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Spaniens Schuldenkrise kehrt ohne Motor Deutschland zurück
Spans Nettoschulden im Ausland übersteigen 100 % des BIP, während Deutschland Stagflation ohne billige russische Energie droht: Die Rettungszyklus-Rückkehr.
Deutschland kann den europäischen Motor nicht mehr antreiben
Die deutsche Antwort auf die Stagflation kommt als Sparpaket. Im letzten Bundeshaushalt wird fast alles gekürzt, außer der Verteidigung, und Berlin drängt auf neue Fiskalregeln, die die Pandemiefreiheiten beenden. Die Analyse stellt ein unbequemes Diagnosebild vor: Die Lokomotive, die Südeuropa aus dem Loch zog, ist ohne Treibstoff, und ohne billige russische Energie gibt es kein Wunder zu wiederholen.
Von der Pleite 2008 zum De-facto-Rettungsschirm 2012
Der Ausgangspunkt ist bekannt. Spanien brach 2008 zusammen, als der europäische Interbankenmarkt, erschüttert durch die globale Finanzkrise, die Finanzierung der nationalen Immobilienblase kappte. Der Staat reagierte mit massiver Emission von Staatsanleihen im Ausland; 2010 schloss sich auch dieser Weg. 2012 stand das Land am Rand einer vollständigen Rettung, dieselbe, die bereits Griechenland, Irland und Portugal unterzeichnet hatten.
Die EZB verhinderte dies, indem sie ihren Schutzschirm über Spanien, Italien und Frankreich spannte, mit der De-facto-Garantie Deutschlands und seiner nördlichen Partner. Berlin stützte mit seinem AAA-Rating eine expansive Politik, die nicht seine eigene war, und trieb zwischen 2012 und 2019 die Union dank einer wettbewerbsfähigen Mittel- und Hochtechnologieindustrie sowie russischer Backup-Energie voran. Das war der Tauschhandel: Deutschland lieferte Glaubwürdigkeit, die EZB Liquidität und der Süden interne Abwertung.
Die Rechnung jener Jahre verschwand nicht, sie wurde recycelt. Die Anpassung erfolgte über Löhne, mit einem verbilligten Arbeitsmarkt zur Kompensation fehlender Wettbewerbsfähigkeit. Die Leistungsbilanz kehrte ins Positive zurück, aber auf fragiler Basis: Tourismus und niedrige Löhne.
Eine Zahl schwebt über der Diskussion. Akzeptiert man die Schwelle von 40 % Netto-Auslandsverschuldung zum BIP als Grenze der technischen Insolvenz, überschreitet Spanien diese deutlich: mehr als 100 %. Der Kontrast zu Japan dient dazu, warum Tokio eine Gesamtverschuldung von 200 % problemlos trägt: Sie liegt bei eigenen Banken und vor allem besteht monetäre Souveränität. Spanien hat sie nicht. Es hängt von Frankfurt ab.
Warum Deutschland Südeuropa nicht mehr ziehen kann?
Weil ihm genau das fehlt, was es stark machte. Der Krieg in der Ukraine hat das billige russische Gas genommen, und die Energiekosten haben die Margen der Industrie aufgefressen. Das Ergebnis ist das schlechteste Szenario: Stagflation, Wirtschaftskrise mit hoher Inflation. Die deutsche Industrie befindet sich im Stillstand, noch ohne Massenentlassungen, und Berlin blickt bei der Geldpolitik auf seine eigene Inflation – nicht auf die spanische.
Fiskalische Austerität hat in diesem Rahmen eine kohärente und grausame Logik: Kürzen, um die Währung zu erhalten und Energieimporte zu verbilligen. Was nicht passt, ist der Rest. Die Bankenunion ist unvollständig, solide föderale Mechanismen existieren nicht, und wenn Deutschland keine Garantien geben kann, fallen die Mitgliedstaaten wie Dominosteine. Die Lokomotive hat keine Ersatzteile.
Austerität kehrt zurück und der digitale Euro taucht auf
Die Hausaufgaben sind schriftlich fixiert. Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten daran erinnert, dass sie die Defizitgrenze von 3 % des BIP respektieren müssen, und der Rat hat Spaniens Nationales Reformprogramm empfohlen. Die Pandemieausnahme ist vorbei.
Parallel erscheint der Geist des programmierbaren Geldes. Manche behaupten, die Abschaffung von Bargeld und der digitale Euro würden dienen, um Ersparnisse zu konditionieren oder zu konfiszieren und Staatschulden zu tilgen, gestützt auf Presseberichte über Haarschnitte bei Ersparnissen als Methode, das Loch zu stopfen. Man sollte Fakten von Verdacht trennen: Die Architektur des Geldwesens ändert sich, aber die letzte Absicht ist Spekulation.
Chinesische Autos und das Ende des Freihandels
Es gibt einen Oberflächenindikator, den kaum jemand beachtet: Parkplätze. Vor Jahren waren koreanische Autos Kuriositäten; heute zählen Dacias in die Tausende, und MGs – verwaltet von einem chinesischen Staatsunternehmen – sowie einige Lynk & Cos werden zum Landschaftsbild. Die europäische Automobilindustrie, der Motor des deutschen Motors, steht einem Konkurrenten gegenüber, dessen Kosten sie nicht bewältigen kann.
Und darunter, die Energie. Es wird argumentiert, dass der weltweite Ölverbrauch nicht sinken, sondern steigen wird, mit einer Weltbevölkerung auf dem Weg zu 10 Milliarden und Indien, Indonesien oder Afrika als wachsende Nachfrager. Wenn das passiert, schrumpft Europas Anteil am Kuchen. Die Party mit Erneuerbaren zu verlängern, kollidiert damit, dass diese ebenfalls Mineralien und Öl für ihre Errichtung benötigen.
Der historische Vergleich ist der des Römischen Reiches: Währungsabwertung, extrem hohe Inflation, unhaltbares städtisches Leben und Rückkehr aufs Land. Der Unterschied ist, dass Rom keine Zentralbank hatte, die gleichzeitig heiß bläst und kalt saugt. Niemand hat ein Datum für den exakten Moment gesetzt, in dem diese Linie überschritten wird. Und genau dort stockt die Analyse.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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