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Spaniens Staat tritt nie zurück: die Liste der Versäumnisse wächst
Der spanische Staat versagt in Serie: Pandemie, DANA-Flutkatastrophe, Stromausfall und Ceuta. Die Unzufriedenheit wächst, doch das Wahlverhalten ändert sich nicht. Warum tritt niemand zurück?
Weder Flut noch Stromausfall: die Rechnung für einen dauerhaften Verzicht
Altenheime mitten in der Pandemie, die DANA-Flutkatastrophe, die Valencia verwüstete, der massive Stromausfall, die Grenze von Ceuta. Die Liste schlecht bewältigter Krisen wächst und der offizielle Aufschwung-Erzählung bröckelt. Dagegen gewinnt ein Argument an Boden: Der Staat versagt nicht aus Versehen, sondern durch die fortwährende Vernachlässigung der Menschen, denen er eigentlich dienen sollte.
Die Unzufriedenheit beschränkt sich nicht auf Statistiken. Sie erfasst die politische Klasse und bespritzt sogar die Krone: Der Urlaub der Königsfamilie wird mit dem des Ministerpräsidenten verglichen, und "die sind doch alle gleich" ist kein Klischee mehr, sondern eine Schlussfolgerung.
Manche halten diese Klage für eine Illusion. Das Volk selbst, so ihr Argument, sei mitschuldig an seiner Lage: Solange die Stütze kommt, mobilisiert sich niemand für das, was anderen widerfährt. Diese These hat einen wahren Kern, kollidiert aber mit der Erfahrung, dass wenn das Wasser bis zum Hals steht, die Geduld zu Ende geht.
Der Staat tritt nur in Schulbüchern zurück
Die radikalste Dimension des Protests erinnert daran, dass der moderne Staat, wenn überhaupt, sich selbst auflöst und dass sein legales Gewaltmonopol ihm das Überleben sichert, das Unternehmen und Bürgern fehlt. Der Appell an Gewaltmethoden, der manchmal in Gesprächen aufblitzt, ist die Spirale, die man nicht füttern sollte: Wut war noch nie ein guter Ratgeber, wenn es darum geht, Alternativen zu entwerfen.
Unterdessen wächst die Liste der Beschwerden weiter: von als übergriffig empfundenen Klima- und Gendermaßnahmen bis zur Verwaltung der Migrationsströme im Süden. Jedes Ereignis fügt demselben Roman ein Kapitel hinzu: dem vom Staat, der nicht da ist, wo man ihn braucht, wenn man ihn braucht.
Die letzte Paradoxie: All diese Unzufriedenheit schlägt sich am Ende nicht in den Urnen nieder. Derselbe Bürger, der Rücktritte fordert, wählt weiter dieselben Parteien oder bleibt zu Hause. Als ob die Klage das einzig mögliche Ritual wäre. Vielleicht fühlt sich deshalb niemand an der Macht verpflichtet zurückzutreten: Sie wissen, dass der Rücktritt ein Gestus ist, der nicht zum Drehbuch gehört.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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