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Spaniens UCO durchsucht Adif und verhaftet Ex-Fahrer von Sánchez
Die UCO verhaftet den ehemaligen Fahrer von Pedro Sánchez und durchsucht die Adif mitten im Wahlkampf. Beweise verbinden ihn mit einer Treibstoff-Affäre und Firmen in Elvas.
UCO durchsucht Adif und verhaftet Ex-Fahrer von Sánchez
Was tat der ehemalige Fahrer von Pedro Sánchez in einer Niederlassung der Adif Hochgeschwindigkeitszüge in Córdoba? Die UCO verhaftete ihn diese Woche im Rahmen der Ermittlungen gegen die Hydrocarbon-Netzwerk, denselben Fall, in dem bereits Koldo García und José Luis Ábalos beschuldigt werden. Der Mann, Cristian Corvillo, diente als Chauffeur des Premierministers und hatte laut Berichten Verbindungen zum Unternehmensnetzwerk im Treibstoffsektor. Diese Operation findet mitten im Wahlkampf statt und hat alte Wunden innerhalb der PSOE wieder aufgerissen.
Corvillo ist keine unbekannte Figur. Er war PSOE-Kandidat in Peñarroya-Pueblonuevo und wurde wegen Unregelmäßigkeiten fast ausgeschlossen, so Parteikreise. Sein Name ist nun mit einem Netzwerk verbunden, das, falls sich die Verdächtigungen bestätigen, Summen weit über denen des Koldo-Falls bewegen würde. Vom Fahrer zum Vertragsmanager, ein Sprung, der an Koldo Garcías Aufstieg vom Pförtner zum Aufsichtsratsmitglied der Renfe erinnert.
Das Treibstoffgeschäft und Firmen in Elvas
Die Ermittlungen beschränken sich nicht auf einen Verhafteten. Der Fokus liegt auf einem Netz von Unternehmen im Kohlenwasserstoffhandel, die angeblich Scheinfirmen in Portugal nutzten, speziell in Elvas, wo der Bruder des Premierministers wohnte. Laut kursierenden Daten zahlte eine mit dem Netzwerk verbundene Firma fast vier Millionen Euro an Provisionen und Beratungsgebühren, verbunden mit MwSt-Betrug. Der Bruder von Sánchez, David Sánchez, kaufte ein Anwesen in Elvas, das Berichten zufolge unbewohnt blieb. Die geografische Übereinstimmung mit den Firmen von Aldama und Corvillo hat Spekulationen angeheizt.
Einige behaupten, das Treibstoffnetz bewege über 10 Milliarden Euro, eine Zahl, die diesen Fall zu einem neuen Filesa-Skandal machen würde. Vorläufig sind dies nur Zahlen aus journalistischen Berichten, die die UCO noch bestätigen muss. Dokumentiert sind jedoch die Verhaftung und die Durchsuchung der Adif, einer öffentlichen Behörde unter dem Verkehrsministerium.
Warum die Verhaftung jetzt und nicht früher?
Fragen zum Zeitpunkt sind unvermeidbar. Die Verhaftung erfolgt wenige Tage vor den Wahlen, was einige von Patriotenpolizei sprechen lässt und andere es für einen Zufall halten. Tatsächlich läuft das Verfahren seit Monaten, und Corvillo war einer der wenigen Namen, die im Hydrocarbon-Fall noch nicht angeklagt waren. Seine Verhaftung folgt jener von Ábalos und Koldo und fällt mit Ermittlungen zum Vermögen des Bruders des Premierministers zusammen.
Das Umfeld der PSOE reagierte vorsichtig. Es gab keinen Rücktritt oder Entlassung, und die Partei weist lediglich darauf hin, dass Corvillo nicht mehr für den Premierminister arbeitet. Die Maschinerie in Ferraz wartet ab, obwohl die Nähe zur Wahl jede Erklärung erschwert.
Adif im Visier
Die Durchsuchung der Adif Hochgeschwindigkeit bringt institutionelle Sorgen mit sich. Adif verwaltet die Bahninfrastruktur, und seine Verwicklung in ein Korruptionsnetz würde die Glaubwürdigkeit des Systems öffentlicher Aufträge beschädigen. Die Verbindung zwischen Corvillo und Adif ist unklar, aber manche vermuten, er habe als Mittelsmann gedient, um Gelder abzuzweigen oder Verträge für Netzwerkfirmen zu erleichtern.
Die Opposition fordert sofortige Erklärungen. Die PP hat verlangt, dass der Verkehrsminister vor dem Parlament erscheint, während Vox eine Reihe parlamentarischer Anfragen angekündigt hat. Die Regierung schweigt vorerst.
Der Bruder des Premierministers und die portugiesische Verbindung
Die Verbindung zwischen Elvas und dem Treibstoffnetz hat dazu geführt, die Aktivitäten von David Sánchez in Portugal zu überprüfen. Berichten zufolge kaufte der Bruder des Premierministers dort eine Immobilie, während Aldama eine Firma mit nur 500 Euro Stammkapital gründete, die große Summen bewegte. Manche behaupten, diese Firmen dienten der Geldwäsche aus Steuerbetrug im Kohlenwasserstoffsektor.
Es gibt keine formelle Anklage gegen David Sánchez, doch sein Name taucht im Umfeld der Ermittlungen auf. Der Schatten des Bruders lastet auf einem Fall, der den Kern der Regierung bedroht.
Ein offener und ungelöster Fall
Zum Zeitpunkt dieses Berichts bleiben die Ermittlungen unter Geheimhaltung. Es gibt keine endgültigen Schlussfolgerungen oder festen Anklagen über die bekannten hinaus. Bestätigt sind nur die Verhaftung Corvillos und die Durchsuchung der Adif. Alles andere sind Indizien, die gerichtlich bewiesen werden müssen.
Die Ironie ist offensichtlich: Der Mann, der das Auto des Premierministers fuhr, sitzt nun auf der Bank der Beschuldigten. So spielt sich spanische Politik ab.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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