sowohl die Hardballer als auch die Pistolen in Terminator 1 und 2 diesem Patronenkaliber huldigen. Lindas Hamiltons Waffe im zweiten Teil ist eine Colt Gold Cup, während die andere eine 1911 mit verlängertem Schlitten und am Lauf befestigter Mündungsbremse ist, mit einem 6-Zoll-Schlitten. „Das sind große Waffen, die Amerikaner begeistern“, behauptet er. „Der Wechsel zu 9 mm hat sie genervt.“ Diese Anekdote führt zu einer technischen Debatte über Rückstoß und Griffdesign. Ein Teilnehmer argumentiert, dass die Form des Griffs den Rückstoß gewalttätiger erscheinen lässt, indem er den linearen Vektor streut. Der Vergleich mit Fallschirmspringern ist unvermeidlich: Die Landung in der „Sternform“ verteilt den Aufprall über Hüften und Beine.

Rückstoß der .45 LC und Schwarzpulver

Die Debatte verlagert sich auf Vorderladerrevolver und die .45 LC. Ein Nutzer beschreibt den Rückstoß einer mit Schwarzpulver geladenen .45 LC als „eine Ohrfeige auf die Handfläche“. Ein anderer präzisiert, dass moderne Revolverladungen bei unterschiedlichen Drücken arbeiten, und merkt an, dass eine .45 LC mit 35 Gran Schwarzpulver und einem 250-Gran-Geschoss 260 Meter pro Sekunde erreicht und etwa 53 kgm Energie liefert. Das Gespräch wendet sich dem Colt Walker zu, der mit 60-Gran-Ladungen und seinem außergewöhnlichen Gewicht den Rückstoß bewältigen konnte. Ein Nutzer zitiert einen Artikel aus dem Jahr 1972 im Shooting Times Magazin von Skeeter Skelton, um den Mythos zu entkräften, dass .44 Magnums „brutal schmerzhaft“ seien. Technische Diskussion mischt sich mit persönlicher Erfahrung: Einer gesteht, mit einer .357 Magnum geschossen zu haben, und bemerkt: „Das Problem ist die Zeit zwischen den Schüssen.“

Anekdote zu Gettysburg und der karlistische Sharps

Unter den kuriosen Fakten sticht einer durch seine Brutalität hervor. Nach der Schlacht von Gettysburg wurden über 27.500 Gewehre geborgen, von denen fast 24.000 geladen waren. Etwa die Hälfte enthielt zwei Ladungen, ein Viertel hatte drei bis zehn, und extreme Fälle wiesen bis zu 22 oder 23 angesammelte Ladungen auf. Diese Daten verdeutlichen Kampftpanik und mangelndes Training. Ein anderer Teilnehmer erwähnt ein Sharps-Veteranengewehr aus dem Dritten Karlistenkrieg mit Markierungen des US-Bürgerkriegs, das ein kommunaler Polizist in Sagunto besitzt. Der Thread berührt auch das deutsche FG42, dessen Mündungsfeuerdämpfer und Mündungsbremse es ermöglichten, das Magazin ohne Zielverlust zu leeren, obwohl „wenn du ein 20-Schuss-Magazin im Dauerfeuer leerst, deine Visiere verrückt spielen.“

Fazit: Das Paar aus Waffe und Patrone

Schließlich fasst ein erfahrener Nutzer die Philosophie hinter der Wunschliste zusammen. „Wahre Befriedigung kommt von deinem gewählten Paar. Die Waffe und die Patrone. Aber am Ende sind sie alle gleich.“ Intensives Dopamin, sagt er, entsteht durch „das Gesicht an den Schaft drücken“ und den Schuss spüren. Das spanische Gesetz erlaubt mehr, als viele glauben, aber Faulheit, Kosten und Bürokratie stoppen die meisten Launen. Lohnt sich der Papierkram für eine Waffe, die nur einmal benutzt wird? Wie immer hängt die Antwort vom Geldbeutel und vom Willen ab.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (374 Antworten).

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